- Naturparke verbinden Naturschutz, Wissen und Naturerlebnis in den Regionen
Vom Lechtal über den Kaunergrat und die Ötztaler Alpen bis zum Karwendel und den Zillertaler Alpen: Die fünf Tiroler Naturparke erstrecken sich über rund 15 Prozent der Landesfläche und sind zentrale Orte für Umweltbildung und aktiven Naturschutz. Auf Antrag von Naturschutzlandesrat René Zumtobel erhalten die Naturparke für das Jahr 2026 insgesamt 270.000 Euro Förderung für ihre Jahresprogramme. Das beschloss die Tiroler Landesregierung und sorgt damit dafür, dass das vielfältige Angebot für Einheimische und Gäste auch 2026 gesichert ist. Die Natur in den Regionen wird auf vielfältige Weise erlebbar: von geführten Touren durch hochalpine Landschaften und Familienangeboten wie dem „Tuxer Riesen“ im Zillertal über Exkursionen zu Biber, Libellen oder Fledermäusen am Tiroler Lech bis hin zu Themenwanderungen, Sonnenaufgangstouren und Jubiläumsveranstaltungen im Ötztal. Gleichzeitig werden gezielt Projekte zum Schutz von Arten und Lebensräumen umgesetzt – insgesamt 22.500 Euro der Fördersumme sind dafür reserviert.
Für Naturschutzlandesrat Zumtobel liegt ein besonderer Mehrwert in der Verbindung von Naturschutz und Erholung: „Es ist beeindruckend, wie viel Engagement und Ideenreichtum in unseren Naturparken steckt. Sie sind Orte, an denen Natur erlebbar und Naturschutz verständlich wird. Das abwechslungsreiche Programm bietet für alle das richtige: Egal ob Naturinteressierte oder Sportbegeisterte, Erholungssuchende oder Wissbegierige.“
Zillertal: Natur soll verständlich gemacht werden
Gemeinsam verfolgen alle Naturparke Tirols das Ziel, Natur verständlich zu machen, Bewusstsein zu schaffen und die besonderen Naturschätze langfristig zu bewahren. Im Naturpark Zillertaler Alpen wird ein breites Spektrum umgesetzt: „Mit rund 220 geführten Touren, neuen Ausstellungen im Naturparkhaus Ginzling und Projekten wie dem Steinadler-Monitoring verbinden wir Naturerlebnis mit Forschung und aktivem Naturschutz. Unser Ziel ist es, die Faszination für die Hochgebirgslandschaft zu vermitteln und gleichzeitig ihre Vielfalt langfristig zu erhalten“, betont Geschäftsführer Willi Seifert.
Tiroler Lech: Abwechslungsreiche Zugänge zur Natur
Der Naturpark Tiroler Lech setzt auf abwechslungsreiche Zugänge zur Natur: „Unser Programm reicht von Exkursionen zu Biber, Libellen oder Fledermäusen bis hin zu Vorträgen und Naturkino-Formaten. Damit möchten wir Menschen jeden Alters die Vielfalt und Besonderheit unserer Lebensräume näherbringen“, erklären die Geschäftsführerinnen Nora Schneider und Lena Nicklas.
Ötztal: Naturpark im Jubiläumsjahr
„20 Jahre Naturpark Ötztal stehen für gelebten Naturschutz, nachhaltige Entwicklung und unvergessliche Naturerlebnisse. Mit unserem Jubiläumsprogramm möchten wir Einheimische wie Gäste gleichermaßen begeistern“, hebt Geschäftsführer Thomas Schmarda das Jubiläum hervor, das 2026 im Naturpark Ötztal im Fokus steht.
Karwendel: Schwerpunkt Umweltbildung
Im Naturpark Karwendel liegt der Schwerpunkt auf Umweltbildung: „Von Naturexkursionen über Junior-Ranger-Programme bis hin zu Umweltbaustellen schaffen wir vielfältige Zugänge zur Natur – besonders auch für junge Menschen. Die Bildungsarbeit ist eine zentrale Säule unserer Arbeit“, unterstreichen Anton Heufelder und Marina Hausberger.
Kaunergrat: Forschertag für Interessierte
Auch der Naturpark Kaunergrat hat ein umfangreiches Programm geplant. Geschäftsführer Ernst Partl erklärt: „Der Naturpark Kaunergrat verbindet Lebensräume vom Tal bis zu den Gletschern. Beim Forschertag wird mit Kescher und Lupe geforscht, Kräuterwanderungen eröffnen Einblicke in die Welt heimischer Pflanzen und das Naturparkhaus zeigt mit der Ausstellung ‚Magie der Vielfalt‘ sowie einem Spezialitätenmarkt regionale Besonderheiten.“
Weitere Informationen zu den Tiroler Naturparken und den einzelnen Angeboten sind unter www.naturparke.tirol zu finden.




