- 2025: 300.000 Radfahrten mehr registriert als im Vorjahr
- Land Tirol investierte im letzten Jahr sieben Millionen Euro in Radweginfrastruktur
- Mitmach-Aktion „Tirol radelt“ motiviert im Alltag
Radfahren ist gesund, für viele gut in den Alltag integrierbar und schont die Umwelt: Immer mehr Menschen in Tirol treten täglich fleißig in die Pedale – das zeigen die aktuellen Zahlen von den insgesamt 44 Radzählstellen in Tirol. Sie registrierten insgesamt 11,4 Millionen Fahrten – um 300.000 (drei Prozent) mehr als noch 2024. Betrachtet man Tirol ohne Innsbruck, gab es sogar einen Anstieg von vier Prozent. Damit die fleißigen Alltags- und FreizeitradlerInnen in Tirol auch eine sichere und gute Infrastruktur vorfinden, investiert das Land Tirol laufend in den Ausbau von Radwegen und unterstützt Gemeinden und Tourismusverbände mit Förderungen. „2025 wurden insgesamt sieben Millionen Euro in Radwegprojekte investiert. Unser Ziel: Die Radweginfrastruktur stetig weiter ausbauen, dadurch die Alltagsmobilität der Tirolerinnen und Tiroler verbessern und gleichzeitig auch attraktive Radwanderwege, Mountainbikerouten und Single Trails für Freizeit und Tourismus bereitstellen“, so LHStv Philip Wohlgemuth.
Beispielsweise wurden im Bezirk Innsbruck-Land am Stubaitalradweg der Abschnitt Telfes – Unterberg fertiggestellt, die Unterführung in Mieders gebaut und die Anbindung an den Bahnhof Fritzens-Wattens umgesetzt. Im Bezirk Reutte wurde u.a. der Lechradweg bei Pflach und Musau saniert. Auch 2026 stehen wieder einige Projekte auf dem Programm. Mit Stand Ende 2025 gab es in Tirol 43 Radwanderwege mit über 1.200 Kilometern, 706 Mountainbikerouten und 209 Singletrails.
Der Ausbau der Radweginfrastruktur und auch der zunehmende Trend hin zu E-Bikes und E-Scootern schlägt sich nicht nur bei den Radzählstellen nieder. Die letzte Mobilitätserhebung des Landes aus dem Jahr 2022 zeigt ebenfalls eine Zunahme von drei Prozent beim Anteil des Alltagsradverkehrs im Vergleich zu 2011. Besonders viel geradelt wird in der Landeshauptstadt. In, nach oder ab Innsbruck wurden 2022 19 Prozent der täglichen Wege mit dem Rad oder (E-)Roller absolviert. Und auch die Radzählstellen mit dem höchsten täglichen Verkehrsaufkommen liegen in Innsbruck, wie etwa die Zählstelle Burggraben mit rund 4.000 registrierten Fahrten pro Tag im vergangenen Jahr.
„Verkehr ist einer der größten CO2-Emittenten in unserem Land. Deshalb freue ich mich über jeden Schritt zu Fuß und jeden Tritt in die Pedale, hin zur Mobilitätswende. Wir wissen, dass knapp die Hälfte der täglichen Wege weniger als drei Kilometer lang ist – eine Distanz, die man durchaus auch mit dem Rad zurücklegen kann. Alle Erhebungen zeigen: Wir sind in Tirol auf einem guten Weg, den motorisierten Individualverkehr zu reduzieren“, ist Mobilitätslandesrat René Zumtobel überzeugt.
Bewegung im Alltag als wesentlicher Gesundheitsfaktor
Zahlreiche Studien belegen, dass regelmäßige moderate Bewegung zahlreichen Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen kann. Laut WHO senkt ein aktiver Schul- oder Arbeitsweg das Risiko an einer solchen Erkrankung zu leiden um zehn Prozent. In Österreich schafft es jedoch laut aktuellen Zahlen nur rund ein Viertel der Bevölkerung, täglich genug Bewegung in den Alltag zu integrieren. Das hat auch ökonomische Auswirkungen: Rund 2,4 Milliarden Euro müssen im österreichischen Gesundheitssystem pro Jahr für die Folgen von Bewegungsmangel aufgebracht werden. „Der Alltag vieler Menschen in Tirol ist dicht getaktet – Arbeitswege, Schule, Arzttermine, Kinderbetreuung und Pflege bestimmen oft den Tagesablauf. Umso wichtiger sind einfache Möglichkeiten, Bewegung ganz selbstverständlich zu integrieren. Radfahren und Zufußgehen bieten genau das: Sie lassen sich gut in den Alltag einbauen und bringen gleichzeitig viele gesundheitliche Vorteile“, sind LHStv Wohlgemuth und LR Zumtobel überzeugt.
Auf die Plätze, fertig, radeln: Start für „Tirol radelt“ 2026
Eine Initiative zur Förderung des Radfahrens im Alltag ist „Tirol radelt“. Von 20. März bis 30. September können alle mit dem Rad zurückgelegten Wege mit der Österreich radelt-App oder direkt auf der Website eingetragen werden. Geradelt werden kann auch für eine Gemeinde, den Arbeitgeber, eine Bildungseinrichtung oder einen Verein – so entsteht ein spielerischer Wettkampf und am Ende des Sommers werden unter allen TeilnehmerInnen, die mehr als 100 Kilometer geradelt sind, tolle radbezogene Preise verlost. Die Aktion ist ein voller Erfolg: 2025 nahmen 7.000 Personen daran teil und fuhren gemeinsam mehr als sechs Millionen Kilometer.

