Newsletter 16.01.2026
Liebe Leserinnen und Leser!
Heute widmen wir uns dem Thema Schwerverkehr am Fernpass. Wussten Sie, dass beinahe jeden Tag Lkw-Kontrollen von der Polizei entlang der gesamten Fernpassstraße durchgeführt werden? Seit 2019 gibt es eine eigene Schwerverkehrskontrollgruppe Reutte/Imst, bestehend aus speziell ausgebildeten PolizeibeamtInnen der Bezirkspolizeikommandos Reutte und Imst.
Kontrolliert wird meist auf den eigens dafür eingerichteten Kontrollstellen in Musau und Nassereith. Ein spezieller Fokus liegt dabei auf der Einhaltung des Fahrverbots für LKW über 7,5 Tonnen.
- 2025 wurden 889 Anzeigen wegen Verstößen gegen das Fahrverbot ausgestellt und LKW-LenkerInnen zum Umkehren gezwungen.
- Über 3.660 Einsatzstunden wurden von PolizeibeamtInnen bei Schwerverkehrskontrollen zu verschiedenen Tages- und Nachtzeiten geleistet. Das sind durchschnittlich rund neun Stunden pro Tag!
Immer wieder gibt es Gerüchte, das Fahrverbot würde durch Tricks umgangen werden. Die kontrollierenden BeamtInnen erkennen solche Tricks! Die viel genannte „Kiste Orangen“ oder „Rolle Klopapier“ irgendwo entlang der Strecke abzuliefern, ist auch weiterhin nicht ausreichend für eine Fahrberechtigung! Ebenso ist es falsch, dass das Kennzeichen der LKW ausschlaggebend dafür ist, ob die Strecke befahren werden darf. Neben den Frachtpapieren werden auch digitale Fahrzeugdaten überprüft! So kann eindeutig festgestellt werden, ob ein Lkw tatsächlich unter die gesetzlichen Ausnahmebestimmungen fällt.
Auch Fakt: Mehr als drei Viertel des gesamten Güterverkehrs über den Fernpass hat seinen Start- oder Zielpunkt in den Bezirken Reutte, Imst, Landeck sowie Innsbruck-Land oder Innsbruck-Stadt.
Drei unterschiedliche und unabhängig voneinander erstellte Rechtsgutachten untermauern, dass das Fahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen auch nach Fertigstellung des Fernpasstunnels notwendig sein wird und bestehen bleibt. Denn: Der Fernpasstunnel stellt keine Kapazitätserhöhung dar, sondern erhöht die Verkehrssicherheit. Übrigens: Kein anderes Fahrverbot wurde derart oft geprüft als das 7,5-Tonnen-Fahrverbot der B 179.
Ist es Ihnen schon aufgefallen? Entlang der B 179 Fernpassstraße weisen neue Plakate auf die zahlreichen Maßnahmen hin, die im Rahmen des Fernpass-Pakets zur Sicherheit aller getroffen werden. Neben der Kontrolle des Lkw-Fahrverbots sind das beispielsweise Dosierampeln und Fahrverbote für den Ausweichverkehr. Ziel ist es, allen voran auch den Durchzugsverkehr für die Verkehrsproblematik am Fernpass zu sensibilisieren. Die ersten Plakate stehen bereits – weitere folgen.
Hier noch weitere interessante Daten aus der Kontrollstatistik 2025:
- Mehr als 3.660 Einsatzstunden an den Kontrollplätzen in Musau, Nassereith sowie im Rahmen des Streifendienstes durch die Polizei
- 889 Verstöße gegen das 7,5-Tonnen-Fahrverbot
- Mehr als 964.000 Euro an Sicherheitsleistungen wurden eingehoben.
- Rund 61.000 Euro wurden für Organstrafverfügungen fällig.
- Überladung: 653 Delikte
- Nicht eingehaltene Sozialvorschriften: 3.327 Delikte
- Ladungssicherung: 15 Delikte
- Technische Mängel: 953 Delikte
- 397 Mal wurde die Weiterfahrt mit dem Lkw untersagt.