Mit Zottler, Melcher und Hexen zog die Fasnacht erneut ins Landhaus ein: Nach mehreren Brauchtumsgruppen aus Tirol präsentierten sich nun die Thaurer Jungmuller und luden Landeshauptmann Anton Mattle sowie die Landesregierung zum heurigen Thaurer Mullerlauf am 8. Februar ein. Die Kinder und Jugendlichen gaben einen lebendigen Vorgeschmack auf das bunte Treiben der Fasnacht.
Die Thaurer Muller gehören zu den sogenannten Martha-Dörfern – Mühlau, Arzl, Rum, Thaur und Absam – die diesen besonderen Fasnachtsbrauch seit Jahrhunderten pflegen und sich jährlich in der Organisation des großen Umzugs abwechseln. Mit kunstvoll geschnitzten Holzlarven, aufwendig gestalteten Gewändern und festgelegten Figurenfolgen symbolisiert das Mullen den Übergang vom Winter zum Frühling und wird von Generation zu Generation weitergegeben. Eine Besonderheit in diesem Jahr bildet der Krameter: In Thaur tritt diese Figur nur beim großen Mullerlauf alle vier bis fünf Jahre auf. Mit seiner ernsten, geschnitzten Larve und einem Kostüm aus Wacholderzweigen führt er den Lauf an und ziert auch das offizielle Plakat, gestaltet von der Tiroler Künstlerin Patricia Karg.
„Die Thaurer Muller zeigen eindrucksvoll, wie lebendig und vielfältig unser Tiroler Brauchtum ist. Fasnacht lebt vom Miteinander und von der Weitergabe dieser Traditionen an die jungen Generationen. Ich freue mich auf den diesjährigen Mullerlauf und wünsche einen gelungenen Umzug“, betont LH Mattle. Neben Vereinsvertretern waren auch die Thaurer Schützen als Mitorganisatoren sowie Ursula Mattersberger von der Kinderkrebshilfe Tirol vor Ort, denen ein Teil der Einnahmen zugutekommt.



