- Bildungslandesrätin verteilte Zeugnisse an der Polytechnischen Schule Telfs
- Insgesamt rund 1.500 AbsolventInnen an den Polytechnischen Schulen in Tirol
Für 97.900 SchülerInnen in Tirol beginnen mit dem heutigen Zeugnistag die Sommerferien. Bildungslandesrätin Cornelia Hagele nutzte daher den Schulschluss für einen Besuch an der Polytechnischen Schule (PTS) Telfs. Gemeinsam mit Christian Jesacher, Leiter des Präsidialbereichs und stellvertretendem Bildungsdirektor, sowie Christian Biendl, Leiter des Pädagogischen Bereichs in der Bildungsdirektion für Tirol, gratulierte sie den PTS-SchülerInnen zu ihren Leistungen und wünschte ihnen alles Gute für ihren weiteren Bildungs- und Berufsweg. Neben der Zeugnisvergabe durch die Landesrätin standen der Austausch mit der Schulgemeinschaft sowie die Bedeutung der Polytechnischen Schulen für den Bildungs- und Wirtschaftsstandort Tirol im Mittelpunkt.
„Der Zeugnistag ist für viele Schülerinnen und Schüler der Startschuss für die wohlverdienten Ferien. Für andere wiederum markiert er den Beginn eines neuen Ausbildungsabschnitts oder den Start ins Berufsleben. Gerade unsere Polytechnischen Schulen begleiten die Jugendlichen und helfen ihnen, ihr Talent zu entdecken und sich auf den Einstieg in den Beruf vorzubereiten. Damit leistet der Schultyp PTS einen entscheidenden Beitrag für die Zukunft unserer jungen Menschen“, betont LRin Hagele. Im abgelaufenen Schuljahr 2025/26 haben insgesamt 1.469 SchülerInnen die 25 Polytechnischen Schulen in Tirol erfolgreich abgeschlossen.
PTS als Brücke zwischen Schule und Beruf
Beim Besuch informierte sich die Landesrätin über die vielfältigen Ausbildungsangebote der PTS Telfs sowie die enge Zusammenarbeit mit regionalen Betrieben. „Eine starke Lehre braucht auch starke Polytechnische Schulen. Sie sind die Brücke zwischen Schule und Beruf und damit ein wichtiger Baustein für die Fachkräftesicherung in Tirol. Die hohe Praxisorientierung und die enge Zusammenarbeit mit unseren heimischen Betrieben stärken zugleich unseren Wirtschaftsstandort“, erklärte LRin Hagele bei ihrem Besuch.
Zum Abschluss bedankte sich die Bildungslandesrätin stellvertretend bei der PTS Telfs für die Lehrkräfte in Tirol: „Mein herzlicher Dank gilt allen Lehrerinnen und Lehrern sowie den Schulleitungen – sie begleiten und fördern unsere Kinder und Jugendlichen das ganze Jahr über mit gewaltigem Engagement. Allen Schülerinnen und Schülern wünsche ich erholsame Sommerferien und viel Erfolg für ihren weiteren Bildungs- und Berufsweg.“
Erfreuliche Jahresbilanz: Tiroler Interventionsmodell zeigt Wirkung
Positiv entwickelte sich im abgelaufenen Schuljahr besonders die Zahl der Suspendierungen. Mit Stand Juli 2026 wurden tirolweit 123 Suspendierungen ausgesprochen, nachdem es noch 160 im Schuljahr 2024/25 waren. „Der Rückgang an Suspendierungen zeigt, dass unser Tiroler Interventionsmodell greift. Ziel des Programms ist es, Konflikte frühzeitig abzufangen, Eskalation zu vermeiden und Schülerinnen und Schüler trotz schwieriger Umstände bestmöglich zu begleiten“, informiert LRin Hagele. Im Rahmen des Tiroler Interventionsmodells, das 2022 ins Leben gerufen wurde, kommen bei Suspendierungen rasch multiprofessionelle Teams aus der Schulpsychologie, dem Schulqualitätsmanagement, dem Diversitätsmanagement und der Schulsozialarbeit sowie Beratungs- und Interventionslehrpersonen zum Einsatz. Die betroffenen SchülerInnen werden während der Suspendierung in einem eigenen Setting außerhalb des Klassenverbandes betreut und unterrichtet, damit sie den Lernanschluss nicht verlieren. „Unsere Schulen sollen sichere Orte sein, an denen junge Menschen lernen, Verantwortung zu übernehmen. Dass das Tiroler Modell nun mit Beginn des Schuljahres 2026/27 österreichweit umgesetzt wird, ist eine erfreuliche Bestätigung für unseren Weg. Denn Suspendierungen allein reichen nicht aus – mit dem Tiroler Interventionsmodell setzen wir auf Begleitung statt Ausgrenzung“, so LRin Hagele.
Tirols Sprachtalente überzeugten beim Fremdsprachenwettbewerb
Ein besonderer Höhepunkt des Schuljahres 2025/26 war der Tiroler Fremdsprachenwettbewerb, bei dem zahlreiche SchülerInnen aus den Oberstufen ihre sprachlichen Fertigkeiten und ihre Eloquenz unter Beweis stellten. Insgesamt nahmen 165 Tiroler SchülerInnen in den lebenden Fremdsprachen (Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Russisch) sowie weitere 45 Jugendliche aus Tirol und Südtirol in den klassischen Sprachen Latein und Griechisch teil. Neben den einsprachigen Kategorien traten viele Jugendliche auch in mehrsprachigen Kategorien an – hier ging es darum, flüssig zwischen zwei Fremdsprachen zu wechseln und spontan zu interagieren. „Wer mehrere Sprachen spricht, erweitert nicht nur seine persönlichen und beruflichen Chancen, sondern gewinnt auch Verständnis für andere Weltbilder und Kulturen. Die hervorragenden Leistungen unserer Schülerinnen und Schüler beweisen, welch hohen Stellenwert Fremdsprachen in Tirols Schulalltag haben“, betont LRin Hagele. Die Siegerinnen und Sieger wurden im März bei einem Festakt im Landhaus ausgezeichnet.
Der bundesweite Sprachencontest für SchülerInnen der berufsbildenden Schulen fand im April 2026 statt und wurde vom Center für berufsbezogene Sprachen (CEBS) des Bildungsministeriums organisiert. Die einsprachigen und die mehrsprachigen Bewerbe bedeuteten für Tirol erneut außergewöhnlich gute Ergebnisse: In den insgesamt acht Bewerben erzielten Tiroler KandidatInnen herausragende fünf Podiumsplatzierungen. Mit drei Siegen und zwei dritten Plätzen erwies sich Tirol als das erfolgreichste Bundesland im Österreichvergleich.




