Pflegeeltern werden – so geht‘s

Online-Infoveranstaltungen zur Pflegeelternschaft am 19. März 2026

  • Kinder- und Jugendhilfe des Landes Tirol informiert am 19. März online über die Pflegeelternschaft
  • Voraussetzungen, Ausbildung und Begleitung von Pflegepersonen im Fokus
  • Anmeldungen für interessierte Familien, Paare und Einzelpersonen unter ikjh@tirol.gv.at

Nicht alle Kinder können bei ihren leiblichen Eltern aufwachsen. Pflegeeltern geben ihnen ein neues Zuhause und ein liebevolles, geschütztes Umfeld. Im Jahr 2024 lebten in Tirol 281 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Pflegefamilien. Der Bedarf an Familien, Paaren und Einzelpersonen, die ein Kind langfristig bei sich aufnehmen wollen, ist weiterhin hoch. Um Interessierte zu informieren, veranstaltet die Kinder- und Jugendhilfe des Landes Tirol regelmäßig Online-Informationsveranstaltungen zur Pflegeelternschaft. Dabei erhalten TeilnehmerInnen einen Überblick über Voraussetzungen, Ausbildung und Begleitung durch die Kinder- und Jugendhilfe. Die nächste Veranstaltung findet am 19. März 2026 um 17 Uhr statt. Anmeldungen sind unter ikjh@tirol.gv.at möglich. Der Zugangslink wird im Anschluss an die Anmeldung übermittelt.

„Pflegeeltern leisten einen unverzichtbaren Beitrag für unsere Gesellschaft. Sie geben Kindern Stabilität und neue Perspektiven, wenn diese nicht in ihrer Herkunftsfamilie leben können. Diese Aufgabe ist anspruchsvoll und mit großer Verantwortung verbunden, kann zugleich aber auch sehr erfüllend sein“, betont die für Kinder- und Jugendhilfe zuständige Landesrätin Eva Pawlata. „Seitens des Landes ist es uns ein wichtiges Anliegen, interessierte Personen bestmöglich zu informieren, Pflegepersonen umfassend zu begleiten und verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen.“

Die Kinder- und Jugendhilfe begleitet Pflegeeltern vor, während und nach der Aufnahme eines Pflegekindes. Seit rund einem Jahr können Pflegepersonen außerdem ein Anstellungsverhältnis eingehen und sich damit sozialversicherungsrechtlich absichern. Derzeit nehmen 85 Pflegepersonen dieses Angebot in Anspruch.

Tragfähige Beziehungen für Kinder

In einer Pflegefamilie sollen sich die Kinder auf dauerhafte und tragfähige Beziehungen verlassen können. Die Betreuung endet grundsätzlich mit dem 18. Lebensjahr des Kindes. In der Praxis sind Pflegekinder jedoch meist ein Leben lang Teil der Familie. Rechtlich betrachtet bleiben sie – im Unterschied zu Adoption – die Kinder ihrer leiblichen Eltern.

Neben einem dauerhaften Pflegeverhältnis gibt es auch Bereitschaftspflegeeltern, die Säuglinge und Kleinkinder in Krisen aufnehmen. Aktuell werden in Tirol 14 Kinder bei 16 Bereitschaftsfamilien betreut.

Mehr Informationen zur Pflegeelternschaft finden sich auf der Website der Kinder- und Jugendhilfe sowie in der Pflegeelternbroschüre des Landes. Einen praktischen Einblick geben die Pflegeeltern Patricia und Markus auf dem YouTube-Kanal des Landes Tirol.