Leitfaden erleichtert Gemeinden die Erstellung von Stellplatzverordnungen – wöchentliches Update „Vereinfachung & Entbürokratisierung“
Im Rahmen der Tiroler Nachhaltigkeits- und Klimastrategie setzt das Land Tirol verstärkt auf eine verkehrssparende und flächenschonende Bau- und Raumordnung. Dazu gehören auch sogenannte Stellplatzverordnungen. Sie bilden das Regelwerk für Abstellmöglichkeiten von Kraftfahrzeugen auf Grundstücken von Neubauten, Umbauten oder Nutzungsänderungen von Gebäuden. Nun gibt es dafür einen Leitfaden. Damit sollen Gemeinden bei der Erstellung der dazugehörigen Verordnungen unterstützt werden. Denn Stellplatzverordnungen sind wichtig – sie sichern ausreichende Parkmöglichkeiten und verhindern gleichzeitig eine Überlastung öffentlicher Flächen. „Der Leitfaden bringt klare Strukturen und praxisnahe Unterstützung für Gemeinden. Damit vereinfachen wir Verfahren und verbinden effiziente Verwaltung mit Zielen wie dem Flächensparen, leistbarem Wohnen und der nachhaltigen Mobilität“, betont LH Anton Mattle. Raumordnungsreferent LHStv Josef Geisler ergänzt: „Eine durchdachte Stellplatzpolitik ist entscheidend für eine nachhaltige Raumordnung. Der Leitfaden hilft den Gemeinden, Nutzungskonflikte besser auszubalancieren und zukunftsfitte Lösungen umzusetzen.“ Der Leitfaden enthält neben rechtlichen und fachlichen Grundlagen auch konkrete Kriterien für die Festlegung von Stellplatzzahlen sowie ein Muster für eine Verordnung. Zudem zeigt er auf, wie durch projektbezogene Mobilitätskonzepte – etwa bei guter öffentlicher Verkehrsanbindung – Stellplatzanforderungen reduziert werden können. „Gerade in gut erschlossenen Lagen brauchen wir flexible und intelligente Lösungen. Der Leitfaden unterstützt die Gemeinden dabei, nachhaltige Mobilität zu stärken und gleichzeitig den Flächenverbrauch zu reduzieren“, so Mobilitätslandesrat René Zumtobel abschließend.
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