Projekt DigiBioDiv
Quantitative Waldstrukturbeschreibung mit Hilfe hochaufgelöster Fernerkundungsdaten als Grundlage für forstpraktische Biodiversitätsentwicklungsprogramme
Das bayerisch-österreichische Grenzgebiet ist eine artenreiche und ökologisch sensible Region. Wälder spielen eine bedeutsame Rolle bei der Sicherung von Biodiversität, der Klimawandel sorgt für einen raschen Wandel, Risiken für den Wald steigen.
Durch das Projekt soll eine quantifizierbare Waldstrukturbeschreibung erfolgen, welche Aussagen über Biodiversitätsrelevante Indices ermöglicht und die Grundlage eines langfristigen Biodiversitätsmonitorings bietet. Konventionelle Erhebungsmethoden sollen dabei durch moderne Laserscan-Technologien (LiDAR) ersetzt werden. Die Kombination aus unterschiedliche LiDAR-Daten (Airborne (ALS) und terrestrischem Handheld Laserscanning (PLS)) soll ein Gesamtbild ergeben, mit welchem für die Biodiversität relevante Merkmale auf unterschiedliche Erhebungspunkte (Waldinventur/ Wirtschaftspläne) erfasst werden können.
Geplant sind zwei komplementäre Ansätze:
- Bayern: ALS zur großräumigen Beschreibung des gesamten Bayerischen Programmgebietes. Hiermit sollen Waldstrukturindizes erarbeitet und bestimmt werden.
- Tirol: zusätzlich zu den ALS Befliegungen, welche vom LWF durchgeführt werden, finden terrestrische Erhebungen mithilfe eines personengetragenen Laserscans (PLS) statt. (Anschaffung eines PLS ist erforderlich).
Die bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) übernimmt die Leadpartnerschaft. Neben der Landesforstdirektion Tirol ist die Universität Innsbruck als Projektpartner beteiligt und unterstützt uns mit fachlichen KnowHow bei der Prozessierung und Analyse der LiDAR-Daten.
Folgende Ziele werden mit diesem Projekt verfolgt: eine grenzüberschreitende Beschreibung der biodiversitätsrelevanten Waldstruktur in Hinsicht auf Struktur- und Habitatvielfalt. Im Rahmen des Projekts soll dies im laufenden Forsteinrichtungsgebiet: Erl-Niederndorferberg erfolgen. Darauf aufbauend soll die Grundlage für ein langfristiges und landesweites Biodiversitätsmonitoring, dass auf den Inventurpunkten der Waldwirtschaftspläne (Operate) aufsetzt, entwickelt werden.
Die Ergebnisse werden dazu verwendet um in Waldwirtschaftsplänen den Zustand Biodiversität durch verschiedene Indizes umfassend abbilden zu können. Außerdem werden in Schulungen und Fortbildungsveranstaltungen moderne Methoden der Forsteinrichtung und Biodiversitätscharakterisierung für die Praxis vorgestellt.

