- Flächendeckende Vorsorge: 99 Prozent aller Kindergärten und Volksschulen nehmen an Zahngesundheitsvorsorgeprogramm teil
- Österreichweite Zahnstatuserhebung: 72 Prozent der Tiroler Sechs- bis Siebenjährigen sind kariesfrei
- „Dentomobil“ von avomed auch bei Jugendgesundheitskonferenzen vor Ort
Richtige Mundhygiene, zahngesunde Ernährung, Fluoridierung und regelmäßige Zahnarztbesuche: das sind die vier Säulen der Zahn- und Mundgesundheit. Anlässlich des Internationalen Tages der Mundgesundheit am 20. März rücken das Land Tirol und avomed – Arbeitskreis für Vorsorgemedizin und Gesundheitsförderung in Tirol die Bedeutung frühzeitiger Zahn- und Mundgesundheitsvorsorge in den Fokus. Seit über 40 Jahren ist das Programm „Zahngesundheitsvorsorge Tirol“ fixer Bestandteil des avomed und wird aktuell in 99 Prozent aller Tiroler Kindergärten und Volksschulen umgesetzt. Die Ergebnisse der letzten Österreichischen Zahnstatuserhebung 2023/24 zeigen eindrucksvoll: Mit einem Anteil von 72 Prozent kariesfreier Kinder weisen Tirols Sechs- bis Siebenjährige österreichweit den besten Zahnstatus auf.
„Tirol zeigt eindrucksvoll, wie erfolgreiche Prävention mit der ‚Zahngesundheitsvorsorge‘ von avomed aussieht: frühzeitig, flächendeckend und nachhaltig. Der Internationale Tag der Mundgesundheit macht deutlich, dass sich Investitionen in Vorsorge langfristig auszahlen. Dass Tirol bei der Zahnstatuserhebung nun seit 20 Jahren österreichweit an der Spitze steht, ist ein klarer Beweis für die Wirksamkeit der Gesundheitsvorsorge“, betont Gesundheitslandesrätin Cornelia Hagele. Das Programm „Zahngesundheitsvorsorge Tirol“ wird seitens des Landes Tirol gemeinsam mit der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK), der Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter, Eisenbahnen und Bergbau (BVAEB), der Sozialversicherung der Selbständigen (SVS) sowie den Gemeinden finanziell unterstützt und laufend weiterentwickelt.
Frühe Vorsorge als Schlüssel zum Erfolg
„Das Zahnprophylaxeprogramm des avomed begleitet Tiroler Kinder gezielt vom ersten Milchzahn bis zum zehnten Lebensjahr. Ziel ist es, möglichst früh gesunde Gewohnheiten zu vermitteln und diese nachhaltig über die Volksschulzeit hinaus zu verankern“, erklärt Stefan Brugger, organisatorischer Leiter der Zahngesundheitsvorsorge Tirol im avomed.
Im Jahr 2025 besuchten die Zahngesundheitserzieherinnen insgesamt 855 Einrichtungen mit knapp 52.000 Kindern. Dazu zählen unter anderem:
- 424 Kindergärten mit über 20.000 Kindern
- 340 Volksschulen mit rund 29.850 SchülerInnen
- 19 Sonderschulen und sonderpädagogische Einrichtungen und
- 72 Elternberatungen des Landes Tirol.
Zusätzlich wurden rund 7.800 Volksschulkinder im „Dentomobil“ zahnmedizinisch untersucht.
Qualität durch kontinuierliche Schulungen sichern
Um den hohen Standard der Zahngesundheitsvorsorge langfristig sicherzustellen, werden für die sieben Bezirksstellenleiterinnen sowie die 32 Zahngesundheitserzieherinnen laufend Fort- und Weiterbildungen organisiert. Diese kontinuierliche Qualifizierung stellt sicher, dass aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse direkt in die Praxis einfließen und die Kinder bestmöglich betreut werden.
„Unser Anspruch ist es, Kindern nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern ein echtes Bewusstsein für die eigene Mundgesundheit zu schaffen – und dafür ist es entscheidend, dass auch unsere Teams fachlich immer auf dem neuesten Stand sind. Wenn Kinder früh lernen, Verantwortung für ihre Zahngesundheit zu übernehmen, profitieren sie ein Leben lang davon“, erklärt Desiree Floriani, Projektleiterin Zahngesundheitsvorsorge Tirol von avomed.
Mundgesundheit als Teil der Gesamtgesundheit
Die Bedeutung der Zahngesundheit geht über die reine Kariesprävention hinaus. Im Einklang mit der globalen Strategie 2023–2030 der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird Mundgesundheit zunehmend als wichtiger Bestandteil der allgemeinen Gesundheitsversorgung gesehen. Auch im Rahmen der Jugendgesundheitskonferenzen in Tirol wird das Thema daher aktiv aufgegriffen, um Jugendlichen die Bedeutung gesunder Zähne für Wohlbefinden und Lebensqualität näherzubringen.
Gemeinsam mit avomed und dem „Dentomobil“ werden Jugendliche zu Themen wie Piercings, Bleaching und Snus und deren Auswirkungen auf die Mundgesundheit aufgeklärt. Dieses Jahr finden die Jugendgesundheitskonferenzen in Innsbruck und Telfs (Bezirk Innsbruck-Land) im November 2026 statt. Weitere Informationen und Teilnahmemöglichkeiten finden sich unter www.jugendgesundheit.tirol.
