Geschlechter- bzw. diversitätssensible Menschen
Geschlechter- und diversitätssensible Medizin geht davon aus, dass Gesundheit, Krankheit und medizinische Versorgung nicht für alle Menschen gleich sind, sondern sowohl von biologischen Unterschieden („sex“), als auch von sozialen Geschlechterrollen und Identitäten („gender“) beeinflusst werden.
Neben geschlechtsspezifischen Aspekten berücksichtigt sie auch weitere Diversitätsmerkmale wie Alter, soziale Lage, kulturellen Hintergrund, Behinderung oder sexuelle Orientierung (Stichwort Intersektionalität[ZK1] ). Diese beeinflussen Krankheitsverläufe, Diagnosen, Therapieentscheidungen und den Zugang zum Gesundheitssystem.
Ziel ist eine bedarfsgerechte, gerechte und qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung, die Unterschiede anerkennt, Benachteiligungen reduziert und die Bedürfnisse von Frauen und benachteiligten Gruppen stärker in den Mittelpunkt stellt.