Antrittsbesuch des neuen Teams der „Klangspuren Schwaz“ bei LRin Palfrader

  • Tiroler Festival für neue Musik findet von 10. bis 26. September 2021 unter dem Motto „Transitions“ statt
  • Künstlerische Leitung erstmals auch in Frauenhand

Kulturlandesrätin Beate Palfrader begrüßte Clara Iannotta und Christof Dienz, die im Duo das neue künstlerische Leitungsteam des Tiroler Festivals für neue Musik „Klangspuren Schwaz“ bilden, gemeinsam mit Vereinsobmann Thomas Larcher und Geschäftsführerin Maria Salchner in ihrem Büro im Landhaus. „Die ‚Klangspuren‘ sind aus der Tiroler Kulturlandschaft nicht wegzudenken. Ich bin davon überzeugt, dass Iannotta und Dienz die herausragende Arbeit des bisherigen Leiters, Reinhard Kager, fortführen und in ihrem Sinne weiterentwickeln werden“, sagte LRin Palfrader. Mit Thomas Larcher wurde vor Kurzem auch die Funktion des Vereinsobmanns neu besetzt. „Der Mitbegründer der ‚Klangspuren‘ und international renommierte Komponist wird das Festival durch sein Wissen und seine Kompetenz bereichern.“ Larcher wurde vor zwei Wochen mit dem Tiroler Landespreis für Kunst geehrt. Als Geschäftsführerin zeichnet seit Februar Maria Salchner verantwortlich, die von der langjährigen Geschäftsführerin und Vereinsobfrau in Personalunion Angelika Schopper übernommen hat.

Das künstlerische Leitungsteam nimmt nun für die Saison 2022 seine Arbeit auf. Während des Besuchs kündigten Iannotta und Dienz an, das Festival einem breiteren Publikum zugänglich machen zu wollen: „Unser Plan ist es, das musikalische Spektrum zu öffnen und zu erweitern, um mehr Menschen anzusprechen. So können wir uns vorstellen, dass sich bei den Klangspuren auch Platz für Kollaborationen mit dem Jazz- und Popbereich entwickeln.“ Öffentlichkeitswirksam ist auch das Pop-Up-Büro der Klangspuren, das seit kurzem in Schwaz als sichtbares Zeichen für das Musikfestival dient und in dem man Geschäftsführerin Maria Salchner und ihr Team antreffen und sich über Klangspuren informieren und austauschen kann.

Über die künstlerische Leitung

Die Italienerin Clara Iannotta ist als Komponistin und Kuratorin international bekannt. Neben ihrem künstlerischen Schaffen und der Zusammenarbeit mit zahlreichen Ensembles und DirigentInnen wurde sie 2013 zur künstlerischen Leiterin der Bludenzer Tage zeitgemäßer Musik ernannt und hat mit ihrem kuratorischen Ansatz das Festival seither zu mehr Publikum und zu höherer Programmvielfalt geführt. Iannotta lebt in Berlin.

Der Tiroler Christof Dienz ist seit fast 30 Jahren als Komponist, Interpret und Veranstalter tätig. Er war Gründer mehrerer Ensembles – am bekanntesten davon „Die Knödel“ – und spielte als Fagottist für das Bühnenorchester der Wiener Staatsoper. Seine Werke werden in zahlreichen Häusern und bei Festivals gespielt. Von 2012 bis 2016 war er künstlerischer Leiter des Festivals „fmRiese – Forward Music Festival“ in Wattens.

Über das diesjährige Programm

Beim Eröffnungskonzert am 10. September treffen verschiedene musikalische Genres aufeinander: Das Tiroler Symphonieorchester Innsbruck führt ein Konzert für elektrisches Keyboard, Percussion und afrikanische Batá-Trommeln sowie ein Stück mit einer solistischen E-Gitarre auf. 

Außergewöhnliche Vielfalt vermitteln auch die beiden Artists in Residence, die rumänisch-deutsche Komponistin Adriana Hölszky und der in Berlin lebende Improvisationskünstler Frank Gratkowski. Die traditionelle Klangwanderung am 19. September führt in diesem Jahr entlang der Spuren der „Zillertaler Inklinanten“, Tiroler ProtestantInnen, die 1837 das Land verlassen mussten. 

In der großen Tennishalle von Schwaz präsentiert Wolfgang Mitterer eine Uraufführung mit zahlreichen Tiroler Musikgruppen. Neben Konzerten mit dem Quatuor Diotima, dem Jack Quartet und dem Ensemble PHACE wird mit dem Wiener Akusmonium auch Elektronik geboten.