Update Lawinengefahr: Lawinengefahrenstufe 4 in weiteren Regionen

Neuschnee und starker Wind führen zu kritischer Lawinensituation in zahlreichen Regionen

Update: Mittwoch, 18. Februar 2026, 19.15 Uhr: 

Aufgrund des anhaltenden Niederschlags steigt die Lawinengefahr im Laufe des morgigen Donnerstags in großen Teilen Tirols - unter anderem auch in Osttirol sowie in den Kitzbüheler, Tuxer und Zillertaler Alpen - oberhalb der Waldgrenze auf die Lawinengefahrenstufe 4 (große Lawinengefahr) an. Das bedeutet, Lawinen können sehr leicht ausgelöst werden. Alleine heute, Mittwoch, wurden von der Leitstelle Tirol 33 Lawinenabgänge verzeichnet. Die ExpertInnen des Lawinenwarndienstes des Landes Tirol und die Sicherheitslandesrätin Astrid Mair appellieren erneut zu größtmöglicher Zurückhaltung, sorgfältiger Tourenplanung und dem Aufenthalt auf gesicherten Pisten. Alle Informationen zur aktuellen Lawinensituation finden sich unter www.lawinen.report


Originalmeldung: Montag, 16. Februar 2026, 17.30 Uhr

  • Eindringlicher Appell an WintersportlerInnen, Vorsicht walten zu lassen
  • Alle Infos zur aktuellen Lawinensituation unter www.lawinen.report 

Die Lawinengefahrenstufe 4 – große Lawinengefahr – wird aufgrund der anhaltenden Niederschläge auf weitere Regionen Tirols ausgeweitet. Betroffen sind nun zusätzlich die Ammergauer Alpen Süd, Grieskogelgruppe, Samnaungruppe, Kaunergrat, Kühtai-Geigenkamm, Sellrain-Alpeiner Berge, Glockturmgruppe, Weißkugelgruppe, Gurgler Gruppe sowie die Stubaier Alpen Mitte. Ebenfalls Stufe 4 gilt weiterhin in den Regionen Lechtaler Alpen, Mieminger Gebirge, Allgäuer Alpen Ost, Karwendelgebirge West, Verwallgruppe sowie Silvrettagebirge Ost.

In den betroffenen Regionen werden in den kommenden 24 Stunden verbreitet weitere 15 bis 30 Zentimeter Neuschnee erwartet, lokal auch mehr. Gleichzeitig weht weiterhin starker bis stürmischer Westwind, der den Neuschnee intensiv verfrachtet und umfangreiche Triebschneeansammlungen entstehen lässt. Diese lagern auf einer schwachen Altschneedecke und sind äußerst störanfällig. In den anderen Teilen Nordtirols und in Osttirol gilt weiterhin verbreitet Lawinengefahrenstufe 3 (erhebliche Gefahr). 

„Die aktuelle Situation im alpinen Gelände ist sehr ernst: Die Kombination aus starkem Neuschnee, stürmischem Wind und einer instabilen Schneedecke führt zu einer sehr hohen Lawinengefahr. Ich appelliere eindringlich an alle Wintersportlerinnen und Wintersportler, die Warnungen des Lawinenwarndienstes ernst zu nehmen und sich äußerst umsichtig zu verhalten“, betont Sicherheitslandesrätin Astrid Mair.

„Lawinen können derzeit sehr leicht ausgelöst werden, spontane Lawinenabgänge sind zu erwarten. Diese können groß werden, in den Hauptniederschlagsgebieten sind vereinzelt auch sehr große Lawinen möglich. Beobachtungen aus dem Gelände sowie bereits abgegangene Lawinen bestätigen die aktuell sehr gefährliche Situation“, warnt auch Matthias Walcher vom Lawinenwarndienst des Landes Tirol und ergänzt: „Der viele Neuschnee und die starken Verfrachtungen durch den Wind führen zu einer äußerst instabilen Schneedecke. Besonders gefährlich sind auch die Auslaufbereiche großer Lawinen, die unbedingt gemieden werden sollten.“

Alle Informationen zur aktuellen Lawinensituation finden sich unter www.lawinen.report