- LRin Pawlata überreichte bei Feierlichkeit im Landhaus Innsbruck zum dritten Mal den Tiroler Frauenpreis
- Insgesamt 29 nominierte Frauen
Als Wegbegleiterin, Mutmacherin und Brückenbauerin bezeichnete Frauenlandesrätin Eva Pawlata heute, Montag, in ihrer Festansprache die Trägerin des diesjährigen Tiroler Frauenpreises: Farimehr Mirzakhani-Soldouzi. Die gebürtige Iranerin lebt seit den 1980er-Jahren in Österreich und wurde für ihr jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement für Frauen und Mädchen ausgezeichnet. Die von LRin Pawlata initiierte Auszeichnung würdigt Frauen, die sich in besonderer Weise für die Gleichstellung der Geschlechter in Tirol verdient gemacht haben. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wurde heuer zum dritten Mal verliehen. Insgesamt wurden 29 Nominierungen eingereicht. Eine fünfköpfige Expertinnenjury unter dem Vorsitz der Landesrätin sichtete und beurteilte die Einreichungen.
„Farimehr Mirzakhani-Soldouzi leistet seit Jahrzehnten einen wichtigen Beitrag zur Gleichstellung, indem sie Frauen und Mädchen begleitet, unterstützt und stärkt, ihren eigenen Weg zu gehen. Gleichzeitig hat sie über Jahre gewachsene Räume für Frauen und Mädchen geschaffen, die die Verbindung zur eigenen Herkunft stärken und gesellschaftliche Teilhabe fördern – und damit gezeigt, dass das untrennbar zusammengehört“, betont LRin Pawlata und führt aus: „Der Tiroler Frauenpreis holt das Engagement von Frauen vor den Vorhang und schafft Sichtbarkeit für Leistungen, die vielfach abseits großer Bühnen stattfinden – gerade auch in ehrenamtlichen, betreuungsnahen, kulturellen und bildungsbezogenen Bereichen.“
Zur Preisträgerin
Nach ihrem Informatikstudium in London übersiedelte Farimehr Mirzakhani-Soldouzi 1983 nach Wien, wo sie sich der Unterstützung iranischer Familien widmete – insbesondere von Frauen, die nach Österreich geflüchtet waren. Gemeinsam mit anderen in Wien lebenden iranischen Frauen gründete sie dort den Verein „GIF – Gesellschaft unabhängiger iranischer Frauen“. Seit den frühen 1990er-Jahren ist Innsbruck ihr Lebensmittelpunkt. Hier war sie Mitgründerin des „Iranischen Kulturvereins in Tirol“. Darüber hinaus engagierte sie sich unter anderem im Verein „arge-Schubhaft“ – bekannt durch das Projekt „FLUCHTpunkt“ –, bei „Frauen für Frauen“, bei „Frauen aus allen Ländern“ sowie im Diakonie Flüchtlingsdienst. 2015 initiierte sie in Innsbruck einen Farsi-Unterricht für Kinder, insbesondere für Mädchen. Seit 2017 wird das Projekt von der Bildungsdirektion Tirol gefördert. Heute lernen dort über 130 SchülerInnen Farsi.
Breit aufgestellte Jury
Die Jury unter dem Vorsitz von LRin Pawlata setzte sich in diesem Jahr aus Silvia Lieb (Vorstandsvorsitzende Moser Holding AG für den Bereich Kommunikation), Sabine Ludwig (Direktorin des Instituts für Diversität in der Medizin an der Medizinischen Universität Innsbruck für den Bereich Wissenschaft), Martina Pletzenauer (CEO BiologoN GmbH für den Bereich Wirtschaft und Arbeit) und Doris Stauder (Geschäftsführerin Verein Frauen gegen VerGEWALTigung für den Bereich Frauen und Gleichstellung) zusammen.




