- 93 Schulen tragen bereits das Gütesiegel „Berufsorientierung Plus“
- „Lehrling des Monats“ holt die besten Nachwuchsfachkräfte auf die Bühne
- Kostenloser Digital-Kompetenzcheck auf digital.tirol | DiBi
Der Arbeitsmarkt verändert sich rasant, digitale Technologien entwickeln sich laufend weiter und herkömmliche Berufsbilder sind im Wandel. Anlässlich des Welttags für den Kompetenzerwerb junger Menschen morgen, am 15. Juli, rücken Bildungslandesrätin Cornelia Hagele, Jugend- und Arbeitslandesrätin Astrid Mair und Digitalisierungslandesrat Mario Gerber Maßnahmen des Landes Tirol in den Vordergrund, die junge Menschen von der Schule bis zur Lehre bzw. den Berufseinstieg begleiten.
„Berufsorientierung Plus“: Das eigene Talent entdecken
Eine der wichtigsten Grundlagen für einen gelungenen Bildungs- und Berufsweg wird bereits in der Schulzeit gelegt. Mit dem Gütesiegel „Berufsorientierung Plus“ zeichnet das Land Tirol seit 20 Jahren Schulen aus, die ihren SchülerInnen eine Orientierungshilfe bei der Berufs- und Ausbildungswahl geben. Insgesamt 93 Tiroler Schulen haben seit der Einführung des Gütesiegels im Schuljahr 2005/06 die Auszeichnung erhalten. Derzeit tragen 44 Schulen das Qualitätssiegel, das sie jeweils für drei Jahre führen dürfen. Für das abgelaufenen Schuljahr 2025/2026 werden im Oktober 16 Schulen neu ausgezeichnet beziehungsweise rezertifiziert.
„Unsere Jugendlichen brauchen heute vor allem eines: Orientierung und Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten. Die Berufsorientierung an den Tiroler Schulen hilft jungen Menschen dabei, ihre Stärken zu erkennen und selbstbewusst Entscheidungen für den weiteren Berufsweg zu treffen. Unsere Lehrkräfte leisten dabei jeden Tag wertvolle Arbeit als Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter", erklärt LRin Hagele. Im Zuge der Berufsorientierung setzen die Tiroler Schulen auf Eignungs- und Interessentests, Bewerbungstrainings, berufspraktische Tage in heimischen Unternehmen sowie individuelle Beratung durch geschulte Lehrpersonen. Das Gütesiegel „Berufsorientierung Plus“ zeichnet besonders engagierte Tiroler Schulen aus und ist ein Gemeinschaftsprojekt des Landes Tirol mit der Bildungsdirektion für Tirol, der Wirtschaftskammer Tirol, der Arbeiterkammer Tirol, der Landwirtschaftskammer Tirol, dem Österreichischen Gewerkschaftsbund Tirol, der Industriellenvereinigung Tirol und der Pädagogischen Hochschule Tirol.
Talente vor den Vorhang holen: „Lehrling des Monats“
Neben der schulischen Berufsorientierung setzt das Land Tirol gezielt auf die Stärkung der dualen Ausbildung. Mit Individualförderungen wie der Ausbildungsbeihilfe für Lehrlinge oder der Begabtenförderung unterstützt das Land junge Menschen auf ihrem Ausbildungsweg. Gleichzeitig werden besondere Leistungen öffentlich gewürdigt, beispielsweise in Form des „Lehrling des Monats“. Zwölf Mal im Jahr zeichnet das Land Tirol gemeinsam mit seinen Partnern Lehrlinge aus, die mit besonderen Leistungen und persönlichem Einsatz überzeugen.
„Wir wollen herausragende Lehrlinge vor den Vorhang holen und zeigen, wie attraktiv die Lehre ist. Wer sich mit Können, Einsatzbereitschaft und gesellschaftlicher Verantwortung engagiert, verdient eine solche Bühne. Unsere Lehrlinge des Monats sind Vorbilder für andere junge Menschen und stärken das Ansehen der dualen Ausbildung“, betont die zuständige Jugend- und Arbeitslandesrätin Mair. Unter den zwölf Monatssiegerinnen und Monatssiegern wird bei der „Galanacht der Lehrlinge“ im Mai des Folgejahres der „Lehrling des Jahres“ gewählt. Aktuelle Titelträgerin ist Eva Maizner aus Inzing, die ihre Lehre zur Köchin absolvierte und neben ausgezeichneten schulischen und betrieblichen Leistungen auch durch ihr außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement überzeugte. So ist die Inzingerin unter anderem bei der Feuerwehr, der Musikkapelle, der Landjugend und dem Skiclub aktiv sowie als Kids-Coach beim Tiroler Skiverband engagiert.
Digitale Kompetenzen als Schlüssel für die Zukunft
Neben fachlichen und sozialen Fähigkeiten gewinnen im Zeitalter von Künstlicher Intelligenz digitale Kompetenzen zunehmend an Bedeutung. Darum setzt das Land Tirol auf niederschwellige Angebote, um Menschen aller Altersgruppen fit für die digitale Zukunft zu machen. Ein Werkzeug dafür ist der kostenlose Kompetenzcheck auf der Bildungsplattform digital.tirol | DiBi, wo Interessierte jederzeit ihre digitalen Fähigkeiten überprüfen und im Anschluss passende Weiterbildungsangebote erhalten können. „Digitale Bildung beginnt nicht erst im Berufsleben. Darum setzen wir schon früh Initiativen zur Vermittlung von digitalen Kompetenzen und Fertigkeiten – damit die Jugend neue Technologien selbstbewusst nutzen und sich erfolgreich am Arbeitsmarkt behaupten kann. Doch auch für die ältere Generation haben wir mit ‚dibi.tirol‘ die richtigen Angebote geschaffen“, erklärt LR Gerber abschließend.
Ein weiterer Baustein sind die „Digital Überall“-Workshops: Sie bieten einen Überblick für digitale EinsteigerInnen, während Fortgeschrittene ihr Wissen bei den „Digital Überall Plus“-Workshops vertiefen. „Digital Überall“ richtet sich auch an die Tiroler Gemeinden, die Fortbildungen für ihre BürgerInnen buchen können. Alle Informationen zu den Workshops finden sich unter www.digitalekompetenzen.gv.at.