- Kostenlose Gesundheitschecks, Beratungen und Informationen rund um Frauengesundheit
- Weil Frauengesundheit nicht nur Frauensache ist: Auch Männer sind eingeladen
- Nächste Termine: 7. Oktober in Lienz und 8. Oktober in Kufstein
- Alle Termine und Informationen unter www.tirol.gv.at/frauengesundheit
Es war der erste von vielen Stopps und bereits ein Erfolg: Die Frauengesundheitsstraße des Landes Tirol machte heute, Samstag, ihren ersten Halt im Bezirk Reutte. In der Wirtschaftskammer konnten sich Frauen – und auch Männer – kostenlos und ohne Voranmeldung zu zahlreichen Themen rund um die Frauengesundheit informieren. Gesundheitslandesrätin Cornelia Hagele eröffnete die Auftaktveranstaltung mit Freude: „Von Herz bis Hormone – unter diesem Motto rücken wir die Frauengesundheit in allen Tiroler Bezirken in den Fokus und sensibilisieren mit kostenlosen Angeboten nicht nur für die Wichtigkeit von Information und Vorsorge, sondern auch dafür, dass Frauengesundheit weder Tabuthema noch alleinige Frauensache ist“, betont die Landesrätin. Bei zehn interaktiven Stationen standen ExpertInnen der tirol kliniken, der Medizinischen Universität Innsbruck, der fh gesundheit, der Psychosozialen Zentren Tirol, dem Verein „Geben für Leben – Leukämiehilfe Österreich“ und avomed – Arbeitskreis für Vorsorgemedizin und Gesundheitsförderung in Tirol für Fragen sowie für kostenlose Gesundheitschecks zur Verfügung.
„Frauengesundheit geht uns alle an. Deshalb machen wir sie heute zum Thema. Der heutige Auftakt in Reutte hat angesichts des Interesses vieler Besucherinnen und Besucher bereits gezeigt, wie wichtig niederschwellige Information und Beratung direkt vor Ort sind. Mit der Frauengesundheitsstraße schaffen wir mehr Bewusstsein für Themen wie Endometriose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Frauen, psychische Gesundheit oder die Wechseljahre“, betont die Gesundheitslandesrätin.
Frauenlandesrätin Eva Pawlata ergänzt: „Gesundheit ist auch eine Frage der Gleichberechtigung. Frauen müssen ihre Gesundheit selbstbestimmt in den Blick nehmen können und Zugang zu den Informationen und Angeboten haben, die sie brauchen. Mit der Frauengesundheitsstraße machen wir frauenspezifische Gesundheitsthemen sichtbar, bauen Hemmschwellen ab und stärken Frauen darin, ihre Gesundheit selbstbewusst und eigenständig zu gestalten.“
Frauengesundheit sichtbar machen
Frauengesundheit ist zwar nicht nur Frauensache, dennoch spielt gerade für Frauen die Gesundheits-kompetenz eine besondere Rolle. Der weibliche Körper verändert sich im Laufe des Lebens mehrfach – von der ersten Menstruation über Schwangerschaft und Geburt bis hin zu den hormonellen Umstellungen durch die Menopause. Gleichzeitig zeigen sich viele Erkrankungen bei Frauen mit anderen Symptomen, Verläufen oder Risikofaktoren als bei Männern und werden daher teilweise später erkannt.
„Wer gut informiert ist, stärkt das Vertrauen in den eigenen Körper und kann die Gesundheit in jeder Lebensphase aktiv mitgestalten. Das Ziel der Frauengesundheitsstraße ist es, Frauengesundheit für alle sichtbar zu machen und auf Unterstützungsangebote aufmerksam zu machen“, so LRin Hagele.
Die zehn Stationen für die Frauengesundheit
- Allgemeine Gesundheit: Blutdruckmessungen sowie Erhebung des allgemeinen Gesundheitszustandes
- BIA-Messung: Informationen zur Körperzusammensetzung und weiterführende Ernährungsberatung
- Herzgesundheit: EKG-Messung zur Beurteilung der Herzfunktion sowie Bestimmung des Lipoprotein(a)-Werts zur individuellen Einschätzung des Risikos für Gefäßverkalkung, Herzinfarkt und Schlaganfall
- Reproduktive Gesundheit: Beratungen zu Gesundheit vor, während und nach der Schwangerschaft
- Frauenleben & Körper: Beratungen zu Kinderwunsch, Endometriose und Menopause
- First Love Ambulanz: Beratung zu Zyklus, Verhütung und sexuell übertragbaren Infektionen
- Beratungen Land Tirol: Übersicht über Beratungsangebote des Landes (Elternberatung, Ernährungs- und Diätberatung, Klinische- und Gesundheitspsychologische Beratung)
- Psychische Gesundheit: Beratungen zu psychischer Gesundheit und Übersicht über psychosoziale Angebote
- Ernährung: ernährungsmedizinische Beratung zu Übergewicht, Adipositas, zyklusbedingter Ernährung sowie Ernährung bei Endometriose, während der Menopause, bei kardiovaskulärem Risiko oder Osteoporose
- Stammzellspende: Informationen zur Stammzellspende und Probenentnahme zur Registrierung als SpenderIn. Eine Registrierung ist von 16 bis 45 Jahren auch online unter www.gebenfuerleben.at möglich.
Nach dem Auftakt in Reutte führt die Frauengesundheitsstraße ihre Tour durch die Tiroler Bezirke fort. Die nächsten Stationen sind am 7. Oktober am Johannesplatz in Lienz, am 8. Oktober in den Kufstein Galerien und am 16. Oktober im Inntalcenter in Telfs.
Alle Termine sowie weitere Informationen, Angebote und Veranstaltungen zur Frauengesundheit finden sich unter www.tirol.gv.at/frauengesundheit.
Factbox: Anlaufstellen für Frauengesundheit im Bezirk Reutte
Die Frauengesundheitsstraße ist als niederschwelliges Informationsangebot zu Themen rund um die Frauengesundheit gedacht. Für viele Fragen und Anliegen gibt es auch über die Frauengesundheitsstraße hinaus konkrete Beratungs- und Unterstützungsangebote im Bezirk Reutte:
- Allgemeine Gesundheit: Die allgemeine Vorsorgeuntersuchung bietet die Möglichkeit, gesundheitliche Risiken frühzeitig zu erkennen. Sie steht allen Personen ab dem 18. Lebensjahr mit Wohnsitz in Österreich bei niedergelassenen ÄrztInnen einmal pro Jahr kostenlos zur Verfügung. Zudem ist die telefonische Gesundheitsberatung unter 1450 bei Fragen zu Gesundheitsthemen, Unklarheiten oder „wenn's weh tut“ rund um die Uhr erreichbar.
- Ernährung & Herzgesundheit: Neben einer medizinischen Abklärung bei niedergelassenen FachärztInnen können sich Betroffene bei Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Übergewicht sowie bei allgemeinen Fragen zur Ernährung an die Ernährungsberatung des Landes Tirol im Gesundheitsamt Reutte wenden.
- Schwangerschaft & Familie: Für Fragen rund um Schwangerschaft, Geburt und die erste Zeit mit dem Kind bieten unter anderem die insgesamt vier Beratungsstellen der Elternberatung des Landes im Bezirk Reutte – in Ehrwald, Elbigenalp, Reutte und Tannheim – Unterstützung. Bei Fragen rund um Erziehung, Familie und Zusammenleben unterstützt die Erziehungsberatungsstelle des Landes im Bezirk Reutte.
- Psychische Gesundheit: Bei psychischen Belastungen oder Krisen gibt es im Bezirk Reutte mehrere Erstanlaufstellen: Dazu zählen das Psychosoziale Zentrum Außerfern, der Psychosoziale Krisendienst sowie die Klinisch- und Gesundheitspsychologische Beratung des Landes Tirol am Bezirkskrankenhaus Reutte.
- Weitere Beratungsstellen: Darüber hinaus stehen im Bezirk Reutte zahlreiche weitere Beratungsstellen und Einrichtungen für Frauen, Männer und Familien wie Basis Frauenservice und Familienberatung Außerfern, Mannsbilder und das Kinderschutzzentrum Reutte zur Verfügung. Mehr Informationen finden sich auf der Website des Landes.





