„Frag den LH“ im Mai: Von Zukunftstechnologien, Krisen und Tirols Ressourcen

Zu Gast im Landhaus: die 2. Klasse der HTL Chemie aus Kramsach

  • Stellvertretend für die Klasse stellten Florian Wenzel und Alexandra Götz die Fragen
  • Themen: Künstliche Intelligenz und Arbeitsmarkt, steigende Kosten durch globale Krisen sowie die Wasserversorgung in Tirol

Monatlich begrüßt Landeshauptmann Anton Mattle eine Schulklasse in seinem Büro im Landhaus und stellt sich deren Fragen. In der Mai-Ausgabe von „Frag den LH“ saßen ihm 22 SchülerInnen der HTL Kramsach aus dem Schwerpunkt „Chemische Betriebstechnik“ gegenüber. Stellvertretend für die Klasse stellten Florian Wenzel und Alexandra Götz ihre Fragen. Die Themen reichten von Arbeitsmarkt und Künstlicher Intelligenz über die Auswirkungen internationaler Krisen auf die Lebenshaltungskosten bis hin zur Wasserversorgung in Tirol. Das ganze Gespräch ist unter www.youtube.com/@UnserLandTirol abrufbar.

KI: LH Mattle für europaweiten Rechtsrahmen

Dass Künstliche Intelligenz viele Möglichkeiten bietet, aber auch Herausforderungen mit sich bringt, griffen die SchülerInnen in ihrer ersten Frage auf. Sie wollten wissen, wie das Land Tirol gegensteuern kann, damit neue Technologien keine Arbeitsplätze ersetzen. „Künstliche Intelligenz beschäftigt die Gesellschaft. Es gibt Chancen und Herausforderungen“, betonte LH Mattle. Er sprach sich für den technischen Fortschritt aus und verwies auf klare Rahmenbedingungen: „Unsere persönlichen Daten sind etwas sehr Wertvolles. Diese müssen geschützt bleiben. Deshalb braucht es auch beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz einen rechtlichen Rahmen – am besten europaweit geregelt.“

Energieunabhängigkeit als Antwort auf globale Krisen

Auch der Irankrieg beschäftigte die SchülerInnen aus der HTL. Was das Land Tirol in diesem Zusammenhang gegen steigende Lebenshaltungskosten tun könne, interessierte sie besonders: LH Mattle sieht neben dem menschlichen Leid auch die wirtschaftlichen Auswirkungen des kriegerischen Konflikts und zog daraus eine klare Schlussfolgerung: „Wir müssen dringend unabhängig werden, was unsere Energiegewinnung betrifft.“ Das Land Tirol setzt dabei auf die bereits 2017 entwickelte Strategie „Energieautonomie Tirol 2050“. Im Fokus steht der Ausbau erneuerbarer Energieträger. Neben der Wasserkraft nannte der Landeshauptmann auch Photovoltaik und Biomasse als wichtige Bausteine und betonte: „Ich bin in dem Zusammenhang technologieoffen, weil Unabhängigkeit Freiheit bedeutet.“

Wasser: Niederschlagsmenge in Tirol stabil

Wegen ihres schulischen Hintergrunds und aus Interesse am Klimaschutz wollten die SchülerInnen der HTL Chemie wissen, ob die abnehmende Verfügbarkeit von Grundwasser auch in Tirol ein Problem sei. „Wasser ist wertvoll. Wir haben das große Glück in Tirol, dass der aller größte Teil der Tirolerinnen und Tiroler mit Trinkwasser aus Quellen nicht durch das Grundwasser versorgt werden“, erklärte LH Mattle dazu. Zwar betreffe die Klimaveränderung verstärkt den Alpenraum, die Niederschlagsmenge über das Jahr bleibe laut ExpertInnen aber stabil, wobei die Niederschlagereignisse intensiver und die Trockenphasen länger werden. „Wir achten neben der hohen Qualität auch darauf, dass sorgsam mit der Ressource umgegangen wird und Wasser nicht verschwendet wird.“

Die gesamte Ausgabe von „Frag den LH“ im Mai ist wie immer auf dem Youtube-Kanal des Landes zu finden.