Beratung, Begleitung und Betreuung – über Tirol spannt sich ein breites Netz an psychosozialen Hilfsangeboten. Diese Versorgungsstrukturen standen im Mittelpunkt eines Arbeitsgesprächs von Gesundheitslandesrätin Cornelia Hagele und dem Präsidenten von „pro mente“ Tirol, Martin Kurz, sowie dem fachlichen Geschäftsführer Markus Walpoth. Im Zuge des Besuchs informierte sich die Landesrätin über aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und zukünftige Projekte im Bereich der mentalen Gesundheit.
„Wir wissen schon längst: Lebensqualität, soziale Teilhabe oder Leistungsfähigkeit sind stark von der psychischen Gesundheit eines Menschen abhängig. Darum ist es unsere gemeinsame gesellschaftliche Aufgabe, mehr Bewusstsein für psychische Gesundheit zu schaffen und sie endlich auf dieselbe Stufe wie körperliche Gesundheit zu heben. Alle Betroffenen in Tirol – vom Kind bis zu den Seniorinnen und Senioren – sollen genau jene Unterstützung erhalten, die sie benötigen“, erklärt LRin Hagele. Stellvertretend für alle MitarbeiterInnen dankte sie dem Präsidenten für das umfangreiche Engagement: „Die Organisation ‚pro mente‘ leistet in Tirol seit mehr als 50 Jahren eine unverzichtbare Arbeit. Menschen, die mit psychischen Krisen konfrontiert sind, finden hier professionelle Begleitung, Hilfe im Alltag und eine neue Perspektive.“ Seit 2024 ist Martin Kurz, Ärztlicher Leiter Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin im Bezirkskrankenhaus Zams, neuer Präsident der Tiroler Landesorganisation von „pro mente“.
Mit sieben Standorten in Tirol (Innsbruck, Imst, Kufstein, Landeck, Lienz, Reutte und Schwaz) bietet „pro mente“ ein breites Spektrum an Unterstützungsleistungen, die von Beratung, Krisenintervention und Wohnbetreuung bis hin zu Beschäftigungs- und Ausbildungsangeboten reichen. Auch aktuelle Projekte wie „Erste Hilfe für die Seele“ tragen dazu bei, das Bewusstsein für psychische Gesundheit in der Bevölkerung zu stärken und Vorurteile abzubauen. „Psychosoziale Belastungen können mit vorübergehenden Krisen beginnen und letztlich in schweren psychischen Erkrankungen gipfeln. Umso wichtiger sind starke Partner wie ‚pro mente‘, um Betroffene und ihre Angehörigen umfassend zu begleiten“, sagt LRin Hagele. Der regelmäßige Austausch zwischen dem Land und den betreffenden Organisationen sei eine wichtige Grundlage, um die psychosoziale Versorgung in Tirol weiterzuentwickeln.



