Faszination Bartgeier
„ins Land einihören“ | Staffel 1, Folge 8
Transkript
Hinweis: Gesprächsbeiträge im Tiroler Dialekt werden inhaltlich in Hochdeutsch übersetzt.
Einleitung:
Denes Széchényi (Moderator):
Lämmergeier, Knochenbrecher. Gelegentlich hat er sogar auch Kinder davon getragen. Dieser Irrglaube, dass der Bartgeier Lämmer und Gämsen jagt, hat dazu geführt, dass der Riesenvogel in den Alpen Ende des 19. Jahrhunderts von Menschen ausgerottet wird, sowie Bären, Wölfe, Luxe und auch der Waldrapp davor. Der angeblich letzte Bartgeier in Österreich wird 1906 getötet. Heute weiß man, dass der Vogel ein reiner Aasfresser ist und sich im Erwachsenenalter ausschließlich von Knochen ernährt. Daher der Name "Knochenbrecher". In den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts beginnt die Wiederansiedelung in den Alpen. 1973 startet der Alpenzoo in Innsbruck mit einem sehr erfolgreichen Zuchtprogramm und der Auswilderung der ersten Vögel im Alpenraum. Wie schwierig eine Wiederansiedelung ist, zeigt allein die Tatsache, dass es heute nach fast 50 Jahren in Tirol sechs bestätigte Brutpaare gibt. In Nordtirol gibt es ein eigenes Bartgeiermanagement, das sich um den Fortbestand der Großvögel kümmert. Das Projekt wird von den fünf Tiroler Naturparken getragen. Das Land fördert das Projekt mit 54 000 Euro im Jahr. Mein heutiger Gast ist Elisabeth Weninger. Die 27-jährige Oberländerin ist Mitarbeiterin im Naturpark Ötztal, leitet das Bartgeiermanagement und ist auch Mitarbeiterin an der Universität in Innsbruck. Herzlich willkommen.
Elisabeth Weninger:
Vielen Dank für die Einladung.
Weningers Verbindung zu Vögeln: Forschungsarbeit zu Schneehühnern
Széchényi:
Frau Weninger, Sie haben nicht nur einen Vogel, wenn man so sagen darf, den Bartgeier, sondern Sie haben sich auch in Ihrer Bachelorarbeit und jetzt auch aktuell in Ihrer Masterarbeit wissenschaftlich mit dem Schneehuhn beschäftigt. Woher kommt diese Faszination an Vögeln?
Weninger:
Ja, also die Faszination für die Biologie allgemein, die war eigentlich immer schon da bei mir. Also die Lehre des Lebens, der Lebewesen, hat mich unglaublich fasziniert und speziell das Gebiet der Verhaltensforschung war für mich spannend und einer meiner Träume war es ja eigentlich wie Jane Goodall im Dschungel eine Primatenforschung oder Sondergleichen durchzuführen. Und ja, da das in die Rolle etwas schwierig ist, sind es dann die Vögel geworden. Und es hat dann das Angebot gegeben eben eine Bachelorarbeit über das Schneehuhn zu machen und das hat mich sofort gepackt, vor allem auch, weil es eine Feldstudie war. Also, man war sehr viel draußen unterwegs im Hochgebirge, stundenlang am Berg und das war natürlich wunderbar für mich, weil ich selbst in meiner in meiner Freizeit auch sehr viel draußen unterwegs bin und am Berg gerne wandern gehe etc. Und das hat sich dann natürlich perfekt kombinieren lassen. Und ja, für meine Bachelorarbeit, da haben wir uns den Aspekt des Klimawandels auf das Schneehuhn angesehen, inwieweit das Schneehuhn höher wandert. Also genau, eine reine Feldstudie war das eben …
Széchényi:
Und tut es das dann auch?
Weninger:
Ja, wir haben einen signifikanten Anstieg gefunden, was eben mit der Temperatur zusammenhängt. Und für meine Masterarbeit habe ich dann die Proben, die wir im Feld gefunden haben, ausgewertet, genetisch ausgewertet. Genau. Federn und Kot, die man dann eben am Berg stundenlang sucht. (lacht)
Széchényi:
Und Sie haben mir gesagt, es war ja auch unter anderem Forschungsgebiet Innsbruck. Wo gibt's in Innsbruck Schneehühner?
Weninger:
Genau. Also, wir haben uns zwei Populationen angeschaut. Einmal die Population im Zillertal und die Innsbrucker Population auf der Nordkette zum Beispiel.
Die Lebensweise der Bartgeier
Széchényi:
Kommen wir zurück zum Bartgeier. Der zählt – ist ein bisschen wesentlich größer als das Schneehuhn – mit seinem fast drei Metern Spannweite, also zu den größten flugfähigen Vögeln überhaupt der Welt und ist der größte Vogel auch in Europa. Noch größer und mächtiger als der Adler. Sechs Paare gibt es in Nordtirol, haben wir gehört, und sie leben oberhalb der Waldgrenze, diese Vögel. Und wer sie sehen will, muss also ziemlich hoch hinauf. Wo sind denn diese Paare?
Weninger:
Stimmt genau. Also, die sind oberhalb der Waldgrenze oder teilweise sogar noch im Waldgebiet. Also, sie brauchen schöne Felswände, um dort ihren Horst zu bauen und die Standorte der Horste, die werden aus Tierschutzgründen geheim gehalten, weil einfach der Mensch immer noch eine sehr große Störung für den Vogel darstellen kann und mitunter eine große Gefahr sein kann. Vor allem, also vor allem während der sensiblen Brutzeit kann es zu einem Brutabbruch kommen, wenn da zu viel Störung stattfindet. Das kann sein, dass ein Wanderweg direkt vorbeigeht und wenn dann da eben viele Menschen sich aufhalten, dann kann es wirklich passieren, dass das Ei vernachlässigt wird, also nicht genügend bebrütet wird und dann fällt ein Jungvogel aus, was natürlich sehr dramatisch ist bei so wenigen Brutpaaren.
Széchényi:
In Osttirol, man weiß es, im Nationalpark Hohe Tauern gibt's Paare, die dort leben und brüten. In der Schweiz kann man auch zumindest beobachten, also als Normalbürger kann man es beobachten, wo die sind. Das ist also nicht geplant in Nordtirol?
Weninger:
Es ist geplant, also wir haben das in Planung, dass man auch Bartgeier regelmäßig zu Gesicht bekommt, weil es natürlich wichtig ist, um Menschen zu faszinieren. Da ist es notwendig, dass die Menschen auch das Tier sehen und nur so kann man schützen, wenn man einfach die Bevölkerung hinter sich hat. Und ja, es ist so, dass in der Schweiz zum Beispiel oder auch in den Beobachtungsstandorten in Berchtesgaden etc. Die sind sehr weit entfernt vom Horst. Also da kommt man wirklich nicht nah an den Horst heran. Da schaut man dann durchs Spektiv. So hat man einen super Überblick, aber man stört das Tier nicht. Und genau das ist auch bei uns dann notwendig, also, dass wir einen Platz finden, wo man das Tier unter keinen Umständen stört und von der Weite aus beobachten kann.
Széchényi:
Es ist ein beeindruckender Vogel, wenn man in ihm Fliegen sieht, was man eh sehr selten sieht. Mit einem ganz besonderen Leben auch, ich habe schon erwähnt: Ein erwachsenes Tier ernährt sich fast ausschließlich von Knochen. Das heißt er braucht Knochen und er braucht viel Wasser und ist somit eigentlich dadurch, dass er Knochen frisst, eigentlich das letzte Glied in der Nahrungskette. Das heißt, er ist eigentlich der Einzige, der dort sich bewegt und hat sich eigentlich diese Nische gefunden.
Weninger:
Stimmt genau. Also er ist – im Endeffekt kann man sagen – er ist der Resteverwerter, dadurch, dass er sich eben nur von Knochen und Aas ernährt und es ist ganz erstaunlich, denn die Tiere können Knochen schlucken, die teilweise 20 Zentimeter lang sind und das schaffen sie, weil sie eine sehr saure Magensäure haben. Also, die haben eine Magensäure, die ist so sauer wie Batteriesäure, 0,5 bis 0,7 im pH. Und dadurch schafft er es eben diese Knochen zu verdauen. Wenn jetzt mal ein Knochen zu groß sein sollte, dann hat er auch eine ganz spezielle Verhaltensweise: Er schnappt sich den Knochen, lässt sich durch die Thermik aufsteigen, bis er 50 bis 100 Meter über Grund ist und dann gibt's ganz spezielle Orte, die er aufsucht. Da lässt er dann die Knochen von oben herabfallen und die zerschellen dann. Und diese Plätze nennt man die sogenannten "Knochenschmieden". Und dann sind die in mundgerechte Stücke zerschellt und so kann er sie dann wunderbar fressen.
Széchényi:
Und die sind bekannt, weil dieser Vogel – wenn er mal seinen Horst gebaut hat – ein Leben lang bleibt. Es ist ein faszinierendes Tier in dem Sinne, dass er eben am Ende der Nahrungskette steht und eigentlich keine Feinde hat, außer wie gerade gehört den Menschen immer noch. Auch nicht nur Jäger, sondern Kletterer, Wanderer, Bergsteiger. Er wird aber in Gefangenschaft, also in Zoos, war er schon bis zu 50 Jahre alt. In der freien Wildbahn kann er bis zu 30 Jahre alt werden. Das ist sehr lang. Wie lebt so ein Tier?
Weninger:
Ja, also fangen wir mal ganz vorne an.
Széchényi:
Beim Ei oder beim Vogel?
Weninger:
Beim Ei. (lacht) Also, das Ei, das wird eigentlich mitten im Winter gelegt. Das ist sehr ungewöhnlich im Endeffekt. Es wird um Weihnachten herum gelegt, dann wird circa zwei Monate bebrütet, also 56 Tage. Das …
Széchényi:
Es sind immer zwei, habe ich gelesen. Ist das richtig?
Weninger:
Ganz genau. Stimmt genau.
Széchényi:
Zwei Eier.
Weninger:
Zwei Eier. Das eine Ei dient quasi zur biologischen Reserve, dass, wenn dem ersten Ei irgendwas passiert, wenn da etwas schiefgeht mit der Befruchtung etc., dann kann es sein, dass eben das zweite Ei zum Einsatz kommt. Zudem wenn zwei Bartgeier-Babys schlüpfen, dann wird das andere …
Széchényi:
Dann wird's brutal.
Weninger:
Genau, dann wird's brutal. Also, das wird dann aus dem Horst herausgedrängt, weil …
Széchényi:
Also wird immer nur eines aufgezogen.
Weninger:
Ganz genau, weil eben die Vögel … das braucht sehr viel Energie der Altvögel, um diese Nahrung zu beschaffen und dann wird eben nur eines aufgezogen in der Regel. Genau. Ja, dann schlüpft das Küken und bleibt dann circa 110 Tage im Horst, …
Széchényi: Da sind wir dann schon im Frühjahr, oder?
Weninger:
… also vier Monate. Ja.
Széchényi:
… wo eigentlich dann die Eltern einen reich gedeckten Tisch haben.
Weninger:
Ganz genau. Weil das schlüpft dann eben Anfang des Frühjahrs, wenn bei uns der Schnee schmilzt im Hochgebirge und dann kommen die ganzen verunfallten Tiere zum Vorschein, die z. B. unter die Lawine gekommen sind oder Tiere, die den harten Winter eben nicht überlebt haben, die sind dann für den Bartgeier als Nahrung verfügbar und das Jungtier wird dann gefüttert im Horst und nach 110 Tagen wird's eben Flügge, fliegt aus. Und in der Regel dauert's dann um die 14 Tage meist noch länger, bis es sich dann selbständig ernähren kann. Also das unternimmt dann längere Streifzüge, sucht sich selbst die Nahrung und ja, man sagt nach acht Monaten circa endet die Kindheit, bis er dann in die weite Welt hinausfliegt.
Széchényi:
Und sich einen eigenen Horst sucht, eine eigene Partnerin sucht und so weiter. Und die Eltern, die bleiben zusammen im gleichen Horst und bleiben ein Leben lang zusammen.
Weninger:
Stimmt genau. Ja. Also, wenn die sich einmal gefunden haben und es geht nichts schief, dann bleiben die zusammen.
Das Ziel des Bartgeier-Managements in Nordtirol
Széchényi:
Das Bartgeiermanagement, das kümmert sich um den Fortbestand jetzt dieser Bartgeier-Paare, Brutpaare. Was ist das Ziel? Ist das Ziel noch mehr anzusiedeln oder was ist Ihre Aufgabe?
Weninger:
Ja, also wir wollen einmal die bestehenden Brutpaare natürlich so gut wie möglich schützen. Wir wollen aber auch, dass sich weitere Paare ansiedeln. Dadurch muss man schauen, dass der Lebensraum auch geschützt wird, wo potentielle Brutpaare oder Paare sich ansiedeln könnten. Und es ist ganz wichtig auch zu beobachten: Wie verhalten sich die Paare in dem Gebiet? Also ganz wichtig sind z.B. drei Termine: Man schaut, wann wird das Ei eingelegt, wann schlüpft der Jungvogel, wann fliegt er aus. Dann schaut man, in welche Richtung wandert der Vogel, wo wird er weiter weg noch gesichtet und das ist ein zentraler Part natürlich – das Monitoring – und ein weiterer Part ist natürlich auch die Bewusstseinsbildung der Menschen. Wir wollen, dass die Leute verstehen, dass der Bartgeier zu uns gehört in die Berge, wie man so schön sagt, er ist ein Teil des Kreislaufs unseres Ökosystems und das Ökosystem kann eben nur funktionieren, wenn der Kreislauf rund läuft. Ja, dadurch, dass der Bartgeier eben diese Knochen verwertet, ist er natürlich sehr wichtig auch bei Krankheitsausbrüchen. Also er frisst die Knochen, verwertet das Aas, verhindert dadurch Krankheitsausbrüche und ja ist somit Teil, wichtiger Teil des Kreislaufs.
Széchényi:
Wir haben es gehört am Anfang: Der Irrglaube ist immer noch da, haben sie mir erzählt. Der Irrglaube, dass – unter den Bauern auch zum Teil – dass er Gämsen und vor allem Lämmer reißt und ja sogar Kinder davon trägt. Dieser Irrglaube ist immer noch da, haben Sie erzählt.
Weninger:
Ja, leider. Und das macht mich wirklich sehr traurig, weil das biologisch und einfach wissenschaftlich belegt ist, dass der Bartgeier Knochen frisst und Aas, den Menschen nichts tut, dem Tier in dem Sinn nichts tut und es wird eine große Aufgabe sein, das Wissen zu vermitteln, dass eben der Bartgeier ein sehr friedliches Tier ist und keinem etwas zu Leide tut.
Wo kann man Bartgeier in Tirol beobachten?
Széchényi:
Es gibt schon die Möglichkeit, dass ich den Vogel sehe, oder?
Weninger:
Ja, definitiv beim Wandern raufschauen. (lacht) Also, man sieht sie vermehrt bei uns in Tirol, in Nordtirol.
Széchényi:
Weil man sieht ja unter Umständen ja nicht nur einen von diesen sechs Brutpärchen, die da sind, sondern er hat eine enorme nicht nur Spannweite, sondern auch riesige Flugbahn.
Weninger:
Ja, vor allem es sind ja nicht nur die Brutpaare, die bei uns da sind, es sind noch weitere Paare in Nordtirol, die eben vielleicht noch keine erfolgreiche Brut gehabt haben. Und dann kommen natürlich die ganzen Jungvögel dazu und uns besuchen regelmäßig Jungvögel von der Schweiz, von Italien, also die kommen von überall her und versuchen natürlich ein Territorium zu finden und sich da etwas aufzubauen. Und wenn man wandert, dann sollte man speziell die schönen Berghänge beobachten, weil die Tiere natürlich gerne die Thermik nutzen und dann an den Berghängen entlang sich nach oben gleiten lassen …
Széchényi:
… ohne Flügelschlag. Also, so erkenne ich ihn dann wahrscheinlich auch. Also ziemlich großes Tier, das also kaum mit den Flügeln schlägt. Bartgeier, warum eigentlich, hat er einen Bart?
Weninger:
Stimmt genau. Ja, er hat ein charakteristisches schwarzes Federbärtchen, das ihm eben den Namen gibt. Und was auch sehr speziell am Bartgeier ist, was ihn von anderen Geiern unterscheidet, ist, dass er sehr ausgeprägtes und wunderschönes Halsgefieder hat. Und das liegt daran, dass er nicht wie andere Geier im Aas sich die Nahrung beschafft, also da reinwühlt, blöd gesagt, sondern er verwertet eben die Knochen und da macht er sich auch nichts schmutzig.
Széchényi:
Es gibt eben eine der ersten Aktionen von Ihnen als Bartgeier-Beauftragte: Die Mitmachaktion zur Bartgeierzählung in ganz Tirol am 11. Oktober 2025. Was muss ich machen, damit ich mitmachen kann?
Weninger:
Ja, schön, dass Sie das erwähnen, denn wir sind natürlich auf die Mithilfe aller angewiesen. Also, jede Sichtung, die gemacht wird, wir sind um jede Sichtungsmeldung froh, weil wir so natürlich überprüfen können, wo halten sich die Tiere auf. Und diese Mitmachaktion ist etwas Länderübergreifendes, also da finden sogenannte Simultanzählungen statt. Also in verschiedenen Ländern zur gleichen Zeit sind Menschen im Gebirge unterwegs und zählen die Bartgeier, die sie sehen.
Széchényi:
Das heißt, ich melde mich bei Ihnen und Sie stellen mich dann irgendwo jetzt zum Beispiel auf der Nordkette irgendwo hin und sagen: So und jetzt schaust du mal.
Weninger:
Ganz genau. Also alle Interessierten, ich bin um jeden froh, der sich meldet. Es gibt dann genaue Anweisungen und ich erkläre, wie das Ganze abläuft und dann kriegt man von mir eben den Standort, wo man hingeht und beobachtet da. Aber es gilt auch für jeden, der einfach so an dem Tag unterwegs ist, einfach mehr die Augen offenhalten und dann, wenn man wieder heimkommt und man hat etwas gesehen, mir ein Mail schreiben. Wir haben auch so Sichtungsformular eingerichtet auf unserer Homepage unter Naturpark Ötztal beim Reiter Bartgeier, da gibt's ein eigenes Formular, da kann man alles eintragen: Wo hat man den Geier gesehen, wann hat man ihn gesehen, eventuell Fotobelege und so weiter.
Széchényi:
Also, es ist eine Zählaktion. Weiß man wie viel jetzt … wir haben es gehört 1900 irgendwann wurde ausgerottet im ganzen Alpenbogen. Wie viel sind jetzt in den Alpen?
Weninger:
Also im Alpenraum schätzt man die Population auf ca. 300 bis 400 Individuen.
Széchényi:
Das heißt, es wird eigentlich nicht mehr ausgewildert?
Weninger:
Doch, es finden noch aktiv Auswilderungen statt, aber bei uns in Tirol vorerst noch nicht. Ich sage noch nicht, denn man weiß nicht, was die Zukunft bringt.
Verabschiedung
Széchényi:
Frau Elisabeth Weninger, herzlichen Dank vom Bartgeier-Management in Nordtirol. Danke fürs Kommen. Danke fürs Gespräch.
Weninger:
Vielen Dank. Danke schön.
Széchényi:
Das war ein Podcast des Landes Tirol mit der Leiterin des Bartgeier-Managements Nordtirol Elisabeth Weninger. Als wissenschaftliche Vogelbeobachterin kann sie ihr Hobby, die Berge, mit ihrem Beruf verbinden. Der Irrglaube, dass der Bartgeier Lämmer und Gämsen jagt, hält sich auch heute noch hartnäckig. Dabei ist dieser größte Vogel Europas ganz am Ende der Nahrungskette und ernährt sich im Erwachsenenalter ausschließlich von Knochen. Das Bartgeier-Management Tirol kümmert sich um den Fortbestand dieser seltenen für das Ökosystem im Hochgebirge wichtigen Greifvögel. „Ins Land einhören“, den Podcast des Landes Tirol findet ihr auf allen gängigen Podcast Plattformen auf YouTube und auf www.tiol.gv.at/podcast. Danke fürs Zuhören und fürs Zusehen. Bis zum nächsten Mal sagt Dennis Széchényi.