- Sichere Straßenquerungen im Bereich Mooswaldsiedlung: Lokalaugenschein in Obsteig
- Erster Sommer mit mehr Verkehrssicherheit für FußgängerInnen und RadfahrerInnen
- Fernpass-Paket machte Projektrealisierung möglich
- Lärmschutz wurde verbessert und ansehnlich gestaltet
Es ist ein Projekt, das mit dem Fernpass-Paket überhaupt erst möglich wurde, und nun vor seiner ersten Sommersaison steht: die Rad- und Fußgängerunterführung im Bereich der Mooswaldsiedlung in Obsteig. Mit ihr wurde das Queren der B 189 Mieminger Straße an dieser Stelle um ein Vielfaches sicherer. LHStv Josef Geisler, LHStv Philip Wohlgemuth und der Bürgermeister von Obsteig, Erich Mirth, machten sich gemeinsam mit Straßenbauexperten Robert Zach von der Abteilung Landesstraßen und Radwege ein Bild vom fertiggestellten Projekt. „Ein Erfolg“ waren sich die Beteiligten einig. Denn parallel wurde auch der Lärmschutz für die AnrainerInnen der Mooswaldsiedlung verlängert und begrünt.
Fernpass-Paket als Motor für derartige Vorhaben
Mit dem Bau gestartet wurde im Mai des Vorjahres. Die Bauzeit lief bis Ende Oktober. Einen Großteil der Errichtungskosten in Höhe von einer Million Euro trägt das Land Tirol. „Die Rad- und Fußgängerunterführung ist beispielhaft dafür, dass das Fernpass-Paket viel mehr ist als Tunnelprojekte. Es ist Motor zur Umsetzung solcher Vorhaben. Wir können den Verkehr nicht wegzaubern, aber Machbares für mehr Entlastung und Sicherheit setzen wir um. Dazu zählen verkehrslenkende ebenso wie sicherheitstechnische Maßnahmen – wir kämpfen auf allen Ebenen Seite an Seite mit der Bevölkerung gegen die negativen Auswirkungen des Durchzugverkehrs“, betont LHStv Geisler. Auch das Radfahren an sich werde mit der Unterführung attraktiviert: „Wer das Radfahren als Fortbewegungs- und Sportmittel fördern will, braucht entsprechende Infrastruktur. Ich freue mich, dass mit dieser Radwegunterführung eine Lücke in Obsteig geschlossen wurde“, sagt LHStv Wohlgemuth.
Positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung
Auch Bürgermeister Mirth zeigte sich erfreut darüber, dass die Unterführung nun erstmals im Frühjahr und Sommer von AnrainerInnen, RadfahrerInnen und FußgängerInnen genutzt werden kann: „In Zeiten von angespannten budgetären Situationen ist es umso beachtlicher, dass solche Projekte umgesetzt werden können. Alleine wäre uns das als Gemeinde schlichtweg nicht möglich gewesen. Auch wenn der Wunsch nach weniger Verkehr stets dominanter sein wird, verdienen solche Projekte ihre entsprechende Aufmerksamkeit und Anerkennung. Die Rückmeldungen bestätigen: Es war ein großes Anliegen der Bevölkerung, das wir erfüllen konnten und nun sehr geschätzt wird – nicht zuletzt aufgrund der sicheren Querung der stark befahrenen B 189 sowie des verbesserten Lärmschutzes.“
Durch die Herstellung der Rampen zur Unterführung musste der bestehende nördlich gelegene Erdwall, der als Lärmschutz zur Siedlung Mooswald diente, abgetragen werden. Anstelle dessen wurde ein begrünter Lärmschutzwall mit rund 100 Metern Länge errichtet, der sich in die Umgebung einfügt und die Lärmschutzwirkung für die Mooswaldsiedlung verbessert. Am ostseitigen Ende des Lärmschutzwalls wurde auf eine Länge von 26 Metern eine lineare Abstufung von drei auf ein Meter Höhe ausgeführt, um die Effekte des Lärmschutzes zu optimieren.
Rückblick: Abgeschlossene Straßenprojekte in Obsteig
In Obsteig tat sich auch in den vergangenen Jahren bereits Einiges. Der Rückbau der Ortsdurchfahrt im Rahmen der Fernpass-Strategie wurde in mehreren Etappen über fünf Jahre umgesetzt. Auch hier galt das Land Tirol als starker Partner: 1,7 Millionen Euro wurden bereitgestellt. Die Gemeinde Obsteig trug 1,4 Millionen Euro für den Bau des begleitenden Geh- und Radwegs. Zuletzt wurden auch die Hangsicherungsarbeiten im Gemeindegebiet von Obsteig abgeschlossen. Die Kosten in Höhe von 120.000 Euro wurden im Rahmen der Katastrophenschadensbeseitigung durchgeführt – Land Tirol und der Bund tragen die Kosten dabei zu jeweils 50 Prozent.



