Fünf Jahre CareManagement Imst

Flächendeckendes Netz in allen Bezirken: CareManagement Tirol als Anlaufstelle für Fragen rund um Pflege und Betreuung

  • Bilanz 2025: Tirolweite Unterstützung für 2.720 KlientInnen 
  • CareManagement Tirol: Land Tirol investierte 1,1 Millionen Euro im Jahr 2025
  • CareManagement Tirol ist am Landesinstitut für Integrierte Versorgung (LIV) angesiedelt

Mobile Pflege, Tagesbetreuung oder Fragen zur Finanzierung – das CareManagement Tirol bietet niederschwellige Unterstützung für Betroffene und Angehörige, um die bedarfsgerechte Pflege und Betreuung zu finden. „Unsere Pflegelandschaft ist vielfältig und steht für eine Fülle unterschiedlicher Angebote. Betroffene und deren Familien stellt das oft vor eine Herausforderung. Das CareManagement Tirol ist hier die erste Anlaufstelle: Das Angebot reicht von sozialrechtlichen Fragen bis zur Organisation der Pflege – bei Bedarf auch durch Hausbesuche“, erklärt Gesundheitslandesrätin Cornelia Hagele. Anlässlich des fünfjährigen Bestehens gratuliert sie dem CareManagement Imst und sagt: „Die Koordinationsstellen in allen Bezirken bieten wohnortnahe Unterstützung. Die Beratung ist kostenlos und auf jede Lebenslage zugeschnitten.“ Tirolweit begleiteten die Care-ManagerInnen im Jahr 2025 rund 2.100 KlientInnen. Das Land Tirol stellte allein 2025 bis zu 1,1 Millionen Euro bereit, um das Unterstützungsangebot weiter zu sichern.

Landesweites Erfolgsmodell in der Pflegeberatung

Das CareManagement Tirol wurde 2019 ausgerollt und ist heute in allen Bezirken verankert. Der Großteil aller im Jahr 2025 beratenen Personen war älter als 65 Jahre. In 2.720 Fällen ging es um Erstinformation und individuelle, maßgeschneiderte Beratung. „Hinter jeder dieser Zahlen steht ein Mensch mit einer oft herausfordernden Lebenssituation. Das CareManagement beweist: Wir lassen niemanden allein – weder Betroffene noch ihre Familien“, unterstreicht LRin Hagele. Die Koordinationsstellen fungieren dabei als Drehscheibe zwischen Betroffenen, Angehörigen, Pflegeeinrichtungen, ÄrztInnen und Behörden. Ziel ist eine bestmögliche Versorgung ohne Umwege.

Große Nachfrage im Bezirk Imst

Die Zahlen zeigen auch, dass Betroffene das Angebot im Bezirk Imst annehmen: Insgesamt führten die CareManagerInnen 2025 insgesamt 247 Beratungen durch. Besonders häufig suchten pflegende Angehörige Unterstützung, gefolgt von Pflegeorganisationen und Betroffenen selbst. „Mit dem fünfjährigen Jubiläum in Imst zeigt sich: Das CareManagement ist zu einem unverzichtbaren Bestandteil der örtlichen Pflegeangebote geworden“, so Gesundheitslandesrätin Hagele. Der Großteil der KlientInnen im Bezirk Imst ist über 65 Jahre alt, aber auch jüngere Menschen sowie fünf Minderjährige wurden begleitet. Inhaltlich standen beim CareManagement Imst vor allem Fragen zur mobilen Pflege und Betreuung, zu finanziellen Leistungen sowie zu sozialrechtlichen Themen im Mittelpunkt. Insgesamt hielten die Care-ManagerInnen mehr als 100 Vernetzungstreffen, Informationsgespräche, Konferenzen und Vorträge ab.

Regionale Drehscheibe für Pflege und Betreuung

Die CareManagement-Standorte bilden heute ein flächendeckendes Netz in Tirol: „Betroffenen und Angehörigen zeigen wir rasch und unkompliziert den richtigen Weg durch das Angebot“, erklärt Gabriele Schiessling, Landeskoordinatorin des CareManagement Tirol. Gleichzeitig fungiert das CareManagement als verbindendes Element: „Neben der direkten Unterstützung und Beratung von Pflegebedürftigen und Angehörigen dienen die Koordinationsstellen als Vernetzungsstelle zwischen den verschiedenen Akteuren im Pflegebereich wie Behörden, sozialen Einrichtungen, Bezirkshauptmannschaften, Gemeinden sowie Pflegeanbieterinnen und Pflegeanbietern. Durch zahlreiche Vernetzungstreffen und Helfer-Konferenzen werden Einrichtungen noch besser vernetzt und dadurch eine optimale Lösung für Pflegebedürftige gefunden. Das sorgt für ein nahtloses Ineinandergreifen der Angebote und eine bessere Lebensqualität der Betroffenen.“ Besonderes Augenmerk liegt laut Schiessling auch auf Kindern und Jugendlichen, die als „Young Carers“ – sogenannte pflegende Angehörige – Familienmitglieder unterstützen und pflegen. 

Der Vorstand des Landesinstituts für Integrierte Versorgung Tirol (LIV), Bernhard Pfeifer, streicht die grundsätzliche Bedeutung für die regionale Versorgung heraus: „Die Koordinationsstellen für Pflege und Betreuung schließen eine entscheidende Lücke in den Bezirken. Sie stärken die wohnortnahe Versorgung und sorgen dafür, dass die bestehenden Anbieter und Angebote optimal zusammenspielen – ohne Parallelstrukturen zu schaffen.“ Gerade die enge Abstimmung mit mobilen und stationären Einrichtungen sei entscheidend: „Durch diese koordinierte Zusammenarbeit finden wir schnell die passenden Lösungen – auch in komplexen Pflegesituationen“, meint Pfeifer abschließend.


Factbox: CareManagement Tirol

Das Beratungs- und Koordinationsangebot richtet sich an alle, die sich mit Pflege- und Betreuungssituationen konfrontiert sehen – als Betroffene, Angehörige oder Fachkräfte. Die bezirksweiten Koordinationsstellen stehen für eine ganzheitliche Pflegeunterstützung in Tirol und leisten so einen wichtigen Beitrag zur Entlastung von Familien und zur Verbesserung der Pflegesituation vor Ort. Die Kontaktaufnahme ist niederschwellig per Telefon oder E-Mail möglich. 

Weitere Infos und Kontaktdaten finden sich auf der Website des CareManagement Tirol.