Förderwesen wird weiter standardisiert, digitalisiert und vereinfacht

Tirol Kovent

  • Nächstes wöchentliches Update „Vereinfachung & Entbürokratisierung“
  • Neue Qualitätsstandards für Förderungen – Außerfernförderung als eines der ersten gelungenen Praxisbeispiele 
  • Einfaches Onlineformular – nutzbar mit ID-Austria oder schneller Registrierung
  • Automatisierte Datenübernahme und Registerabgleich beschleunigen die Bearbeitung
  • Analoge Antragstellung bleibt möglich – digitale Einreichungen auf dem Vormarsch

Die Plattform Digital Service Tirol entwickelt sich zunehmend zur zentralen digitalen Anlaufstelle des Landes Tirol. Unter anderem stehen zahlreiche digitale Förderformulare zur Verfügung. Ziel ist es, die Förderformulare des Landes Tirol schrittweise bestmöglich zu vereinheitlichen und zu digitalisieren. Dies stellt einen wesentlichen Baustein des Tirol Konvents im Sinne einer modernen, effizienten und bürgerfreundlichen Verwaltung dar. Auch zusätzliche Funktionalitäten wie Statusabfragen nach der Beantragung einer Förderung sollen die Benutzerfreundlichkeit bei Förderanträgen künftig verbessern. All das wird im sogenannten „Förder-Referenzmodell“ gebündelt, an dem bereits seit mehreren Monaten gearbeitet wird. Die Außerfernförderung ist eines der ersten Beispiele aus der Praxis, bei denen die neuen Qualitätsstandards zum Einsatz kommen. Für die BürgerInnen sichtbar: ein verständlich aufgebautes Onlineformular – nutzbar via ID Austria oder niederschwelliger Registrierung. Nicht sichtbar aber für die effiziente Verwaltung essenziell: Das Formular ist mit einer automatisierten Übernahme der personenbezogenen Daten in das interne Abwicklungsprogramm sowie dem Abgleich mit bestehenden Registern im Hintergrund kombiniert. Aktuell haben sich bereits knapp 6.800 Haushalte im Bezirk Reutte für die „Außerfernförderung“ registriert, 93 Prozent davon digital. 

„Das Land Tirol setzt auf zielgerichtete, treffsichere und effiziente Förderungen. Mit dem ‚Förder-Referenzmodell‘ wird der Verwaltungsaufwand spürbar sinken, Anträge können rascher und standardisiert bearbeitet werden, und Kundinnen und Kunden profitieren von einer modernen, effizienten und serviceorientierten Abwicklung. Gleichzeitig bleibt die analoge Antragstellung als Alternative erhalten – auch der persönliche Kontakt bei den Bürgerservices, für Besprechungen oder Anfragen bleibt uns wichtig. Die bisherigen Erfahrungen zeigen bei Förderanträgen jedoch eine mittlerweile klare Präferenz für die digitale Einreichung – ein Trend, der sich auch bei der Außerfernförderung widerspiegelt“, erklärt LH Anton Mattle, dass die Anwendung der neuen Standards bei der Außerfernförderung Erkenntnisse für die schrittweise Übertragung dieser Qualitätsstandards auf weitere Förderprogramme des Landes liefere und damit einen wesentlichen Beitrag zu einem zeitgemäßen, kundenfreundlichen Förderwesen leiste.

Weniger Fehlerquellen, keine Mehrfachabfragen

Im Mittelpunkt des „Förder-Referenzmodells“ steht die einfache Benutzerführung: Daten werden nur einmal erfasst, direkt in das Landessystem übernommen und automatisiert geprüft – das reduziert Fehlerquellen, vermeidet Mehrfachabfragen und beschleunigt die Entscheidung. „Tirols Förderwesen wird Schritt für Schritt moderner, schneller und bürgernäher. Wir standardisieren, digitalisieren und vereinfachen, ohne die analoge Alternative aus den Augen zu verlieren – damit setzen wir Maßstäbe“, so LH Mattle.

„Gute Digitalisierung ist dann gelungen, wenn sie Prozesse vereinfacht und den Zugang erleichtert. Dafür braucht es die Kombination eines verständlichen Onlineformulars mit automatisierten Prüfschritten und klaren Prozessstandards. Mit der Außerfernförderung zeigen wir, wie die Grundsätze unseres ‚Förder-Referenzmodells‘ konkret Nutzen stiften – für die Menschen und für die Verwaltung“, ist auch Digitalisierungslandesrat Mario Gerber überzeugt.