Anlagensicherheit

Hier ist ein Produktionsbetrieb dargestellt.

Die Richtlinie 2012/18/EU (Seveso III-Richtlinie) hat die Verhütung von schweren Unfällen mit gefährlichen Stoffen und die Begrenzung der Unfallfolgen für Mensch und Umwelt zum Ziel. Der Anwendungsbereich der Richtlinie ergibt sich ausschließlich aus dem Vorhandensein und dem Überschreiten von in der Richtlinie festgelegten gefährlichen Stoffen und deren Mengenschwellen. Durch eine Überschreitung ergeben sich sowohl für den Betreiber als auch für die Behörden vorgegebene Pflichten, die sich an der Größenordnung der jeweiligen Mengenschwellen orientieren. So hat die Behörde systematisch und planmäßig Inspektionen durchzuführen, deren Ziel die Einhaltung des Standes der Technik zur Vermeidung und Begrenzung schwerer Unfälle ist. Hier werden auch Audits der Sicherheitsmanagementsysteme durchgeführt. Weiters wird die Entwicklung der Flächenwidmung um Seveso-Betriebe überwacht und die für die externe Notfallplanung zuständigen Behörden durch Erstellung und Prüfung von Ausbreitungsszenarien unterstützt.

In Tirol sind derzeit 13 Betriebe gemeldet, die der Seveso III-Richtlinie unterliegen. Davon zählen 7 Betriebe zu den Betrieben der "unteren Klasse" und 6 Betriebe zu jenen der "oberen Klasse".

Die Abteilung ESA betreut federführend die fachlichen Agenden des Seveso-Regimes und stellt die Ländervertreter des Bundesländerarbeitskreises (BLAK) Seveso. Dieses Gremium befasst sich mit sämtlichen Fragen bezüglich Industrieunfallrecht in Österreich. Für bestimmte Teilgebiete wurden sogenannte "Empfehlungen" verabschiedet, die dem Ziel einer einheitlichen Anwendung der Bestimmungen der Richtlinie in den nationalen Umsetzungen dienen sollen.

BLAK-Empfehlungen:

 

Ihr erster Ansprechpartner für Anlagensicherheit ist Dipl.-Ing.(FH) Matthias Hussl.