Fit für die digitale Welt: Computerias stärken SeniorInnen

Vernetzungstreffen der Tiroler Computerias mit Generationenlandesrätin Mair

  • Aktuell 28 aktive Computerias in ganz Tirol
  • Jahr des Ehrenamts: ehrenamtliche HelferInnen unterstützen SeniorInnen im digitalen Raum

Wie können online Serviceangebote genutzt werden? Wie kann Internetbetrug erkannt werden? Wie funktioniert Social Media? Insbesondere für ältere Menschen stellen Computer, Smartphone, Tablet & Co manchmal eine Herausforderung dar. Hier setzen die 28 Computerias in ganz Tirol an und stehen SeniorInnen unterstützend zur Seite. Die Computerias sind Lern- und Begegnungsorte, an denen ältere Menschen ermutigt werden, sich mit digitalen Medien aller Art aktiv zu befassen. Auf Einladung von Generationslandesrätin Astrid Mair trafen sich kürzlich VertreterInnen von Computerias aus ganz Tirol für ein Vernetzungstreffen im Landhaus 2 in Innsbruck. Neben dem Austausch informierten VertreterInnen des Landes über Fördermöglichkeiten sowie über verschiedene Bereiche der digitalen Verwaltung. Zudem nahm die Seniorenlandesrätin das Treffen zum Anlass einmal mehr, den vielen ehrenamtlichen HelferInnen zu danken.

Einen Überblick über alle Tiroler Computerias und deren Öffnungszeiten sowie Kontaktdaten findet sich auf der Website des Landes.

„Digitalisierung darf niemanden ausschließen“

„Moderne Technologien machen das Leben einfacher. Sie verbinden uns und eröffnen neue Möglichkeiten – sei es durch einen leichteren Zugang zu Serviceangeboten oder auch als Kommunikationsplattform, wie etwa Social Media. Aber alle müssen davon profitieren können“, betont LRin Mair: „Computerias holen die Menschen dort ab, wo sie stehen. Sie nehmen Ängste, schaffen Vertrauen und stärken die digitale Selbstständigkeit. Digitalisierung darf niemanden ausschließen. Computerias sorgen dafür, dass alle am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.“

Ehrenamt als starke Basis

In den Tiroler Computerias arbeiten ehrenamtliche MitarbeiterInnen, um die SeniorInnen zu unterstützen. „Gerade im heurigen Jahr des Ehrenamts möchte ich dieses Engagement besonders hervorheben und würdigen“, dankt LRin Mair den freiwilligen HelferInnen: „Diese Tätigkeit ist ein hervorragendes Beispiel für die Vorteile ehrenamtlichen Engagements: Computerias sind mehr als Lernorte – sie bringen Generationen zusammen und ermöglichen den Austausch über Altersgrenzen hinweg. 

Das Angebot der Computerias ist größtenteils kostenlos und erfordert meist keine Anmeldung. Seitens des Landes werden die Computerias im Rahmen der Förderung von Institutionen im Generationenbereich gefördert. 

Digitale Verwaltung verständlich gemacht – auch Analoges bleibt

Neben technischen Erklärungen über die Benützung der modernen Endgeräte werden SeniorInnen in den Computerias auch über die digitale Verwaltung aufgeklärt. Themen wie die Aktivierung der ID Austria stehen im Fokus. Ziel ist es, den Zugang zu digitalen Services zu erleichtern.

„Die Verwaltung soll weiterhin auch analog für alle Bürgerinnen und Bürger zugänglich bleiben – niemand soll ausgeschlossen werden. Gleichzeitig kann die Digitalisierung auch dazu beitragen, Serviceangebote wie Förderungen oder Anträge schneller zugänglich zu machen. Die Computerias können dabei unterstützen, dass möglichst viele Tirolerinnen und Tiroler die digitalen Angebote nutzen können“, so LRin Mair. 

Mehr Wissen bringt mehr Sicherheit

„Mehr Wissen bedeutet auch mehr Sicherheit. Gerade ältere Menschen müssen wir stärken. Wer Risiken erkennt, kann sich besser schützen“, ist LRin Mair mit Blick auf betrügerischen E-Mails und Handyanrufen zudem überzeugt. Die Computerias leisten hier einen wichtigen Beitrag. Sie vermitteln nicht nur Technik, sondern auch Sicherheit im digitalen Alltag. 

Schlussendlich tragen die Computerias durch ihre Wissensvermittlung auch dazu bei, die Alterseinsamkeit zu verringern. „Der digitale Raum bietet viele Möglichkeiten zur Vernetzung – sei es mit Freunden und Familie, oder auch mit neuen Personen. Doch auch das muss gelernt sein. In den Computerias lernt man beispielsweise auch, wie man Fotos verschickt oder die Videos der Enkel ansieht“, betont LRin Mair abschließend einen weiteren Mehrwert der Computerias.