- Zu Fuß, mit dem Rad, den Öffis oder mit dem Pkw – Alltagswege werden analysiert
- Ergebnisse als wichtige Grundlage für künftige Mobilitätsprojekte
Zu Fuß zum Bahnhof, mit dem Zug zur Schule und am Nachmittag noch mit dem Rad zum Fußballtraining? Oder vielleicht mit dem Auto die Kinder zum Kindergarten bringen und dann weiter zur Arbeit – so oder so ähnlich können typische Alltagswege in Tirol aussehen. Um valide und vergleichbare Daten zum Mobilitätsverhalten der Bevölkerung zu erhalten, beauftragt das Land Tirol in regelmäßigen Abständen tirolweite Befragungen. Heuer ist es wieder soweit: 3.000 zufällig ausgewählte Haushalte – aufgeteilt auf alle Bezirke – erhalten in Kürze Post vom Land Tirol. Anonym wird dann mittels Fragebogen das Mobilitätsverhalten an einem Werktag erhoben. Die letzte Befragung wurde im Jahr 2022 – ebenfalls im Frühling – durchgeführt. So ergeben sich gut vergleichbare Daten.
2022 bereits knapp die Hälfte der Alltagswege umweltfreundlich
Die Ergebnisse aus dem Jahr 2022 zeigen einen erfreulichen Aufwärtstrend bei umweltfreundlicher Mobilität. Knapp die Hälfte der Alltagwege (48 Prozent) verbuchte damals der sogenannte Umweltverbund, das sind Öffis, Radfahren und Scooterfahren sowie Zufußgehen. Im Vergleich zu 2011 eine Steigerung von fünf Prozent. Jeder sechste erhobene Alltagsweg wurde 2022 mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt, ebenfalls eine Steigerung von fünf Prozent. Gleichzeitig nahm der motorisierte Individualverkehr im Zeitraum 2011 bis 2022 um fünf Prozent ab – machte jedoch insgesamt immer noch 52 Prozent aus. Bei Wegen in der Hauptstadt Innsbruck bzw. mit Ziel- oder Ausgangspunkt in Innsbruck fiel die Tendenz deutlich höher für den Umweltverbund aus. „Aus den Ergebnissen der letzten Befragung wissen wir, dass es von 2011 bis 2022 zu einer Zunahme beim Radverkehr und den Öffis in Tirol gekommen ist. Nun sind wir gespannt, ob sich der Öffi-Ausbau der vergangenen Jahre, der zunehmende Trend hin zu E-Mobilität oder der Ausbau von Radweginfrastruktur bereits in den Befragungsergebnissen widerspiegelt“, so Mobilitätslandesrat René Zumtobel.
Die Daten aus der Befragung werden genutzt, um Optimierungspotentiale in den Bezirken festzustellen und weitere Maßnahmen in der strategischen Planung zu setzen – beispielsweise beim Bau von Radwegen oder bei neuen Öffi-Angeboten. Die Ergebnisseder Befragung werden Anfang 2027 vorgestellt.
Verhalten im Alltag und vorhandene Verkehrsmittel werden in Relation gestellt
Für jene Haushalte, die Post vom Land Tirol erhalten, gilt: Für die Befragung ausgewählt werden soll immer jene Person (ab sechs Jahren) im angeschriebenen Haushalt, die als nächstes ihren Geburtstag hat. So werden vom Kind bis zur älteren Bevölkerung alle Altersgruppen abgedeckt. Abgefragt werden statistische Daten (wie Alter, Beruf bzw. Beschäftigung, Homeoffice-Tage oder Betreuungspflichten), das Mobilitätsverhalten an einem Werktag und auch, welche Mobilitätsmöglichkeiten theoretisch zur Verfügung stünden. So ist es interessant zu erheben, ob ein oder mehrere Pkw vorhanden sind, ob man einen Führerschein besitzt und wie viele Fahrräder bzw. Scooter es im Haushalt gibt bzw. ob der öffentliche Verkehr von zuhause aus erreichbar ist.
Weitere Informationen zur Befragung sind auf der Website der Abteilung Mobilitätsplanung verfügbar.
„Die Ergebnisse der neuen Studie werden uns einerseits zeigen, ob die Bemühungen der letzten Jahre Früchte tragen. Andererseits werden sie Anstoß für weitere infrastrukturelle Verbesserungen, für Angebotsoptimierungen und den Ausbau im Öffi-Netz sowie für diverse Mobilitätsinitiativen sein. Ich bitte die zufällig ausgewählten Tirolerinnen und Tiroler persönlich um ihre Unterstützung bei dieser für die Zukunft der Mobilität so wichtigen Befragung“, so LR Zumtobel abschließend.
