- Tag der Sonne am 3. Mai
- Beschleunigungsgebiete für PV gehen in Begutachtung
- PV-Zubau 2025 rund 3.300 Anlagen
- 35.600 PV-Anlagen in Tirol mit 3,1 Millionen Quadratmetern Modulfläche
Am 3. Mai ist Tag der Sonne. Und auch 2025 hat sie Tirol wieder kräftig angetrieben: Der Photovoltaik (PV)-Ausbau bleibt auf hohem Niveau und entwickelt sich zunehmend in Richtung Effizienz und Qualität. Mit Jahresende 2025 sind in Tirol bereits über 35.600 netzgekoppelte PV-Anlagen in Betrieb. Um den PV-Ausbau weiter zu forcieren, weist das Land Tirol nunmehr so genannte Beschleunigungsgebiete aus. Auf bereits versiegelten Flächen wie etwa Parkplätzen, aber auch in Schigebieten soll der PV-Ausbau durch eine vorgezogene Beurteilung der Umweltauswirkung schneller und einfacher möglich werden. Eine entsprechende Verordnung geht demnächst in Begutachtung.
„Der Photovoltaik-Ausbau in Tirol legt weiter zu und pendelt sich nach den Rekordjahren auf hohem Niveau ein. Mit der geplanten Ausweisung für PV-Beschleunigungsgebiete machen wir den nächsten Schritt für die Energiewende“, konstatiert Energiereferent LHStv Josef Geisler Tirol gute Fortschritte in Richtung Energieunabhängigkeit. Bis zum Jahr 2050 will Tirol seinen Energiebedarf rechnerisch aus erneuerbarer, heimischer Produktion decken können.
Sonnenstrom und Speicher
Allein im vergangenen Jahr wurden rund 3.300 neue PV-Anlagen ans Netz angeschlossen. Rechnerisch können mit dem in Tirol aus Sonnenkraft erzeugtem Strom über 178.000 Haushalte versorgt werden, um knapp 30.000 mehr als im Vergleichsjahr 2024. „Da die Sonne aber nicht immer dann scheint, wenn der Strom gebraucht wird, brauchen wir verstärkt Speicher. Neben Batteriespeichern zur Stärkung des Eigenverbrauchs im eigenen Haushalt, spielen Pumpspeicherkraftwerke für die Integration erneuerbarer Energie in das Energiesystem eine entscheidende Rolle“, führt LHStv Geisler aus.
PV vorrangig auf Dächern und bereits beanspruchten Flächen
Die gesamte PV-Modulfläche in Tirol beträgt mittlerweile rund 3,1 Millionen Quadratmeter und soll weiterwachsen. Bis 2050 sollen rund 4.500 Gigawattstunden Strom pro Jahr aus Sonnenenergie erzeugt werden. Aktuell beträgt die Sonnenstromproduktion rund 625 Gigawattstunden. „Neben allen geeigneten Dächern brauchen wir zusätzlich auch Freiflächen. Wir wollen unser Land aber nicht mit PV auf der grünen Wiese zupflastern, sondern eine geordnete Entwicklung auf bereits genutzten oder versiegelten Flächen. Deshalb weisen wir Flächen wie Parkplätze oder Deponien, aber auch im Tiroler Seilbahn- und Schigebietsprogramm ausgewiesene Schigebiete als Beschleunigungsgebiete aus“, so LHStv Geisler.
Beschleunigter Ausbau in Schigebieten
In alpinen Lagen sind die Sonneneinstrahlung und der Ertrag aus PV-Anlagen gerade auch in den Wintermonaten mit weniger Stromproduktion gut. Im Zuge der Ausweisung als Beschleunigungsgebiet wurden für allfällige Umweltauswirkungen vorab so genannte Minderungsmaßnahmen erarbeitet. So ist in den Beschleunigungsgebieten außerhalb des Dauersiedlungsraums eine ökologische Baubegleitung verpflichtend. Allfällige Beeinträchtigungen sollen so gering wie möglich sein.
Die Ausweisung von Beschleunigungsgebieten für PV-Anlagen dient einer gezielten Steuerung und beschleunigten Umsetzung von Photovoltaikprojekten. Unionsrechtlich ist die Ausweisung von Beschleunigungsgebieten für einen erneuerbaren Energieträger verpflichtend. Tirol kommt dieser Verpflichtung mit der Verordnung zur Ausweisung von Beschleunigungsgebieten für PV nach. Basis für diese Verordnung, die demnächst in die Begutachtung geht, ist das Erste Tiroler Erneuerbaren Ausbaugesetz.
Factbox
- Anzahl der netzgekoppelten PV-Anlagen in Tirol Ende 2025: 35.621
- Anlagenzubau gegenüber 2024: 3.256
- Leistung netzgekoppelter PV-Anlagen in Tirol Ende 2025: 624.625 kWp
- Leistungszubau gegenüber 2024: +14 Prozent
- Stromerzeugung netzgekoppelter PV-Anlagen 2025: 625 GWh (Schätzung)
- PV-Stromerzeugungs-Zielwert 2050: 4.500 GWh
- Rechnerisch PV-Strom versorgte Haushalte 2025: 178.600
- Installierte PV-Modulfläche Ende 2025: 3.120.000 m2
