- Bis zu 200.000 Euro Förderung für Einzel- und Kooperationsprojekte
- Beauftragte Studie untersuchte Stand der digitalen Souveränität in Tirols Wirtschaft – Ergebnisse als Basis für Ausschreibung
Wie digital unabhängig sind Tirols Betriebe? Dazu hat die Standortagentur Tirol eine Studie in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse zeigen: Heimischen Unternehmen ist die digitale Souveränität wichtig. Sie sind jedoch mit Herausforderungen wie hohen Kosten oder unzureichendem Wissen über Potenziale und Anwendungsmöglichkeiten konfrontiert. Hier setzt das Land Tirol an: Auf Initiative von Wirtschafts- und Digitalisierungslandesrat Mario Gerber startet das Land eine thematische Ausschreibung, mit der Projekte in diesem Bereich gezielt unterstützt werden. AntragstellerInnen erhalten die Möglichkeit, ihr Vorhaben im Rahmen eines Hearings vor einer Fachjury zu präsentieren. Auf ausgewählte Projekte warten bis zu 200.000 Euro an Förderung. Die Ausschreibung startet am 15. Februar und endet am 15. Mai 2026.
„Im Kontext von Cybersicherheit, technologischer Unabhängigkeit und internationaler wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit gewinnt die digitale Unabhängigkeit zunehmend an Relevanz. Um Tirol als zukunftsfähigen, innovationsgetriebenen und allen voran widerstandsfähigen Wirtschaftsstandort weiterzuentwickeln, braucht es Unternehmen, die mutig und selbstbewusst ihre eigenen digitalen Wege beschreiten. Mit der Landesförderung setzen wir hier einen klaren Impuls – wir unterstützen gezielt jene Betriebe, die digitale Schlüsseltechnologien aktiv einsetzen und damit Tirols digitale Eigenständigkeit stärken“, betont LR Gerber.
Gefördert werden Leuchtturmprojekte in folgenden Schlüsseltechnologien: „Cloud-Technologien“, „Big Data und Data Analytics“, „Daten und Datenökosysteme“ sowie „Künstliche Intelligenz und Machine Learning“.
67 Tiroler Unternehmen und ExpertInnen befragt
Die Ausschreibung baut inhaltlich auf der Studie „Digitale Souveränität Tirol – Unterstützung der digitalen Souveränität und Stärkung eines zukunftsfähigen und nachhaltigen Wirtschaftsstandorts Tirol“ auf. Sie wurde im Auftrag der Standortagentur Tirol von der Brimatech Services GmbH durchgeführt. Befragt wurden 67 Tiroler Unternehmen aller Größenklassen sowie ExpertInnen aus Wirtschaft, Forschung und Interessensvertretungen.
„Die Studie macht klar, dass viele Tiroler Betriebe den Mehrwert digitaler Schlüsseltechnologien erkennen, aber noch Unterstützung bei der Umsetzung benötigen.Digitale Souveränität ist strategisch essenziell, doch es fehlt oft an Know-how und Ressourcen in KI, Cloud-Lösungen und Datenmanagement. Die Ausschreibung des Landes bietet nicht nur eine gezielte Förderung, sondern auch Vernetzung und Weiterbildungsmöglichkeiten – ein entscheidender Impuls für selbstbestimmte Digitalisierung in Tirol“, erklärt Marcus Hofer, Geschäftsführer der Standortagentur Tirol.
Begleitung und Sichtbarkeit für geförderte Projekte
Gefördert werden Einzel- und Kooperationsprojekte von Unternehmen, Vereinen, Tourismusverbänden, Gemeinden oder Hochschulen mit Sitz in Tirol. Die Förderung beträgt bis zu 100 Prozent der förderbaren Kosten, für Unternehmen ist der Fördersatz mit 30 Prozent beschränkt. Insgesamt sind pro Projekt bis zu 200.000 Euro Förderung möglich, bei Gesamtkosten von maximal 500.000 Euro.
Darüber hinaus werden die geförderten Leuchtturmprojekte durch die Landesinitiative digital.tirol begleitet und sichtbar gemacht. Zudem erhalten sie Zugang zum Netzwerk rund um das Thema digitale Souveränität mit regelmäßigen Austausch-Foren, Webinaren und Best-Practice-Workshops.
Alle Informationen zur thematischen Ausschreibung finden sich auf der Website des Landes.
Die Studie der Standortagentur Tirol zum Stand der digitalen Souveränität in Tirols Wirtschaft steht auf der Website der Standortagentur Tirol zur Verfügung.
