- Ausbau Direktbusverbindungen, RegioFlink, mehr Busangebot und zuverlässigere Außerfernbahn
Das Öffi-Angebot im Außerfern und die Verbindungen zwischen Innsbruck und Reutte wurden in den letzten Jahren deutlich verbessert. Dass der Ausbau bei den Menschen ankommt, spiegelt sich auch in der steigenden Zahl an Öffi-StammkundInnen im Bezirk Reutte wider: Seit 2023 hat sich die Zahl jener Menschen, die eine Dauerkarte für den öffentlichen Verkehr haben, mehr als verdoppelt und stieg um 52 Prozent von 1.459 auf heute 2.225 Personen. „Ob Verbindungen zu Tagesrandzeiten, zuverlässigere Zugverbindungen oder auch moderne Infrastruktur – im Bezirk Reutte ist in den letzten Jahren viel passiert, um den öffentlichen Verkehr als echte Alternative zum Auto zu etablieren. Wir arbeiten auch in Zukunft weiter daran, das Außerfern bestmöglich an das Inntal anzubinden und innerhalb des Bezirks gute Öffi-Lösungen zu etablieren“, so Mobilitätslandesrat René Zumtobel. Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2027 folgt der nächste Meilenstein: Die Außerfernbahn wird täglich im Stundentakt von Innsbruck über den Umsteigepunkt Garmisch-Partenkirchen bis Reutte/Vils verkehren – auch am Wochenende.
Acht tägliche Direktbusverbindungen zwischen Reutte und Innsbruck
Seit Dezember 2024 verkehren von Montag bis Freitag jeden Tag acht Direktbusse zwischen Reutte und Innsbruck – vier pro Richtung. Die Fahrtzeit beträgt weniger als zwei Stunden, ein Umstieg ist nicht erforderlich. Auch an Sonn- und Feiertagen besteht eine direkte Abendverbindung: um 16.40 Uhr von Innsbruck nach Reutte sowie um 19.40 Uhr in die Gegenrichtung. Besonders WochenpendlerInnen und SchülerInnen profitieren von diesem Angebot. Über den Busknoten Nassereith sind zudem zahlreiche weitere Verbindungen nach Innsbruck, Telfs, Imst und Reutte verfügbar.
Tiroler Zugspitz Arena: Doppelt so viele Buskilometer
Bereits Ende 2023 wurde das Busangebot in der Tiroler Zugspitz Arena in Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband und den Bergbahnen verdoppelt. Rund um Ehrwald, Biberwier und Lermoos werden seither jährlich mehr als 230.000 zusätzliche Buskilometer gefahren. Auch auf den Linien Reutte – Füssen, Reutte – Lechtal und Reutte – Tannheimer Tal wird an Verbesserungen gearbeitet. Ziel ist ein durchgängiger Stundentakt mit modernen Bussen im Lechtal und Tannheimer Tal.
RegioFlink: Erfolgsmodell im Reuttener Talkessel
Auch der RegioFlink – das „Öffi auf Abruf" – hat sich im Reuttener Talkessel etabliert. 2025 wurde der Service bereits fast 37.000-mal gebucht. Verfügbar ist der RegioFlink in Breitenwang, Ehenbichl, Höfen, Lechaschau, Reutte, Pflach und Wängle zum regulären VVT-Tarif.
Außerfernbahn: Deutlich weniger Ausfälle, verbesserter Takt ab 2027
Die Außerfernbahn, die von der DB Regio (Deutsche Bahn Regio) bedient wird, zeigt eine positive Entwicklung. Die Zahl der Ausfalltage konnte deutlich reduziert werden: von 85 Tagen im Jahr 2023 über 60 Tage in 2024 auf 39 Tage im Jahr 2025. Sämtliche Ausfälle im Jahr 2025 waren zudem geplante und vorab angekündigte Instandhaltungsarbeiten, an denen ein Schienenersatzverkehr bereitgestellt wurde. Ungeplante Ausfälle gab es keine. Zu dieser Verbesserung trugen unter anderem mehr Personal bei DB Regio, zusätzliche Ausbildungsangebote sowie eine intensivere Abstimmung zwischen DB, ÖBB und VVT bei.
„Mit dem neuen Taktfahrplan ab Dezember 2027 schaffen wir das, worauf die Menschen im Außerfern schon lange warten: stündliche Verbindungen bis in den späten Abend hinein machen die Bahn damit zu einer echten Alternative zum Auto. Die Bahnverbindung Außerfern – Innsbruck bekommt erstmalig einen echten integralen Taktfahrplan mit klar merkbaren, verlässlichen Zeiten – und die Fahrgäste künftig damit ein insgesamt deutlich länger nutzbares und attraktiveres Öffi-Angebot“, sagt LR Zumtobel. Zusätzliche Verbindungen morgens und abends schaffen ein durchgehendes Taktangebot von 5 Uhr bis nach 23 Uhr. Während derzeit die letzte Zugverbindung nach Reutte um 18.38 Uhr in Innsbruck abfährt, wird es künftig drei weitere Spätverbindungen geben. Die letzte Verbindung startet um 21.39 Uhr in Innsbruck und erreicht Reutte gegen Mitternacht.
Modernisierung der Bushaltestellen
Zu einem attraktiven öffentlichen Verkehr gehören auch sichere und gut ausgestattete Bushaltestellen. Das Land Tirol unterstützt die Gemeinden entlang der Fernpassroute im Rahmen des Fernpass-Pakets mit insgesamt 200.000 Euro bei der Modernisierung ihrer Bushaltestellen. Die Erhöhung der Verkehrssicherheit an Bushaltestellen ist hierbei von entscheidender Bedeutung und wird bei der Förderung entsprechend priorisiert. Ebenfalls können Verbesserungen bei Barrierefreiheit und Fahrgastkomfort gefördert werden, wie etwa überdachte Wartebereiche oder Sitzmöglichkeiten.
