Das Tiroler Kulturservice der Bildungsdirektion für Tirol ist eine in dieser Form österreichweit einzigartige Einrichtung. Von Theater über Musik bis hin zur bildenden Kunst – mit dem Serviceangebot gelangt Kunst und Kultur direkt in die Klassenzimmer von Tirols Schulen. Anlässlich der Präsidentschaft Tirols in der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino stehen die Angebote heuer ganz im Zeichen der Euregio. Den Auftakt bildete am Donnerstagabend auf Einladung des Landes Tirol und der Bildungsdirektion für Tirol eine Veranstaltung mit Musik und Literatur im ORF Studio 3. Das Frauen-Jazz-Orchester unter der Leitung von Rita Goller sorgte für groovige Rhythmen, der Südtiroler Autor Sepp Mall gewährte Einblicke in sein literarisches Schaffen, Informatives aus den drei Ländern rundete das Programm ab.
„Kulturelle Bildungsangebote an Schulen leisten einen wesentlichen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt. Das Tiroler Kulturservice eröffnet jungen Menschen neue Perspektiven, fördert Offenheit und gegenseitiges Verständnis. So wird kulturelle Vielfalt nicht nur vermittelt, sondern aktiv erlebt – ganz im Sinne von ‚Lerne deine Heimat in all ihren Facetten kennen‘“, betont Euregio-Präsident und Kulturreferent Landeshauptmann Anton Mattle. Der diesjährige Themenschwerpunkt stärke zudem die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und schaffe ein Bewusstsein für gemeinsame Werte – eine zentrale Grundlage für ein respektvolles Miteinander und eine solidarische Zukunft.
„Sich das erste Mal auf einer Leinwand austoben. Bei einem Stadtrundgang mehr über Innsbrucks Zeitgeschichte erfahren. Gemeinsam einen ersten Versuch als Songwriter wagen. Die Angebote des Tiroler Kulturservice sind genauso vielfältig wie das Talent unserer Schülerinnen und Schüler. Für alle ist hier das Richtige dabei – im Bereich Kunst, Musik oder Geschichte“, erklärt Bildungslandesrätin Cornelia Hagele und ergänzt: „Zugleich dürfen die Kinder und Jugendlichen neue Blickwinkel kennenlernen. Dieser frühe Kontakt mit Kunst und Kultur stärkt Kreativität und persönliche Entwicklung.“
Von Theater- bis hin zu Sprachprojekten
Das diesjährige Angebot des Tiroler Kulturservice umfasst ein breites Spektrum kultureller Vermittlungsformate: von Literatur, Musik und bildender Kunst über museumspädagogische Angebote bis hin zu Theater- und Sprachprojekten. So liest etwa der Südtiroler Autor Sepp Mall aus seinem Buch „Ein Hund kam in die Küche“ an Schulen in Innsbruck und Landeck und die Kunsthistorikerin Sylvia Mader bringt die mobile Version der Ausstellung „Kunst als Widerstand“ in die Klassen. Gigi Colasanto und Peppino Brienza motivieren die SchülerInnen dazu, sich in Wort und Schrift mit der italienischen Sprache auseinanderzusetzen.
„Sprachenvielfalt und solche Erlebnisse sind etwas Wunderbares. Italienischsprachige Schreibwerkstätten, überregionale Kunstprojekte, Lesungen, Rollenspiele, Musik und Theater laden dazu ein, die Euregio mit allen Sinnen zu erleben. Sie machen sichtbar, was uns verbindet: Vielfalt, Neugier und der gemeinsame Wunsch, Zukunft zu gestalten“, betont LH Mattle.
Rund 2.500 Kulturveranstaltungen pro Jahr an Tirols Schulen
Das Tiroler Kulturservice ist in der Bildungsdirektion für Tirol angesiedelt und wird überwiegend aus dem Kulturbudget des Landes finanziert. Im Schuljahr 2024/2025 wurden 2.364 Programmpunkte umgesetzt, an denen rund 60.000 SchülerInnen teilnahmen. Das bewährte Leitmotiv lautet seit jeher: Kultur direkt in die Klassenzimmer bringen.
Die Auftaktveranstaltung im ORF Studio 3 wurde aufgezeichnet und wird am Donnerstag, den 5. Februar um 19 Uhr auf Radio Tirol – Tirol am Beat – gesendet.
Weitere Informationen zum Tiroler Kulturservice unter https://bildung-tirol.gv.at/service/willkommen-beim-tiroler-kulturservice
