- Vier einfache Maßnahmen, um die Verbreitung einzudämmen
- Risiko einer Krankheitsübertragung in Tirol derzeit gering
- Kostenlose App „Mosquito Alert“ für Meldungen und mehr Infos auf der Website der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES)
Mücken sind oftmals nicht nur lästige Sommerbegleiter, sondern können auch gefährliche Krankheitserreger übertragen. Der Welt-Moskito-Tag am 20. August erinnert jährlich an die Gesundheitsrisiken, die von Stechmücken ausgehen können. In Österreich steht dabei zunehmend die Asiatische Tigermücke im Fokus. „Die invasive Stechmückenart hat sich in den vergangenen Jahren weiter ausgebreitet und ist seit 2022 in allen Bundesländern nachgewiesen. Auch wenn das Risiko einer Krankheitsübertragung in Tirol derzeit gering ist, gilt es, eine weitere Ausbreitung im Blick zu behalten und neue Vorkommen möglichst früh zu erkennen. Das gelingt nur durch das Zusammenspiel von Monitoring und der Mithilfe der Bevölkerung“, sagt Gesundheitsdirektorin Theresa Geley. Dabei beginnt die Vorsorge oft direkt vor der eigenen Haustür. Die Tigermücke braucht nur kleinste Mengen Wasser, um geeignete Brutplätze vorzufinden. Eine Gießkanne, ein Blumentopfuntersetzer oder eine nicht abgedeckte Regentonne können bereits ausreichen.
Entleeren – vermeiden – reinigen – vorsorgen
Die Asiatische Tigermücke ist an ihren schwarz-weißen Streifen auf Beinen und Körper sowie an einem markanten weißen Längsstreifen auf dem Rücken erkennbar. Sie ist kleiner als eine 1-Cent-Münze und vor allem durch ihre tagaktive Lebensweise auffällig. Die ursprünglich aus Südostasien stammende Asiatische Tigermücke ist besonders anpassungsfähig. Vor allem nach Regenfällen lohnt sich daher ein Blick rund um Haus, Garten und Balkon. Mit wenigen Handgriffen lassen sich potenzielle Brutstätten beseitigen:
- Regelmäßig entleeren: Blumentopfuntersetzer, Gießkannen, Vogeltränken oder Regentonnen mindestens einmal pro Woche leeren oder abdecken.
- Kleinstwasserstellen vermeiden: Schirmständer, Zaunrohre oder ähnliche Hohlräume abdecken oder mit Sand füllen.
- Dachrinnen reinigen: Verstopfte Dachrinnen und Abläufe regelmäßig von Laub und Schmutz befreien.
- Für den Herbst vorsorgen: Wasserbehälter trocken lagern, damit Mückeneier nicht überwintern können.
Mücke fotografieren und in App hochladen
Eine einfache Möglichkeit, das Monitoring zu unterstützen, bietet die kostenlose App „Mosquito Alert“. Verdächtige Mücken können fotografiert und direkt über die App gemeldet werden. Die hochgeladenen Bilder werden automatisch bestimmt und bei Bedarf von nationalen und internationalen ExpertInnen überprüft. Bestätigte Fundorte werden auf einer öffentlich zugänglichen Karte dargestellt.
Über die App können neben der Asiatischen Tigermücke auch weitere gebietsfremde Gelsenarten wie die Japanische und die Koreanische Buschmücke gemeldet werden. Auch die in Österreich bislang nicht nachgewiesene Gelbfiebermücke sowie die heimische Gemeine Stechmücke können erfasst werden. Letztere gilt in Österreich als bedeutendste Überträgerin von Krankheitserregern wie dem West-Nil-Virus. Wie die verschiedenen Gelsenarten aussehen und woran sie zu unterscheiden sind, zeigen Bilder und weitere Informationen auf der Website der AGES.
Das österreichweite Gelsenmonitoring der AGES liefert wichtige Erkenntnisse über die Verbreitung der Tigermücke.