Über Tirol hinaus

Chancen und Herausforderungen

Paragleiter fliegt über Bergspitzen

Der Abbau von Grenzen bringt Chancen und Herausforderungen mit sich. In zunehmenden Maße werden raumrelevante Maßnahmen auf EU- oder internationaler Ebene vorgenommen. Für das Transitland Tirol ist es wichtig an Konzeption und Ausbau einer neuen europäischen Verkehrsinfrastruktur teilzuhaben. Tirol als Teil des ökologisch sensiblen Alpenraumes soll auch in Zukunft alle Funktionen eines hochwertigen Lebens- und Wirtschaftsraumes erfüllen können.

Europäische Raumentwicklung

Angesichts der vielfältigen Verflechtungen kommt der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit besondere Bedeutung zu. Das Europäische Raumentwicklungskonzept betont die Notwendigkeit einer ausgewogenen und nachhaltigen Entwicklung. Die EU-Regionalpolitik schafft mit ihren Programmen und Initiativen Netzwerke der Zusammenarbeit zwischen regionalen und lokalen Akteuren. Das Verbindende über Grenzen hinweg vermag am Beispiel des INTERREG IIIA-Projektes Tirol Atlas augenscheinlich sichtbar gemacht werden.

Raumplanung im Alpenraum

Unter den auf Berggebiete bezogenen Regelungen kommt der Alpenkonvention aufgrund ihres völkerrechtlich verbindlichen Charakters besonderer Stellenwert zu. Die Durchführungsprotokolle wie jenes zum Thema „Raumplanung und nachhaltige Entwicklung“ enthalten eine Fülle von Vorgaben und Handlungsanweisungen in Bezug auf eine nachhaltige Raumentwicklung. Auch die Zusammenarbeit in der seit 1972 bestehenden ARGE ALP ist stark von raumordnungsrelevanten Themen geprägt. Ihre Hauptaufgabe liegt darin, in wichtigen, die alpinen Regionen gemeinsam berührenden Fragen abgestimmte Positionen zu erarbeiten und gleichermaßen im Innenverhältnis umzusetzen wie auch gegenüber außeralpinen Institutionen zu vertreten.

Nationale Koordination der Raumordnung

Die innerösterreichische Kooperation und Koordination erfolgt mangels einer bundesstaatlichen Rechtsgrundlage auf freiwilliger Basis im Rahmen der Österreichischen Raumordnungskonferenz (ÖROK). Diese Plattform gebildet von Bundesministerien, Ländern, Gemeindebünden und Interessensvertretungen ist auch deshalb wichtig, da ansonsten das Bindeglied zwischen den regionalpolitischen Aktivitäten der Europäischen Union und jenen der Länder und Gemeinden fehlen würde. Das Österreichische Raumentwicklungskonzept gibt eine im Konsens erarbeitete längerfristige Orientierung zu 6 vorrangigen Themen der räumlichen Entwicklung in Österreich.

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