- 10,2 Milliarden Euro Wertschöpfung als wichtiges wirtschaftliches Standbein in Tirol
- Neues zentrales digitales Beherbergungsregister bringt klare Regeln, mehr Transparenz und faire Wettbewerbsbedingungen
- Tourismusforum on tour: Dialogformat startet ab Oktober wieder
Mit rund 60.000 Beschäftigten und 10,2 Milliarden Euro Wertschöpfung ist der Tourismus seit Jahrzehnten ein unverzichtbares Standbein der Tiroler Wirtschaft und ein Garant dafür, dass viele Menschen in den Tälern eine wirtschaftliche Grundlage haben. Gleichzeitig verändert sich die Branche: Die Erwartungen der Gäste wandeln sich, die Rahmenbedingungen werden komplexer und die Akzeptanz der Bevölkerung rückt noch stärker in den Mittelpunkt. LH Anton Mattle und Tourismuslandesrat Mario Gerber nehmen den Welttourismustag am 27. September zum Anlass, um für die Bedeutung des Tourismus in Tirol zu sensibilisieren.
„Tirol stemmt sich gegen den Negativtrend in Österreich: die Arbeitslosigkeit bleibt in Tirol am untersten Ende der österreichischen Skala, die Tiroler Betriebe erwirtschaften das höchste Wirtschaftswachstum und der Tourismus bleibt bei uns ein Fels in der Brandung. Der Tiroler Tourismus ist Arbeitgeber für zehntausende Menschen, die wirtschaftliche Grundlage zahlreicher Familien und ein Aushängeschild unseres Landes. Der Tourismus schafft Wohlstand und Lebensqualität in allen Regionen unseres Landes. Wer glaubt, dass Tirol ohne Tourismus erfolgreich ist, der täuscht sich. Der Tiroler Tourismus ist gemeinsam mit Industrie und Wirtschaft der Garant dafür, dass die Menschen eine Arbeit haben, die Täler weiterhin bewohnt werden und in Infrastruktur investiert wird. Nur mit dem Tourismus ist Tirol aus eigener Kraft heraus erfolgreich“, erklärt LH Mattle.
Tirol als gastfreundlichstes Bundesland ausgezeichnet
LR Gerber ergänzt: „Wenn Gäste fehlen, fehlen nicht nur Nächtigungen – es fehlt an Wertschöpfung in der ganzen Region: die Abnehmerinnen und Abnehmer für die frischen Semmeln des Bäckers vor Ort, die Wäscherei in der Nachbargemeinde oder die Gemüsebauern der Umgebung. Tirol hat als Tourismusstandort einen hervorragenden Ruf, wir sind in der obersten Liga. Das zeigt auch die aktuelle Auszeichnung als gastfreundlichstes Bundesland Österreichs beim TRAVELBOOK Award 2026, vergeben vom größten deutschen Online-Reisemagazin. Gleichzeitig lautet unsere Devise in der Weiterentwicklung des heimischen Tourismus ‚Qualität vor Quantität‘. Wir setzen auf faire Rahmenbedingungen und auf einen offenen Dialog mit allen Stakeholdern. Der ‚Tiroler Weg‘ – unsere Tourismusstrategie – gibt uns dafür die Richtung vor. Es geht um eine verantwortungsvolle Entwicklung, die Wertschöpfung und Lebensqualität in Balance hält.“
Tirol geht voran: Neue Regeln für die Kurzzeitvermietung
Ein aktuelles Beispiel für die Weiterentwicklung des Tourismusstandorts ist die Umsetzung der EU-Vorgaben für die Kurzzeitvermietung. Neben Wien ist Tirol das erste Bundesland, das die sogenannte Short-Term-Rental-Verordnung umsetzen wird. Wer eine Unterkunft auf Online-Buchungsplattformen wie Booking oder Airbnb kurzzeitig – sprich weniger als ein Jahr – vermieten möchte, muss sich vor Beginn der Vermietung digital registrieren und erhält dafür eine eigene Registrierungsnummer. Hotels oder private FerienwohnungsanbieterInnen mussten sich bereits bisher bei ihrem zuständigen Tourismusverband registrieren – neu ist, dass die Registrierungsnummern künftig mit den Online-Buchungsplattformen abgeglichen werden. Mit der neuen Regelung soll der Wohnungsmarkt entlastet und illegalen kurzzeitigen Wohnungsvermietungen vorgegriffen werden.
„Tirol geht voran und setzt als eines der ersten Bundesländer die neue EU-Verordnung zur Kurzzeitvermietung um. Wir schaffen damit klare Spielregeln für die private und gewerbliche Vermietung, mehr Transparenz und faire Wettbewerbsbedingungen. Gleichzeitig schützen und schaffen wir leistbaren Wohnraum. Das digitale Beherbergungsregister macht die Registrierung einfach und unkompliziert – damit verbinden wir moderne Digitalisierung mit einem fairen und zukunftsfähigen Tourismusstandort“, so der Tourismuslandesrat.
Tourismusforum on tour: Mit der Bevölkerung vor Ort im Austausch
Neben klaren gesetzlichen Rahmenbedingungen setzt Tirol auf Dialog. Mit dem „Tourismusforum on tour“ wurde ein Format geschaffen, das Tourismusverantwortliche und die Bevölkerung direkt zusammenbringt. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Fragen rund um den Tourismus, die die Menschen vor Ort beschäftigen: vom Spannungsfeld zwischen Naturschutz und touristischer Entwicklung über den Nutzen touristischer Großevents bis hin zur Frage, welche Entwicklung Tirols Regionen für sich anstreben.
„Wir wollen nicht über die Menschen in den Regionen reden, sondern mit ihnen. Das Dialogformat der Tirol Werbung bringt jene Menschen an einen Tisch, die den Tourismus täglich erleben – als Gastgeberinnen und Gastgeber, Beschäftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer oder als Einheimische. Dieser offene Austausch ist für die Weiterentwicklung des Tiroler Weges besonders wertvoll. Denn Tourismus kann nur funktionieren, wenn die Bevölkerung ihn mitträgt und auch selbst von seinen Chancen profitiert“, betont LR Gerber.
Die nächsten Termine finden im Oktober und November 2026 in Rum, Imst, Kitzbühel und Assling statt. Alle Informationen finden sich auf der Website der Tirol Werbung.