Update zur Lawinengefahr

Aktuell dynamische Lawinensituation - kurzfristig über Wetter- und Lawinensituation informieren

Update, 15. April 2026, 9.40 Uhr: 

Nach einer Neubewertung der Situation hat der Lawinenwarndienst des Landes Tirol seine Prognose heute, Mittwochfrüh, angepasst: Die gestern für heute Nachmittag erwartete Gefahrenstufe 4 (große Lawinengefahr) wird nach aktuellem Stand nicht erreicht. Grund dafür ist die in den Nachtstunden besser als erwartete Abstrahlung der Schneedecke, die zu einer stärkeren Abkühlung und Verfestigung der Schneeoberfläche geführt hat. „Trotz dieser Anpassung bleibt die Lawinensituation weiterhin ungünstig. Im Tagesverlauf ist nach wie vor mit spontanen Lawinenabgängen zu rechnen“, betont der Lawinenwarndienst. 

Zudem wird seitens der LawinenexpertInnen auf die aktuell dynamische Lawinensituation hingewiesen und an alle, die sich im alpinen Gelände aufhalten, appelliert, sich umfassend und kurzfristig zu informieren und die Wetter- und Lawinensituation genau zu beobachten: „Die Situation muss aktuell laufend neu bewertet werden. Das feucht-warme Frühlingswetter führt in den kommenden Tagen im Tagesverlauf zu einer weiteren Durchnässung der Schneedecke und damit zu erhöhter Lawinenaktivität. Wie stark die Gefahr jeweils ansteigt, hängt jedoch sehr kurzfristig von den Wetterbedingungen ab. Bereits kleine Änderungen können die Situation sowohl positiv als auch negativ spürbar beeinflussen, weshalb es auch zu weiteren Aktualisierungen des Lawinenreports kommen kann.“


Erstmeldung, 14. April 2026, 17.50 Uhr: 

  • Lawinengefahr steigt im Tagesverlauf aufgrund fortschreitender Durchnässung der Schneedecke
  • Spontane Lawinen sind insbesondere an schattigen Steilhängen und 2.200 Meter Seehöhe zu erwarten
  • Euregio-Lawinenreport weiterhin täglich ab 17 Uhr für den darauffolgenden Tag abrufbar: www.lawinen.report

Nach einer kurzzeitigen leichten Entspannung steigt die Lawinengefahr in Teilen Tirols wieder an. Dementsprechend gibt der Lawinenwarndienst des Landes Tirol ab morgen, Mittwoch, für Regionen vom Arlberg bis in die Tuxer Alpen die zweithöchste Lawinengefahrenstufe (Stufe 4 – große Lawinengefahr) aus. In großen Teilen Nord- und Osttirols gilt zudem verbreitet Lawinengefahrenstufe 3 (erhebliche Gefahr). 

Sicherheitslandesrätin Astrid Mair appelliert einmal mehr gemeinsam mit dem Lawinenwarndienst des Landes Tirol zu Zurückhaltung im freien Gelände: „Die Lawinensituation ist gefährlich. Auch am Saisonende gilt es daher, die Warnungen ernst zu nehmen und Vorsicht walten zu lassen. Wer im alpinen Gelände unterwegs ist – sei es mit Ski oder auf Wandertour – sollte sich vorab unbedingt über die lokale Lawinensituation informieren.“ 

Steilhänge unbedingt meiden

Besonders gefährdet sind steile Schattenhänge zwischen etwa 2.200 und 2.600 Metern Seehöhe. Hier sind spontane mittlere bis große Lawinen zu erwarten. Der Lawinenwarndienst des Landes Tirol rät daher dazu, Steilgelände mit über 30 Grad Steigung zu meiden. Auch vielbefahrenes Variantengelände kann betroffen sein. Lawinen können in kanalisierten Sturzbahnen bis ins Grüne vorstoßen – besondere Vorsicht gilt daher auch in Auslaufbereichen spontaner Lawinen.

Matthias Walcher vom Lawinenwarndienst des Landes Tirol erklärt: „Grund für die steigende Lawinengefahr ist die voranschreitende Durchnässung der Schneedecke. Das eindringende Wasser führt zur Schwächung der grobkörnigen Schwachschichten aus dem Frühwinter.“ 

Alle Informationen zur aktuellen Lawinensituation in Tirol, Südtirol und dem Trentino finden sich im täglichen Lawinenreport unter www.lawinen.report. Dieser wird jeweils um 17 Uhr für den darauffolgenden Tag online zur Verfügung gestellt.