- Engmaschiges Kontrollnetz aus Polizei, Land Tirol und ASFINAG
- Bilanz 2025: Rund 68.000 festgestellte Verstöße und Übertretungen
Auch 2026 wird der mobile Prüfzug der ASFINAG wieder 150 Tage für das Land Tirol im Einsatz sein. Das beschloss die Landesregierung kürzlich auf Antrag von Verkehrslandesrat René Zumtobel. Konkret werden zu den bereits fixierten 112 Tagen nun weitere 38 Tage beauftragt. LH Anton Mattle betont: „Die enorme Transitbelastung in Tirol macht einen anhaltenden hohen Kontrolldruck dringend notwendig. Ob mangelhafter technischer Zustand oder Nicht-Einhaltung von Ruhezeiten: Jede Missachtung der Vorgaben stellt ein Sicherheitsrisiko auf Tirols Straßen und damit für alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer dar. Der Schwerverkehr in Tirol unterliegt strengen Regeln, an die sich alle halten müssen. Um das sicherzustellen, setzen wir gemeinsam mit der Polizei auf ein engmaschiges Kontrollnetz.“
Zusätzliche Prüftage erhöhen Kontrolldruck
„Der mobile Prüfzug kommt in ganz Tirol zum Einsatz, um den technischen Zustand von LKW auf Herz und Nieren zu überprüfen. Dabei arbeiten Techniker des Landes Hand in Hand mit der ASFINAG. Bei 2,4 Millionen Transit-LKW, die 2025 alleine am Brenner gezählt wurden, ist es ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit auf Tirols Straßen, mangelhafte Fahrzeuge aus dem Verkehr zu ziehen. Die zusätzlichen Prüftage erhöhen den Kontrolldruck und damit auch die Verkehrssicherheit“, weiß LR Zumtobel.
Neben den täglichen LKW-Kontrollen an den Kontrollstellen entlang der Autobahn in Kundl, Radfeld und am Brenner sowie an der Kontrollstelle Musau an der B 179 Fernpassstraße wird auch an Kontrollplätzen am nachgeordneten Straßennetz laufend kontrolliert. Hier kommt unter anderem auch der mobile Prüfzug der ASFINAG zum Einsatz.
Prüfzug inspiziert jährlich über 4.000 LKW
Über 4.000 LKW werden jährlich durch den mobilen Prüfzug der ASFINAG sowie von technischen PrüferInnen des Landes Tirol in Zusammenarbeit mit der Polizei einer technischen Unterwegskontrolle unterzogen. Darüber hinaus finden durch besonders geschulte Organe der Polizei selbstständig täglich technische Kontrollen auf Tirols Straßen statt. Kontrolliert wird sowohl entlang der Autobahn als auch an den wichtigsten Nebentransitrouten an Bundes- und Landesstraßen zu gleichen Teilen. Im Jahr 2025 wurden nur durch den mobilen Prüfzug insgesamt 6.282 technische Mängel bei 1.379 Fahrzeugen festgestellt.
Auszug und Bilanz: Schwerverkehrskontrollen 2025
Insgesamt wurden von der Polizei 87.000 Arbeitsstunden in die Kontrollen des Schwerverkehrs investiert. Daraus resultierten 68.000 Übertretungen und Verstöße, die sich wie folgt zusammensetzen:
- Rund 13.587 Übertretungen im Bereich „Technischer Mängel“
- Rund 35.500 Übertretungen im Bereich „Sozialvorschriften“ (Lenk-/ Ruhezeiten)
- Rund 9.300 Übertretungen durch „Überladung“
- Rund 1.825 Übertretungen im Bereich „Gefahrgut“
- Rund 4.800 Untersagungen der Weiterfahrt
- Rund 1.732 Verstöße gegen das Wochenendfahrverbot / Sonderfahrverbot
- Rund 1.300 Verstöße gegen das Nachtfahrverbot
Kontrollinfrastruktur wird weiter ausgebaut
Neben den Schwerverkehrskontrollen investiert das Land Tirol auch weiter in den Ausbau der Kontrollinfrastruktur, wie Verkehrslandesrat Zumtobel berichtet: „Noch vor dem Sommer soll der umfangreiche Umbau und die Modernisierung der Kontrollstelle in Radfeld abgeschlossen werden. Zudem wird auch noch in diesem Jahr eine neue Pannenbucht inklusive Notausfahrt bei der Kontrollstelle Kundl für mehr Sicherheit auf der A12 Inntalautobahn sorgen.“

