- Verleihung von 140 Verdienstmedaillen und 46 Verdienstkreuzen
- 23 Personen mit Tiroler Lebensrettungsmedaille geehrt
- 14 Tiroler Familien wurde Titel „Erbhof“ verliehen
Der Hohe Frauentag steht in Tirol traditionell im Zeichen des Dankes und der Anerkennung. In diesem Jahr erhält diese Botschaft eine besondere Bedeutung: Das Jahr 2026 ist in Tirol das „Jahr des Ehrenamts“ und rückt damit jene Menschen ins Rampenlicht, die sich Tag für Tag freiwillig für andere einsetzen und damit einen unverzichtbaren Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten. Im Rahmen des Festakts in der Kaiserlichen Hofburg zu Innsbruck ehrten Landeshauptmann Anton Mattle und Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher heute, Samstag, zahlreiche verdiente Persönlichkeiten aus Tirol und Südtirol. Insgesamt 46 BürgerInnen erhielten das Verdienstkreuz sowie 140 Personen die Verdienstmedaille des Landes Tirol. Darüber hinaus wurden 23 Personen für die Rettung von Menschen aus einer Lebensgefahr in 11 Fällen mit der Tiroler Lebensrettungsmedaille ausgezeichnet. Zudem wurde 14 Familien der Ehrentitel „Erbhof“ verliehen.
„Das Jahr des Ehrenamts macht sichtbar, was Tirol jeden Tag trägt: Zahlreiche Menschen übernehmen freiwillig Verantwortung und leisten weit mehr, als von ihnen erwartet wird. Sie schenken ihre Zeit, ihr Wissen und ihre Kraft für andere in Vereinen, Einsatzorganisationen, im Sozial- und Gesundheitsbereich, in Kultur und Brauchtum, im Sport, in der Bildung, in der Landwirtschaft und in vielen weiteren Bereichen – und retten mit Engagement und Zivilcourage in vielen Fällen sogar Leben. Dieses Engagement ist keine Selbstverständlichkeit, sondern eine tragende Säule unseres Landes. Mit den heutigen Auszeichnungen sagen wir Danke und setzen ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung für alle Ehrenamtlichen, Lebensretterinnen und Lebensretter sowie Familien, die über Jahrzehnte Traditionen auf ihren Höfen pflegen“, so LH Mattle.
„Ehrenamt und gelebte Verantwortung für die Gemeinschaft verbinden Tirol und Südtirol seit jeher. Die heute ausgezeichneten Menschen stehen stellvertretend für viele, die sich mit großer Selbstverständlichkeit und viel persönlichem Einsatz für andere engagieren. Ihr Beitrag stärkt den Zusammenhalt und macht unsere Gesellschaft lebenswerter. Gerade in einer Zeit, in der Gemeinschaft und gegenseitige Unterstützung besonders wichtig sind, ist es ein starkes Zeichen, dieses Engagement sichtbar zu würdigen. Mein besonderer Dank gilt daher allen Geehrten für ihren Einsatz, den Lebensretterinnen und Lebensrettern für ihren Mut sowie den Erbhof-Familien, die über Generationen hinweg Verantwortung für ihre Höfe und unser kulturelles Erbe übernehmen“, betonte LH Kompatscher.
Auszeichnung für besonderes Engagement und Ehrenamt
Mit dem Verdienstkreuz des Landes Tirol wurden heuer insgesamt 46 Persönlichkeiten ausgezeichnet, die sich in herausragender Weise um das Land und seine Menschen verdient gemacht haben. Es ist nach dem Ring und dem Ehrenzeichen die dritthöchste Auszeichnung des Landes Tirol. Die bronzevergoldete Verdienstmedaille erhielten insgesamt 140 Personen, die sich über viele Jahre mit ehrenamtlichem Einsatz und außergewöhnlichem Engagement für das Gemeinwohl eingesetzt haben.
Dank und Anerkennung für LebensretterInnen
Mit der Tiroler Lebensrettungsmedaille würdigen Tirol und Südtirol Menschen, die in einer Ausnahmesituation selbstlos gehandelt und dadurch andere aus einer Lebensgefahr gerettet haben. 23 Personen wurden heuer für ihren mutigen Einsatz in insgesamt 11 Fällen ausgezeichnet. Zu den geehrten LebensretterInnen zählen unter anderem eine Gruppe von Bergrettern der Bergrettung Sellraintal für die aufwendige Bergung von vier am Lüsener Fernerkogel in Bergnot geratenen AlpinistInnen sowie zwei Ersthelfer, die bei einem Autounfall in Thiersee zwei Insassen aus einem brennenden Auto retteten. „Ihr Handeln zeigt eindrucksvoll, wie wichtig Zivilcourage, Hilfsbereitschaft und entschlossenes Handeln für unsere Gesellschaft sind und macht sie zu Vorbildern für uns alle“, betonten LH Mattle und LH Kompatscher.
14 jahrhundertealte „Erbhöfe“ gewürdigt
Seit Jahrhunderten werden Tiroler Höfe von Generation zu Generation weitergegeben und prägen damit die Identität des Landes. Als „Erbhof“ darf ein landwirtschaftlicher Betrieb geführt werden, wenn er sich seit mindestens 200 Jahren in gerader Linie oder in der Seitenlinie bis zum zweiten Grad im Besitz derselben Familie befindet. Am diesjährigen Hohen Frauentag wurde 14 Familien diese besondere Auszeichnung verliehen. „Mit der Überreichung der Erbhofurkunde und des Erbhofschildes aus Bronzeguss würdigt das Land Tirol den Einsatz für den Erhalt eines wertvollen kulturellen Erbes“, gratulierte und dankte auch LHStv Josef Geisler.





























