Tirol Kliniken gewinnen VCÖ-Mobilitätspreis Tirol 2026

Bahnhof Fritzens-Wattens und Bozner Platz ebenso ausgezeichnet

  • Tirol Kliniken forcieren nachhaltige Mobilität für rund 9.000 MitarbeiterInnen 
  • Neugestalteter Bozner Platz und Bahnhof Fritzens-Wattens als vorbildliche Projekte ausgezeichnet
  • Feierliche Preisverleihung im Innsbrucker Landhaus

Heute, Mittwoch, wurde der VCÖ-Mobilitätspreis Tirol 2026 im Innsbrucker Landhaus verliehen. Unter dem Motto „nachhaltig.effizient.innovativ“ konnten bis Mai Projekte eingereicht werden. Die Fachjury kürte das Mobilitätsmanagement der Tirol Kliniken zum Sieger. Ebenfalls ausgezeichnet wurden die Stadt Innsbruck für die Neugestaltung des Bozner Platzes sowie OSTERTAG ARCHITECTS für die Gestaltung der neuen Mobilitätsdrehscheibe Bahnhof Fritzens-Wattens.

Mobilitätslanderat René Zumtobel betonte bei der Preisverleihung: „Verkehr reduzieren, umweltfreundliche Mobilitätsformen forcieren und das nachhaltige Mobilitätsangebot verbessern sind wesentliche Aufgaben, die wir nicht nur in Politik und Verwaltung verfolgen. Der VCÖ-Mobilitätspreis zeigt jedes Jahr auf, dass auch in vielen anderen Bereichen daran gearbeitet wird, die Mobilitätswende voranzutreiben. Es freut mich, dass wir heuer wieder drei sehr unterschiedliche Tiroler Projekte auszeichnen können, die die vielen Facetten der Mobilitätszukunft widerspiegeln.“ 

„Wenn wir die Effizienz im Verkehrssystem erhöhen, dann reduzieren wir die Staus auf den Straßen, den Spritverbrauch und damit die Spritkosten und verbessern die Luftqualität und die Umweltbilanz der Mobilität. Mit innovativen Ansätzen können wir das erreichen und die Mobilität der Bevölkerung nachhaltig verbessern, wie auch die drei Projekte zeigen, die wir heute beim VCÖ-Mobilitätspreis Tirol auszeichnen“, stellt VCÖ-Experte Michael Schwendinger zum diesjährigen Motto des VCÖ-Mobilitätspreises fest. Der VCÖ-Mobilitätspreis Tirol wird vom VCÖ in Kooperation mit dem Land Tirol und den ÖBB durchgeführt.

„Tirol zeigt sehr deutlich, warum Mobilität mehr ist als der Weg von A nach B. Entscheidend ist, dass Bahn, Bus, Rad und Fußwege sinnvoll verknüpft funktionieren. Der VCÖ-Mobilitätspreis macht sichtbar, wie viele kreative Lösungen es gibt – und genau diese Beispiele bringen die Mobilitätswende voran“, so Michael Mangeng, ÖBB-Infrastruktur AG.

Tirol Kliniken: Jobticket, Carsharing und Förderung des Radverkehrs

Die Tirol Kliniken haben für ihre 9.000 Beschäftigten in Innsbruck, Hall, Hochzirl und Natters ein Bündel an Maßnahmen umgesetzt, damit die MitarbeiterInnen effizienter und umweltverträglicher zur Arbeit kommen und ein Beitrag zur Gesundheitsförderung geleistet wird. Als Anreiz, vom Auto auf den öffentlichen Verkehr umzusteigen, wird ein Jobticket zur Verfügung gestellt. Bereits rund 5.700 MitarbeiterInnen nutzen das Angebot, das nicht nur auf den Arbeitsweg positiv wirkt, sondern auch auf die Freizeitwege. Fast 1.800 Beschäftigte nutzen das Stadtrad Innsbruck. Auch die Möglichkeit, ein steuerbegünstigtes Jobrad zu leasen, wird von vielen genutzt. Zusätzliche Radabstellanlagen an den Klinikstandorten wurden errichtet und sind gut ausgelastet. Die Radverbindung zum Landeskrankenhaus Innsbruck wurde in Kooperation mit der Stadt Innsbruck verbessert. Auch das Corporate Carsharing wurde ausgeweitet und durch die Digitalisierung des Buchungsprozesses können Dienstfahrzeuge auch am Wochenende einfach genutzt werden. Bereits im Jahr 2016 wurde damit begonnen, die Dienstwagenflotte sukzessive zu elektrifizieren und für private Fahrzeuge von MitarbeiterInnen stehen zahlreiche Ladestationen zur Verfügung. 

Bahnhof Fritzens-Wattens: multimodale Mobilitätsdrehscheibe und Architektur-Highlight

Neben dem Siegerprojekt wurden auch dieses Jahr wieder zwei weitere vorbildliche Projekte beim VCÖ-Mobilitätspreis Tirol ausgezeichnet. Der neue Bahnhof Fritzens-Wattens besticht durch seine innovative architektonische Gestaltung. Das für das Projekt verantwortliche Architekturbüro OSTERTAG ARCHITECTS erhielt für die Gestaltung des Bahnhofs Fritzens-Wattens beim VCÖ-Mobilitätspreis Tirol die Auszeichnung als vorbildliches Projekt. Der Bahnhof präsentiert sich als multimodale Mobilitätsdrehscheibe, der die verschiedenen Formen der Mobilität optimal miteinander verknüpft und das Konzept der kurzen Wege beherzigt. So liegen zwischen der Fahrradabstellanlage für 160 Fahrräder und dem Bahnsteig nur 200 Meter. Der Busterminal ist am Parkdeck angedockt und die Bahnsteige sind witterungsgeschützt erreichbar. Eine neue Rad- und Fußgängerbrücke macht nicht nur den Bahnhof gut zu Fuß und mit dem Fahrrad erreichbar, sondern verbindet auch verkehrsberuhigt Fritzens und Wattens. Das Prinzip „Design for all“ wurde konsequent umgesetzt, das barrierefreie Gesamtkonzept umfasst vier Aufzüge und ein taktiles Leitsystem. 

Bozner Platz: Mehr Platz für aktive Mobilität

Die Stadt Innsbruck erhält für die Neugestaltung des Bozner Platzes die Auszeichnung als vorbildliches Projekt. Im Fokus steht dabei, dass mehr Platz für aktive Mobilität zu Fuß und mit dem Fahrrad geschaffen wurde, der Verkehr um den Platz reduziert werden konnte und das Schwammstadtprinzip sowie die Begrünung für eine natürliche Kühlung des Platzes sorgen. Der Anteil der unversiegelten Fläche wurde durch die Umgestaltung auf 43 Prozent erhöht – aus dem Bozner Platz wurde ein angenehmer Aufenthaltsort, der von der Bevölkerung sehr gut angenommen wird.