- Landesdienst öffnet sich und beschreitet neue Wege – Ziel: attraktiv bleiben und werden
- Team „Land Tirol“, der Tirol Konvent und der Umgang mit Geschichte im Fokus
- Podcast des Landes auf allen gängigen Podcast-Plattformen
- Alle Podcast-Folgen im Überblick: www.tirol.gv.at/podcast
„Wir werden uns nicht abschaffen, aber wir werden uns auch ein Stück weit ändern und neu erfinden müssen“ – solche neuen Wege ist er in seiner Amtszeit bereits gegangen: Davon erzählt Landesamtsdirektor Herbert Forster in der neuen Podcast-Folge von „ins Land einihören“. Als Landesamtsdirektor steht Herbert Forster 4.500 MitarbeiterInnen vor. Seit 1. Jänner 2019 leitet er den gesamten inneren Dienst der Landesverwaltung in Tirol – den Schritt bereut hat er nie. Im Gespräch mit Moderator Dénes Széchényi gibt Forster Einblicke in das „Innenleben“ des Landhauses, das Verhältnis zwischen starrem Rahmen und mutigen neuen Schritten und erklärt warum die signierten Rad-Trikots in seinem Büro mehr mit der Arbeit zu tun haben, als es auf den ersten Blick scheint.
Ein Drittel bald in Pension – Landesdienst braucht einen „bunten Haufen“
Eine Konstante im Landesdienst ist die sinnstiftende Arbeit: „Wir arbeiten immer für die Tirolerinnen und die Tiroler. Der Sinn hinter einer Tätigkeit wird immer wichtiger“, sagt Herbert Forster. Änderungen gibt es dennoch – aktuell findet ein Generationenwechsel statt: Ein Drittel der Landesbedienstete geht in den kommenden Jahren in Pension. Umso wichtiger sei es, als Arbeitgeber attraktiv zu bleiben und zu werden: „Früher war vieles starr und unflexibel. Wir haben uns im Landesdienst jedoch neuen Modellen geöffnet – sei es das Home-Office oder das Führen in Teilzeit als Erfolgsmodell. Wir haben sehr gute Erfahrungswerte gesammelt und wissen: Wir brauchen einen bunten, organisierten und motivierten Haufen und eine bunte Mischung aus Fähigkeiten, um uns weiterzuentwickeln und attraktive Arbeitsplätze zu haben“, so LAD Forster. Neue Wege gab es beispielsweise auch bei der Lehrausbildung: Man setzt heute auf aktive Bewerbung – beispielweise bei Messen oder BewerberInnen-Tagen – und bildet bereits 20 Lehrberufe aus.
Verwaltung wird bewegt – „man muss mit den Menschen reden“
Besonders beschäftigt den Landesamtsdirektor aktuell der Tirol Konvent, den LH Anton Mattle initiierte. „Ich habe schon mehrere Reformvorschläge erlebt und war zu Beginn skeptisch – ein BürgerInnen-Rat war auch für mich Neuland. Es hat sich aber gezeigt, was dem für eine Kraft innewohnt“, beschreibt LAD Forster und setzt dabei auf das Zuhören: Was ist den BürgerInnen wirklich wichtig? DerTirol Konvent ist deshalb breit aufgestellt – von Stakeholdern aus Wirtschaft und Industrie über Soziales bis hin zu den BürgerInnen. „Man muss mit den Menschen reden. Der persönliche Austausch und die Serviceorientierung werden geschätzt“, sagt LAD Forster und betont, dass „die Medaille zwei Seiten braucht: Das was für Bürgerinnen und Bürger erleichtert wird, soll auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gelten.“
Auch Erinnerungskultur bewegt die Menschen
Bewegt wird auch die lebendige Erinnerungskultur im Landhaus: Die aktuelle Ausstellung zu „Leokadia Justman. Brechen wir aus!“ ist nach wie vor zu besichtigen. Die Ausstellung „Vom Gauhaus zum Landhaus. Ein Tiroler NS-Bau und seine Geschichte“ bildet weiterhin den Rahmen. Insgesamt verzeichnen beide Ausstellungen seit Initiierung 16.000 BesucherInnen – ein Erfolg, wie LAD Forster betont. Es gehe auch darum, das Haus kennenzulernen und zu lernen: Die Themen Rechtsstaatlichkeit und Demokratie sind aktueller denn je.
Und was hat es mit den Radtrikots in den Amtsräumlichen von Herbert Forster auf sich? Die stehen für mehr, als die Leidenschaft für den Sport: „Im Sport geht es um Ausdauer, Härte zu sich selbst und Teamgeist. Man lernt im Sport auch mit Misserfolgen umzugehen. All das sind Eigenschaften, die es auch im Berufsleben braucht.“
Den Podcast „ins land einihören“ ist im Audio-Format auf allen gängigen Podcast-Plattformen abrufbar und als Video auf der Website des Landes Tirol unter www.tirol.gv.at/podcast oder auf dem YouTube-Kanal des Landes www.youtube.at/unserlandtirol zu sehen.
Die nächste Folge von „ins Land einihören“ erscheint am 26. Dezember 2025.

