„Frag den LH“ im September mit den Landeslehrlingen

Zehn Lehrlinge des Landes Tirol zu Gast bei LH Anton Mattle

  • Alina Eller und Eva Puelacher stellten die Fragen der Lehrlinge 
  • Im Gespräch: Lkw-Transit, die Zukunft der Landwirtschaft und ein Rückblick auf die bisherige Amtszeit

Im September nahmen zehn Lehrlinge des Landes Tirol im Büro des Landeshauptmanns gegenüber von LH Anton Mattle Platz. Die Auszubildenden – von Bürokaufleuten bis hin zum Elektroingenieur – interessierten dabei die Eindämmung des Lkw-Transits in Tirol, die Zukunft in der Landwirtschaft, insbesondere für junge Menschen, sowie die persönliche Bilanz des Landeshauptmanns. Alina Eller (Lehre als Verwaltungsassistentin) und Eva Puelacher (Lehre als Bürokauffrau) übernahmen die Gesprächsführung und stellten stellvertretend für die zehn Lehrlinge die Fragen. Im Anschluss bot sich einmal mehr die Gelegenheit für einen gemeinsamen und persönlichen Austausch mit dem Landeshauptmann, in dessen Zuständigkeit auch die Personalagenden des Landes liegen. Die gesamte Folge von „Frag den LH“ ist auf dem YouTube-Kanal des Landes zu finden. 

Weniger LKW-Transit: Verlagerung auf die Schiene als Ziel

Der Verkehr, insbesondere der Lkw-Verkehr, beschäftigt die Tiroler Bevölkerung – und auch die Lehrlinge wollten wissen, was dagegen getan werden könne. „2,5 Millionen Lkws fahren jedes Jahr über den Brenner. Ein Teil davon ist Umwegverkehr, der die Brennerachse nutzt, weil er günstiger ist. Das liegt daran, weil Deutschland und Italien nicht so hohe Mauttarife haben wie Tirol“, erklärt der Landeshauptmann. Notwendige Maßnahmen könne Tirol aber nicht alleine setzen. Auch die Europäische Union sei gefordert: „Die EU darf nicht zulassen, dass einzelne Länder nur die Rosinen des Binnenmarktes herausnehmen. Deshalb muss auch die Schweiz ihren Anteil am Güterverkehr übernehmen.“ Ein weiteres Anliegen ist dem Landeshauptmann die Verlagerung auf die Schiene. Hier gebe es allerdings noch Hindernisse, die diese Variante für Unternehmen unattraktiv machen. Ein zentraler Baustein ist für LH Mattle der Brenner Basistunnel – dafür brauche es auch die entsprechenden Zulaufstrecken. „Dann hat der längste Eisenbahntunnel der Welt das Potenzial, die Frachten von einer Million LKWs zu übernehmen. Das ist eine wesentliche Entlastung“, betont LH Mattle. Bis dahin setzt das Land auf Maßnahmen wie Nachtfahrverbote, sektorale Fahrverbote und die Blockabfertigung, um die Belastung für die Tiroler Bevölkerung zu begrenzen.

Unterstützung der Landwirtschaft fängt im Supermarkt an

Wie sich die Zukunft der Landwirtschaft sichern lässt und insbesondere junge LandwirtInnen unterstützt werden können, beschäftigte die Lehrlinge ebenfalls. Als Kleinstlandwirt weiß der Landeshauptmann selbst, dass sich der Lebensunterhalt aus den Erträgen der Landwirtschaft oft nur schwer finanzieren lässt. Umso wichtiger seien die Unterstützungen auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene. „In diesem Zusammenhang möchte ich die heimische Bevölkerung und auch alle Gäste aufrufen, beim Einkaufen darauf zu achten, regionale Produkte zu wählen“, appelliert LH Mattle an das Bewusstsein um heimische Lebensmittel. Das stärke nicht nur die regionale Landwirtschaft, sondern verkürze auch die Wege vom Feld zum Konsumenten.

Entscheidungen im Landeshauptmannbüro

Die Gelegenheit, direkt im Büro des Landeshauptmannes zu sitzen, nutzten die Lehrlinge auch, um nachzufragen, ob es Angelegenheiten gäbe, die er heute anders als zu Beginn seiner Amtszeit regeln würde. „Man lernt ein Leben lang“, meinte LH Mattle und führte aus: „Manche Wege würden heute vielleicht anders aussehen, die Ziele sind aber dieselben.“ 

Die gesamte Ausgabe von „Frag den LH“ im September ist auf dem YouTube-Kanal des Landes zu finden.