Hoher Frauentag

Tirol und Südtirol würdigen Engagement verdienter Bürgerinnen und Bürger

  • Verleihung von 136 Verdienstmedaillen und Auszeichnung von 39 Persönlichkeiten mit Lebensrettungsmedaille durch LH Platter und LH Kompatscher
  • 19 Höfe dürfen Bezeichnung Erbhöfe führen

175 Frauen und Männer aus Tirol und Südtirol wurden heute, am Hohen Frauentag, in Innsbruck vor den Vorhang geholt und von den Landeshauptleuten Günther Platter und Arno Kompatscher (Südtirol) ausgezeichnet. Nachdem dieser Festakt im Vorjahr pandemiebedingt nicht stattfinden konnte, wurden diesmal nicht weniger als 136 Verdienstmedaillen feierlich überreicht, 39 Personen für ihren Einsatz mit einer Lebensrettungsmedaille geehrt und 19 Familien das Recht verliehen, ihre Höfe künftig als „Erbhof“ zu führen.

LH Platter würdigte das Ehrenamt in seiner Festrede einmal mehr als unverzichtbare Stütze des Gemeinwohls: „Es ist ein besonderes Privileg, in einer Gemeinschaft zu leben, in der man aufeinander schaut. Es ist ein Privileg, Teil einer Gemeinschaft zu sein, wo man füreinander da ist, wo man miteinander lebt und nicht nebeneinander. Ohne die vielen Ehrenamtlichen wäre unser Land um vieles ärmer, einsamer und kälter. Unser Land würde in vielen Bereichen schlichtweg nicht funktionieren – sei es bei den vielen Vereinen, der Jugendarbeit, bei Sport, Kultur, Kirche, Brauchtum oder den sozialen Initiativen. Insofern ist es eine besondere Freude, am Hohen Freitag verdiente Tirolerinnen und Tiroler für ihre außergewöhnlichen Leistungen zu würdigen. Wir pflegen diese Tradition seit Jahrzehnten, weil es uns ein Anliegen ist, engagierten Persönlichkeiten aus Nord und Süd damit aufrichtig Danke zu sagen. In den vergangenen Monaten, die ganz im Zeichen der Pandemie gestanden sind, wurde das Miteinander in unserer Gesellschafft so manches Mal auf eine harte Probe gestellt. Schlussendlich ist es aber gelungen, diese größte Herausforderung seit dem 2. Weltkrieg gut hinzubekommen. Das hätten wir ohne die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer nie geschafft.“

„Das Ehrenamt ist eine tragende Säule unserer Gemeinschaft. Gerade in der Pandemie ist uns dies noch einmal bewusster geworden. Viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer waren trotz des allgemeinen Stillstands stets im Einsatz und haben zum Fundament beigetragen, auf dessen Grundlage der Neustart in Angriff genommen werden konnte.Auch das Ehrenamt ist in den vergangenen Monaten vor der großen Herausforderung durch soziale Distanz gestanden und dennoch der großen Bedeutung der Hilfe und Unterstützung der Mitmenschen gerecht geworden. Die Ehrenamtlichen haben sich herausfordernden Situationen gestellt und mit unermüdlichem Einsatz geholfen. Die Pandemie hat uns vor diesem Hintergrund auch gezeigt, was unsere Gesellschaft zusammenhält: Gemeinschaftssinn, Solidarität und aktive Bürgerinnen und Bürger“, betonte LH Kompatscher in seiner Ansprache.

LebensretterInnen geehrt

„Mutig, selbstlos und ohne lange über die Konsequenzen nachzudenken, haben 39 Menschen gehandelt und durch ihre Zivilcourage Leben gerettet. Dafür sei Ihnen aufrichtig und von Herzen gedankt“, richtet LH Platter seine Worte an die Lebensretterinnen und Lebensretter, denn „sein Leben für andere in Gefahr zu bringen ist nicht selbstverständlich. Für Ihren Einsatz gebührt allen unser Respekt, unser Dank und unsere Anerkennung.“

Höfe im Familienbesitz

Befindet sich ein Hof über 200 Jahre in gerader Linie oder in der Seitenlinie bis zum zweiten Grad (Geschwister) im Besitz einer Familie, so darf dieser als Erbhof geführt werden. 19 Bauernfamilien erhielten heute eine Urkunde sowie ein Erbhofschild aus Bronzeguss von LH Günther Platter und LHStv Josef Geisler überreicht.