- Förderung von besonderen Persönlichkeiten in der Sparte Darstellende Kunst
- Preis mit 5.000 Euro dotiert
- Jury schlägt PreisträgerIn vor
- Vergabe beim „Fest der Kultur“ im Haus der Musik in Innsbruck
Mit dem „Preis des Landes Tirol für Darstellende Künste – Tobias Moretti Preis“ wird der professionelle Darstellende Bereich in all seinen Facetten stärker in den Fokus gerückt. 2026 wird der Preis erstmals vergeben. Kulturreferent LH Anton Mattle und Schauspieler Tobias Moretti präsentierten heute, Mittwoch, im Brux – Freies Theater Innsbruck Intentionen und Eckpunkte zur Auszeichnung, die mit 5.000 Euro dotiert ist. Die Verleihung des Preises durch LH Anton Mattle erfolgt beim Fest der Kultur im Herbst 2026 im Haus der Musik.
„Die Vergabe von Preisen ist ein wichtiges Element der Kulturförderung des Landes und dient dazu, besondere kulturelle Leistungen zu würdigen und Künstlerinnen und Künstler in ihrer Weiterentwicklung zu unterstützen. Gleichzeitig geht es auch darum, die Bedeutung von Kunst und Kultur für unsere Gesellschaft stärker sichtbar zu machen“, betont LH Mattle. Der Preis wurde anlässlich der Verleihung des Europäischen Kulturpreises an Tobias Moretti im Jahr 2021 und in Anerkennung seiner Verdienste um die Tiroler Kulturlandschaft ins Leben gerufen. „Wir wollen damit besondere Persönlichkeiten in der gesamten Sparte Darstellende Kunst fördern, deren künstlerische Weiterentwicklung stärken und herausragenden Leistungen würdigen“, sagt LH Mattle. Neben dem Volksbühnenpreis zur Anerkennung besonders innovativer und qualitätsvoller Projekte der vielen außerberuflichen Theatergruppen in Tirol gibt es somit erstmals einen Preis im Bereich der professionellen Darstellenden Kunst.
Auch Schauspieler und Namensgeber des Preises Tobias Moretti freut sich über die Würdigung dieses Kunstbereichs: „Über die Jahrzehnte hat Tirol in der dramatischen Kunst so viel Eigenheit und Qualität hervorgebracht, dass es mich besonders freut, dass es dafür jetzt einen Preis und eine eigene Anerkennung gibt. Obwohl wir - historisch gesehen - ein kulturelles Selbstverständnis in unseren Tirolischen Provinzen gehabt haben, gibt es doch in unserer Mentalität eine Verspreizung in sich selbst, nicht zum Absprung bereit. Aus dieser Spannung ergibt sich eine Sehnsucht zu entkommen - gerade im Schauspiel - und über sich hinauszuwachsen. Was sich Brecht unter einem widerspenstigen, zwangskultivierten, anarchischen Charakter vorgestellt haben mag, kann im besten Fall zu einer dramatischen, ganz und gar unprovinziellen Qualität werden, in all ihren Facetten und Verschiedenheiten. Hans Brenner, Guntram Bratia, Lisa Wentz, Händl Klaus, Julia Gschnitzer sind Beispiel genug dafür.“
Der Preis wird alle zwei Jahre auf Vorschlag einer Jury aus Kultur, Medien und Feuilleton vonseiten der Tiroler Landesregierung vergeben. Zur Jury zählen Christine Dössel (Theaterkritikerin der Süddeutschen Zeitung), Karin Bergmann (ehemalige Direktorin des Burgtheaters und Theaterfachfrau), Joachim Leitner (Kulturredakteur, Tiroler Tageszeitung) und Martin Leutgeb (österreichischer Schauspieler). Tobias Moretti ist beratendes Mitglied. Der Preis kann an Persönlichkeiten vergeben werden, die im darstellenden Bereich (Schauspiel, Musiktheater, Regie, Bühnendichtung etc.) tätig und durch Geburt, Wohnsitz oder künstlerisches Schaffen dem Land Tirol verbunden sind.
Eine Übersicht sämtlicher Kunst- und Kulturpreise des Landes Tirol findet sich unter www.tirol.gv.at/kunst-kultur/preise/.



