- Vorzeigebeispiel: Expressbus Tegernsee-Jenbach ab Mitte 2027 im Stundetakt
- Alle Infos zur Euregio SBM und Fördermöglichkeiten: www.euregio-sbm.eu
Der in der Euregio entwickelte Expressbus zwischen Tegernsee (Bayern) und Jenbach, die Weiterentwicklung der Radroute von München nach Venedig, ein Projekt für mehr Verständnis zwischen Almwirtschaft und Naturschutz, MINT-Bildungsangebote für SchülerInnen oder eine grenzübergreifende Geschäftskontaktmesse – diese und viele weitere grenzüberschreitende Projekte wurden in den vergangenen vier Jahren im Rahmen der Euregio SBM, bestehend aus dem Bezirk Schwaz und seinen bayerischen Nachbar-Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen und Miesbach, umgesetzt. Vier Jahre nach der Gründung der Euregio SBM kann positive Bilanz gezogen werden: 22 Projekte, 40 Projektpartner und rund 2,6 Millionen Euro an EU-Fördermitteln aus dem Interreg Bayern–Österreich Programm stärken die gemeinsame Grenzregion nachhaltig.
„Die Zahlen sprechen für sich: Unsere Zusammenarbeit wirkt“, sagt der Schwazer Bezirkshauptmann Michael Brandl und führt weiter aus: „Die Euregio lebt vom Engagement vieler Beteiligter und vom intensiven Austausch über Grenzen hinweg. Drei Regionen arbeiten an ähnlichen Herausforderungen – und nutzen gemeinsam ihre Chancen. Dabei gilt: Jedes Projekt bringt konkrete Vorteile für die Menschen vor Ort und für unsere Gäste. Wir erhöhen die Lebensqualität und stärken die Attraktivität der gesamten Region.“
Bilanz nach vier Jahren – Projekte mit Wirkung
Die Euregio SBM hat ihre Schwerpunkte in den Bereichen nachhaltiger Tourismus, umweltschonende Mobilität und neues Arbeiten. „Ein Leuchtturmprojekt ist der Expressbus zwischen Tegernsee und Jenbach“, erklärt BH Brandl. Ab Mitte 2027 fährt die grenzüberschreitende Linie im Stundentakt bis zu 14-mal täglich. Die Fahrzeit beträgt etwas mehr als eine Stunde. „Die neue Verbindung wird eine echte Alternative zum Auto bieten. Sie wird den Achensee besser an den öffentlichen Verkehr anbinden und direkte Umsteigemöglichkeiten in Jenbach und Tegernsee schaffen – etwa Richtung München, Innsbruck und Wörgl. So entsteht ein attraktives Mobilitätsangebot für Einheimische und Gäste und der Achenpass wird vom Individualverkehr entlastet. Gleichzeitig rücken die Regionen enger zusammen“, so BH Brandl.
Vernetzung, Innovation und Verabschiedungen
Zur Feier des vierjährigen Jubiläums lud die Euregio SBM zum Netzwerktreffen im Transfer- und Innovationszentrum TIZIO in Bad Tölz (Bayern). Rund 70 VertreterInnen aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft nahmen teil, diskutierten neue Projektideen und vertieften bestehende Kontakte. Nicht nur der Veranstaltungsort stand für die gelebte Innovation in der Euregio SBM – zusätzlichen Input lieferte die Keynote von Simon Werther von der Hochschule München über den Einsatz moderner Technologie, etwa KI oder Robotik, im Tourismus.
Schlussendlich stand das Treffen auch im Zeichen der Verabschiedung der aus dem Amt scheidenden Euregio-Gründungsmitglieder Landrat Josef Niedermaier (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) und Landrat Olaf von Löwis of Menar (Landkreis Miesbach).
„Beide Landräte haben mit Engagement und ihrem grenzüberschreitenden Denken einen maßgeblichen Beitrag zur Entwicklung der Euregio SBM geleistet. Ohne ihren Einsatz wäre die Kooperation heute so nicht möglich. Zentraler Erfolgsfaktor unsere Zusammenarbeit war der stets starke Zusammenhalt und der vertrauensvolle Umgang miteinander“, dankt BH Brandl Landrat Niedermaier und Landrat von Löwis of Menar. Gleichzeitig erfolgte die symbolische Übergabe an die neuen Landräte Ludwig Schmid (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) und Jens Zangenfeind (Landkreis Miesbach). „Ich freue mich auf die künftige Zusammenarbeit. Ich bin überzeugt davon, dass wir den eingeschlagenen Weg erfolgreich weiterführen werden“, so BH Brandl.
Über die Euregio SBM
Als jüngste Euregio in Tirol nahm die Euregio SBM im Jahr 2022 ihre Arbeit auf. Das Gebiet der Euregio SBM umfasst 77 Gemeinden und Städte, rund 320.000 EinwohnerInnen und eine Gesamtfläche von 3.820 Quadratkilometern.
Von nachhaltigem Tourismus über neues Arbeiten bis hin zu umweltschonender Mobilität im grenzüberschreitenden Verkehr werden unterschiedlichste Projekte auf Basis einer gemeinsam entwickelten Strategie bis 2027 unterstützt. Dafür steht der Euregio SBM ein INTERREG-Projektbudget zur Verfügung. Zudem werden im Sinne der grenzübergreifenden Zusammenarbeit Facharbeitsgruppen gegründet, Projektentwicklungstreffen organisiert, Infoveranstaltungen zu Fördermöglichkeiten geplant sowie individuelle Beratungsangebote geschaffen.
„Wir laden alle Interessierten – egal ob Gemeinden, Institutionen oder Vereine – dazu ein, ihrer Ideen zu grenzüberschreitenden Projekten einzureichen. Wir stehen gerne für Beratungen zur Seite“, so Ines Leister, Leiterin der Euregio SBM. Bei Fragen zum Bewerbungsprozess und den Fördermöglichkeiten können sich Interessierte auch unter www.euregio-sbm.eu informieren. Der Sitz der Euregio mit einer eigens eingerichteten Geschäftsstelle ist die Stadt Schwaz.

