Gesamterhebung 2010

Aktualisierung der Emissionskatastererstellung 2005

Der erste Emissionskataster für das Bundesland Tirol wurde für das Basisjahr 2005 erstellt. Zur Erstellung des Katasters wurde teils statistisches Datenmaterial genutzt (z. B. für den Sektor Hausbrand oder für die Landwirtschaft), teilw. wurde auf entsprechende Zähldaten zurückgegriffen (Sektor Verkehr).

Für den Sektor Gewerbe und Industrie wurde eine Erhebung durchgeführt, welche für das erste Fortschreibungsjahr 2010 aktualisiert wurde. Zu diesem Zweck wurden die Tiroler Gewerbe- und Industriebetriebe höflich ersucht, die Aktualisierung des Katasters zu unterstützen und anhand von Erhebungsbögen Daten zu ihren emissionsrelevanten, betrieblichen Vorgängen, Tätigkeiten und technischen Einrichtungen (Aktivitäten) anzugeben.

Erhebungsformulare

Zur Angabe der betrieblichen Daten standen den Betrieben neben einer Ausfüllhilfe (Ausfuellhilfe.pdf) 9 Dokumente zur Verfügung. Diese Formulare konnten auf den entsprechenden Rechner heruntergeladen (Rechtsklick auf das entsprechende Formular, Ziel speichern unter...), und in der Folge die für den entsprechenden Betrieb relevanten Daten angegeben werden.

Detaillierte Beschreibungen zur Angabe der emissionsrelevanten Größen konnten in der Ausfüllhilfe sowie innerhalb der entsprechenden Unterlagen nachgelesen werden. Nachfolgend sehen Sie für jedes der verwendeten Formulare eine Kurzanleitung, die es ermöglichte, die gefragten Inhalte so schnell und einfach wie möglich anzuführen.

Auf jedem bearbeiteten Blatt wurde rechts oben eine laufende Nummer des Betriebes (Lfd. Nr. des Betriebes) verlangt, welche mit dem zuvor zugegangenen Anschreiben für die Emissionskatastererstellung 2010 zugeteilt wurde.

Im Vorfeld auftauchende Unklarheiten konnten z. T. bereits mit den häufig gestellten Fragen ausgeräumt werden. Bei weiteren Fragestellungen konnte die Abteilung Geoinformation elefonisch oder per e-Mail kontaktiert werden. Die entsprechenden Kontakte waren Sie auf jedem Blatt der Erhebungsunterlagen in der rechten oberen Ecke zu finden.

 Ausfuellhilfe.pdf

 Betrieb.pdf

 Betriebsanlage.pdf

 Beiblatt_A_Waermeerzeugung_Kuehlung.pdf

 Beiblatt_B_Dampfkesselanlagen_Gasturbinen.pdf

 Beiblatt_C_Sonstige_Anlagen.pdf

 Beiblatt_D_Kessel_andere_Feuerungseinrichtungen.pdf

 Beiblatt_E_Loesungsmittel.pdf

 Beiblatt_F_Offroadverkehr.pdf

 Beiblatt_G_Tankstelle.pdf


Ausfüllhilfe

Die Ausfüllhilfe (Ausfuellhilfe.pdf) soll es Ihnen ermöglichen, die Unterlagen so schnell und einfach wie möglich zu bearbeiten. Sie enthält wichtige Informationen über die Bearbeitung der Unterlagen. Bitte lesen Sie die Ausfüllhilfe sorgfältig durch, bevor Sie mit der Bearbeitung der Unterlagen beginnen.


Betrieb

Unter einem Betrieb (Betrieb.pdf) im Sinne der Emissionskatastererstellung für das Bundesland Tirol ist ein rechtliches Gebilde zu verstehen, welches aus Betriebsname, -adresse und verschiedenen Identifikationsnummern besteht. Ein Betrieb kann aus einer oder mehreren Betriebsanlagen bestehen. Bitte geben Sie im Formular Betrieb alle Ihren Betrieb betreffenden Daten an.

WICHTIG: Führen Sie bitte AUF JEDEM BLATT Betrieb sowie auf allen weiteren Blättern die Sie bearbeiten rechts oben die laufende Nummer des Betriebes (Lfd. Nr. BETRIEB) an und geben Sie diese bei jeglicher Korrespondenz an. Diese Nummer wurde Ihnen mit dem Anschreiben für die Emissionskatastererstellung 2010 zugeteilt. Sie finden die Nummer links oben im Anschreiben unterhalb Ihrer Anschrift.


Betriebsanlage

Eine Betriebsanlage (Betriebsanlage.pdf) im Sinne des Emissionskatasters Tirol stellt eine Arbeitsstätte dar, die zur Verrichtung der betrieblichen Tätigkeit(en) dient. Dies betrifft den Stammsitz oder das Haupthaus des Betriebes, alle Filialen, Nebenstellen, oder weiters existierende Gebäude (z. B. ein oder mehrere Nebenhäuser bei Beherbergungsbetrieben). Die Summe der Betriebsanlagen bildet den gesamten Betrieb. Bitte geben Sie im Formular Betriebsanlage für jede Ihre Betriebsanlage(n) die zutreffenden Daten an.

WICHTIG: Führen Sie bitte AUF JEDEM BLATT Betriebsanlage sowie auf allen weiteren Blättern die Sie bearbeiten rechts oben die laufende Nummer der Betriebsanlage (Lfd. Nr. BETRIEBSANLAGE) an. Diese Nummer können Sie mit 1 beginnend für jede Betriebsanlage, die Ihrem Betrieb zugeordnet ist, fortlaufend vergeben. Beispiel: Ihr Unternehmen hat zwei Niederlassungen, eine in Kirchbichl und eine in Innsbruck. Vergeben Sie für den Stammsitz  für die Lfd. Nr. BETRIEBSANLAGE 1 und für die Zweigniederlassung 2.


Beiblatt A Wärmeerzeugung Kühlung

Mit dem Beiblatt A Wärmeerzeugung Kühlung (Beiblatt A Waermeerzeugung Kuehlung.pdf) führen Sie bitte für jede Betriebsanlage mit einem eigenen Blatt alle relvanten Daten betreffend die Erzeugung von Raumwärme (Heizungsanlagen), Warmwasser und zur Bereitstellung von Prozesswärme an. Weiters geben Sie bitte alle Daten zur Kühlung/Kälteerzeugung in Kühlanlagen inkl. Klimaanlagen zur Kühlung und Klimatisierung an. Vergessen Sie bitte nicht, unter Punkt A.2 Nutzfläche gesamt und unbeheizt in der Betriebsanlage die entsprechenden Nutzflächen in Ihren Betriebsanlagen anzuführen.


Beiblatt B Dampfkesselanlagen Gasturbinen

Typische Einsatzgebiete für Dampfkesselanlagen (Beiblatt B Dampfkesselanlagen Gasturbinen.pdf) sind die Bereitstellung von Fern- und Nahwärme, Molkereifachbetriebe, die Papier- und Zellstoff- oder Dämmstoffindustrie, die chemische und pharmazeutische Industrie, die Bekleidungsindustrie, die Glasindustrie, und alle anderen Industriezweige, in denen große Mengen an Prozesswärme bereitzustellen sind. Gasturbinen werden typischerweise in Kraft-Wärme-Kopplungen (KWK) eingesetzt. Falls Sie Dampfkesselanlagen oder Gasturbinen in Ihren Betriebsanlagen betreiben, so geben Sie die dafür relevanten Daten bitte für jede Betriebsanlage mit jeweils einem Beiblatt B Dampfkesselanlagen Gasturbinen an.

WICHTIG: Führen Sie bitte AUF JEDEM BEIBLATT B Dampfkesselanlagen Gasturbinen das Sie bearbeiten rechts oben die laufende Nummer der Kesselanlage/Sonstigen Anlage (Lfd. Nr. Kesselanlage/Sonstige Anlage) an. Diese Nummer können Sie mit 1 beginnend für jede Kesselanlage/Sonstige Anlage, die einer Ihrer Betriebsanlagen zugeordnet ist, fortlaufend vergeben. Beispiel: Ihr Unternehmen hat zwei Betriebsanlagen, eine in Kirchbichl und eine in Innsbruck. Vergeben Sie für die Kesselanlage/Sonstige Anlage für den Stammsitz die Lfd. Nr. Kesselanlage/Sonstige Anlage 1 und für die Zweigniederlassung 2.


Beiblatt C Sonstige Anlagen

Sonstige Anlagen (Beiblatt C Sonstige Anlagen.pdf) im Sinne der Emissionskatastererstellung für das Bundesland Tirol sind alle Arten von Anlagen, in oder mit welchen Prozesse ablaufen, die der Aufrechterhaltung des jeweiligen Betriebes dienen UND welche verbrennungs- oder nicht verbrennungsbedingte Emissionen verursachen. Typische Sonstige Anlagen sind z. B. Blockheizkraftwerke, Lackier- und/oder Trocknungsanlagen in Kfz-, Metall- und (Holz)lackierbetrieben, Drehrohr-, Schmelz-, Schmiede- und Hochöfen in der Metall- und sonstigen Roh- und Werkstofferzeugung, Backöfen in Bäckereibetrieben, jede Art von Abfackelungs- und thermischer Nachverbrennungsanlage, Asphaltmischanlagen, (mobile) Brecheranlagen und dgl. Falls Sie in Ihren Betriebsanlagen Sonstige Anlafgen betreiben, so füllen Sie bitte für jede Betriebsanlage ein Beiblatt C aus.

WICHTIG: Führen Sie bitte AUF JEDEM BEIBLATT C Sonstige Anlagen das Sie bearbeiten rechts oben die laufende Nummer der Kesselanlage/Sonstigen Anlage (Lfd. Nr. Kesselanlage/Sonstige Anlage) an. Diese Nummer können Sie mit 1 beginnend für jede Kesselanlage/Sonstige Anlage, die einer Ihrer Betriebsanlagen zugeordnet ist, fortlaufend vergeben. Beispiel: Ihr Unternehmen hat zwei Betriebsanlagen, eine in Kirchbichl und eine in Innsbruck. Vergeben Sie für die Kesselanlage/Sonstige Anlage für den Stammsitz die Lfd. Nr. Kesselanlage/Sonstige Anlage 1 und für die Zweigniederlassung 2.


Beiblatt D Kessel und andere Feuerungseinrichtungen

Kessel und andere Feuerungseinrichtungen (Beiblatt D Kessel und andere Feuerungseinrichtungen.pdf) sind Einrichtungen, in denen zum Zweck der Erzeugung von Prozeßwärme Energieträger eingesetzt (verbrannt) werden. Dabei kann die erzeugte Wärme an ein Trägermedium abgegeben werden (z. B. Wasser), oder es wird dirket beheizt (z. B. in einem Drehrohrofen oder in einer Abfackelungsanlage für Deponiegas). Eine weitere Einsatzmöglichkeit für Kessel und andere Feuerungseinrichtungen sind physikalische Umwandlungsprozesse, etwa beim Schmelzen von Metall mittels eines Hoch- oder Schachtofens. Sofern Sie Kessel und andere Feuerungseinrichtungen zum Betrieb Ihrer Dampfkessel-, Gasturbinen- oder Sonstigen Anlage in Ihren Betriebsanlagen haben, so  geben Sie bitte die entsprechenden Daten jeweils auf einem Beiblatt D an.

WICHTIG: Führen Sie bitte AUF JEDEM BEIBLATT D Kessel und andere Feuerungseinrichtungen zum Betrieb Ihrer Dampfkessel-, Gasturbinen- oder Sonstigen Anlage das Sie bearbeiten rechts oben die laufende Nummer des Kessels oder der Feuerungseinrichtung (Lfd. Nr. Kessel/Feuerungseinrichtung) an. Diese Nummer können Sie mit 1 beginnend für jeden Kessel oder jede Feuerungseinrichtung, die in einer Ihrer Dampfkessel-, Gasturbinen- oder Sonstigen Anlagen zum Einsatz kommt fortlaufend vergeben. Beispiel: Ihr Unternehmen hat zwei Betriebsanlagen, in denen jeweils eine Dampfkesselanlage steht, eine in Kirchbichl und eine in Innsbruck. Vergeben Sie für jeden Kessel oder andere Feuerungseinrichtung für den Stammsitz die Lfd. Nr. Kessel/Feuerungseinrichtung 1 und für die Zweigniederlassung 2.


Beiblatt E Lösungsmittel

Als Lösungsmittel (Beiblatt E Loesungsmittel.pdf) im Sinne der Emissionskatastererstellung für das Land Tirol sind alle Substanzen zu betrachten, welche entweder selbst leicht flüchtige, organische Kohlenwasserstoffe sind, oder in ihrer Zubereitung solche Substanzen enthalten. Typische Beispiele für Lösungsmittel(haltige) Substanzen sind Farben, Lacke, Anstriche und Verdünnungen im Malerei-, Metallbe- und -verarbeitungs- sowie Holzbe- und -verarbeitungsgewerbe, Putz- und Reinigungsmittel (z. B. im Maschinenbau oder im Gastronomiesektor) sowie Klebstoffe, lösungsmittelhaltige Beimengungen zur Herstellung von chemischen und pharmazeutischen Produkten, etc. Falls Sie mit solchen Produkten arbeiten, so geben Sie die dafür relevanten Daten bitte für jede Betriebsanlage in einem Beiblatt E Lösungsmittel an.


Beiblatt F Offroadverkehr

Als Offroad-Fahrzeuge und Offroad-Geräte (Beiblatt F Offroadverkehr.pdf) im Sinne der Emissionskatastererstellung für das Land Tirol sind alle Fahrzeuge und Maschinen zu betrachten, welche abseits von befestigten Straßen im Zusammenhang mit der Betriebsanlage zum Einsatz kommen. Als "im Zusammenhang mit der Betriebsanlage" ist der Betrieb von Offroad-Fahrzeugen und Offroad-Geräten zu verstehen, die der Betriebsanlage zuzurechnen sind, unabhängig davon, ob der Betrieb des jeweiligen Gerätes direkt am Betriebsareal selbst, oder abseits des Betriebsareals (aber innerhalb von Tirol) stattfindet. Bitte geben Sie alle Ihren Betriebsanlagen zugehörigen Offroad-Fahrzeuge und Offroad-Geräte der Fahrzeuggruppen Baumaschinen, Erdbewegung und Industrie, Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Schiene, Militär, Gartenpflege, Schiffe & Botte sowie Flugverkehr - unterteilt nach den unterschiedlichen Kraftstoffeinsätzen und Motorenbauarten - auf jeweils einem Beiblatt F Offroadverkehr an. Versuchen Sie weiters bei jeder Fahrzeuggruppe die Ihre Betriebsanlage(n) betrifft abzuschätzen, wo Ihre Offroad-Fahrzeuge und Offroad-Geräte zum Einsatz kommen (Überwiegendes Einsatzgebiet innerhalb des Bundeslandes Tirol).


Beiblatt G Tankstelle

Als Tankstellen (Beiblatt G Tankstelle.pdf) im Sinne der Emissionskatastererstellung für das Land Tirol sind alle Abgabestellen für flüssige und gasförmige Kraftstoffe zu betrachten, an denen Kraftfahrzeuge betankt werden und welche mit den entsprechenden Kraftstoffen Handel betreiben. Sofern Sie innerhalb Ihrer Betriebsanlagen Tankstellen betreiben, geben Sie die dafür relevanten Daten bitte mit jeweils einem Beiblatt G Tankstelle pro Betriebsanlage an. Bitte versuchen Sie dabei unter Punkt F.4 Tanktourismus ebenfalls abzuschätzen, wieviel der von Ihren Tankstellen abgegebenen Kraftstoffen außerhalb des Bundeslandes Tirol verbraucht werden.