Achse in die Schweiz

Tirol und Graubünden setzen Zusammenarbeit fort

  • Gegenbesuch: Tiroler und Bündner Regierung treffen sich auf Schloss Salenegg in Maienfeld (Schweiz)
  • Arbeitsgespräch zu grenzübergreifenden Herausforderungen – von Wolfsmanagement bis Wohnen im Alpenraum
  • LH Mattle: „Die Schweiz zeigt vor, wie mehr Föderalismus Erfolg bringt.“

Bereits im Frühjahr 2024 lud Tirols Landeshauptmann Anton Mattle die Regierung des Kantons Graubünden (Schweiz) zu einer Arbeitssitzung nach Tirol ein, um den Kontakt mit den Schweizer Nachbarn zu stärken. Im Rahmen einer Besichtigung des Gemeinschaftskraftwerks Inn im schweizerisch-österreichischen Grenzgebiet wurde damals insbesondere das Potential der Energiewende für den Alpenraum thematisiert. Heute, Mittwoch, kam die Tiroler Landesregierung mit der Bündner Regierung unter Regierungspräsident Martin Bühler neuerlich zu einem Arbeitsgespräch zusammen – diesmal im Schloss Salenegg in Maienfeld in der Schweiz. Dabei wurden verschiedene grenzüberschreitende Themen von gemeinsamem Interesse besprochen, darunter das Management großer Beutegreifer, die Digitalisierung und Entbürokratisierung der Verwaltung und Fragen der digitalen Souveränität. Darüber hinaus tauschten sich die beiden Regierungen über grenzüberschreitendes Mobilfunk-Roaming, Kinderbildung und Kinderbetreuung, den Umgang mit Naturgefahren und den Hochwasserschutz sowie über die Sicherung von Fachkräften und die Herausforderungen des Wohnens im Alpenraum aus.

„Mit Graubünden verbindet Tirol eine lange gemeinsame Geschichte, aber auch dieselben Chancen und Herausforderungen des Alpenraums. Die enge Zusammenarbeit – sowohl im Rahmen der ARGE ALP als auch auf bilateraler Ebene – ist dabei von großer Bedeutung. Der Blick in die Schweiz zeigt, wie erfolgreich Föderalismus ist: Die Schweiz ist flächenmäßig kleiner als Österreich, hat etwa gleich viele Einwohner, aber es gibt 26 Kantone. Am Erfolg der Schweiz zweifelt niemand, wenn man auf das Wirtschaftswachstum, die niedrige Inflation und die Wettbewerbsfähigkeit blickt“, betont LH Mattle.

Neben dem Arbeitsgespräch stand ein Vortrag von Reto Weiss, Staatsarchivar des Kantons Graubünden, auf dem Programm. Dabei wurden die historischen Verbindungen von Graubünden mit Tirol beleuchtet, mit besonderem Fokus auf die gemeinsame Geschichte der Walser.