- FragestellerInnen: Emely Denner und Carina Fecher
- Landeshauptmann spricht sich für verstärkte Medienbildung und Unabhängigkeit von Gas- und Ölimporten aus
- Budget: Statt pauschalen Kürzungen Fokus auf Schwerpunktsetzungen
22 SchülerInnen der 1B und 3B der Tiroler Fachberufsschule für Handel und Büro Kitzbühel besuchten kürzlich LH Anton Mattle im Landhaus. Wie jeden Monat hatten auch sie die Möglichkeit, bei „Frag den LH“ dem Landeshauptmann die Fragen zu stellen, die ihnen unter den Nägeln brennen. Stellvertretend für ihre Klassen stellten Emely Denner und Carina Fecher jene Fragen, die auch auf www.youtube.com/unserlandtirol mitverfolgt werden können. Allen voran ging es um den Umgang mit Social Media, um langfristige Visionen für Tirol sowie um das Tiroler Budget ohne neue Schulden.
Debatte um Social Media Verbot
Die aktuelle Diskussion rund um Altersbeschränkungen für soziale Medien beschäftigt auch die SchülerInnen der Fachberufsschule. Für LH Mattle ist dabei entscheidend, dass der Umgang mit sozialen Medien vermittelt und erlernt wird: „Ich bin für Bildung statt Beschränkung. Verbote bergen die Gefahr insich, dass man sich nicht ausreichend mit der notwendigen Medienbildung auseinandersetzt. Ich bin ein großer Fan davon, dass man frühzeitig lernt, mit Medien verantwortungsvoll umzugehen. Wenn Kinder und Jugendliche Gefahren erkennen können und wissen, wie sie damit umgehen, dann ist viel gewonnen.“
Entscheidend ist für den Landeshauptmann, Kinder und Jugendliche zu fördern, um Inhalte richtig einzuordnen und Risiken zu erkennen. Dabei nimmt er auch Medienhäuser in die Pflicht, Inhalte altersgerecht aufzubereiten.
Bildung und Energie: Tirols „Rohstoffe“ der Zukunft
Auf die Frage nach seiner langfristigen Vision für Tirol betonte der Landeshauptmann vor allem zwei strategische Schwerpunkte: „Wir sind ein Land ohne große Bodenschätze. Früher gab es Salz und Silber – heute ist unser ‚großer Rohstoff‘ die Bildung. Deshalb werden wir sehr darauf schauen, dass alle Ausbildungswege unterstützt und weiter forciert werden.“
Als zweite zentrale Säule nennt er die Energieunabhängigkeit: „Wir werden alles unternehmen, damit erneuerbare Energieträger weiter ausgebaut werden. Wir dürfen nicht mehr abhängig sein von Gas- oder Ölimporten und auch nicht von Strom aus dem Ausland. Energie müssen wir selbst erzeugen.“
Budgetdisziplin mit klaren Investitionen
Abschließend wollten die SchülerInnen wissen, wie das Tiroler Budget ohne neue Schulden im Detail aussieht und wie das Land spart. Laut LH Mattle dürfe die öffentliche Hand auf Dauer nicht mehr ausgeben als sie einnehme. Dabei gehe es nicht um pauschale Kürzungen, sondern um gezielte Schwerpunktsetzungen: „Man fährt nicht mit dem Kamm drüber. Man schaut bewusst auf jeden Budgetposten. Es gibt Bereiche wie Gesundheit, Soziales und Bildung – dort setzen wir Schwerpunkte. Klar ist aber, dass Förderungen nur so lange greifen, bis ein Produkt die Marktreife erreicht hat“
Die gesamte Ausgabe von „Frag den LH“ im März ist ab heute Abend auf dem YouTube-Kanal des Landes zu finden.


