- Tiroler Landestheater erfolgreich: Auszeichnungen für „Brundibár“ und Nachwuchstalent Benjamin Chamandy
- Tiroler Festspiele Erl ausgezeichnet: Claus Guth erhält den Preis für die beste Regie
- Breite Anerkennung: Insgesamt sechs Tiroler Nominierungen bei den Musiktheaterpreisen
Die Tiroler Opernlandschaft hat bei der Verleihung des Österreichischen Musiktheaterpreises 2026 in Wien groß aufgezeigt: Gleich drei der renommierten Auszeichnungen gehen an Produktionen bzw. Künstler aus Tirol. Die Jury prämierte „Brundibár“ des Tiroler Landestheaters Innsbruck als beste Gesamtproduktion Jugend, Benjamin Chamandy als besten Nachwuchskünstler sowie Claus Guth für die beste Regie für seine Arbeit bei den Tiroler Festspielen Erl. „Tirol kann Oper – das haben die herausragenden Erfolge bei den Österreichischen Musiktheaterpreisen bewiesen. Ich gratuliere unseren Preisträgerinnen und Preisträgern zu dieser Auszeichnung mit Signalwirkung“, gratuliert Kulturreferent LH Anton Mattle den beiden Tiroler Häusern und ergänzt: „Wir sind vorne dabei und können mit den großen Musikweltstädten Wien und Salzburg auf Augenhöhe mithalten.“
Tirol räumt ab: Auszeichnungen für Tiroler Landestheater und Tiroler Festspiele Erl
Die Auszeichnung als „Beste Gesamtproduktion Jugend“ ging an „Brundibár“ am Tiroler Landestheater Innsbruck. Die Oper von Hans Krása wurde im Rahmen des Musiktheaterpreises für ihre Gesamtleistung prämiert. Als „Bester Nachwuchs“ wurde Benjamin Chamandy geehrt, der am Tiroler Landestheater Innsbruck in „Liebesgesang“ als „Er“ sowie als Ehemann in „Von Heute auf Morgen“ überzeugte. Für seine Neuinszenierung der beiden Einakter „Herzog Blaubarts Burg“ und „La voix humaine“ in einem Opern-Doppel bei den Tiroler Festspielen Erl erhielt Regisseur Claus Guth den Preis für die „Beste Regie“, eine der wichtigsten Auszeichnungen des Abends.
„Dass sowohl unser Landestheater als auch die Festspiele Erl ausgezeichnet wurden, beweist die besondere künstlerische Qualität des Musiktheaters in Tirol. Unsere Opernschaffenden haben gezeigt: Die Szene in Tirol hat eine starke Stimme im österreichischen Musiktheater“, erklärt LH Mattle. Neben den drei PreisträgerInnen waren weitere Tiroler Produktionen und eine Künstlerin für den Österreichischen Musiktheaterpreis 2026 nominiert: Anastasia Lerman vom Tiroler Landestheater Innsbruck erhielt eine Nominierung in der Kategorie „Beste Nebenrolle (weiblich)“ für ihre Darstellung der Nanetta in „Falstaff“. Die Produktion „Liebesgesang“ des Tiroler Landestheaters war für die „Beste Ur-/Erstaufführung“ nominiert, „Romeo und Julia“ für die „Beste Gesamtproduktion Tanz“.
Über den Österreichischen Musiktheaterpreis
Der Österreichische Musiktheaterpreis wurde von Karl-Michael Ebner 2012 initiiert und wird seit 2013 jährlich vergeben. Er würdigt jährlich herausragende Leistungen im österreichischen Musiktheater und ist eine Auszeichnung für die besten Produktionen im Bereich Oper, Operette, Musical und Tanz. Die Jury setzt sich aus namhaften österreichischen KulturjournalistInnen und MusikkritikerInnen zusammen.