- Wöchentliches Update „Vereinfachung & Entbürokratisierung“: Land Tirol setzt weiter auf digitale Besucherlenkung auf Wander- und Bergwegen
- Reformprozess Tirol Konvent schreitet voran: 33 der insgesamt 76 Maßnahmen bereits umgesetzt oder gestartet
- Zahlreiche Einzelmaßnahmen optimieren Verwaltung als modernen und bürgernahen Servicedienstleister
Ob vereinfachte Förderanträge für Vereine oder neue KI-Chatbots für Fragen rund um Verwaltungsleistungen: Der Tirol Konvent bringt laufend konkrete Verbesserungen für BürgerInnen, Gemeinden, Unternehmen und die Verwaltung. Im ersten Halbjahr 2026 wurden wieder zahlreiche Maßnahmen umgesetzt oder auf den Weg gebracht. Insgesamt umfasst der Tirol Konvent 76 Maßnahmen, davon sind bereits 33 umgesetzt oder im laufenden Betrieb. Innerhalb dieser Maßnahmen gibt es zahlreiche Einzelmaßnahmen, die zielgruppen- oder projektspezifische Verbesserungen mit sich bringen – davon berichten die wöchentlichen Updates „Vereinfachung und Entbürokratisierung“. Ziel aller Schritte, Maßnahmen und Ideen bleibt es, Verwaltungsabläufe einfacher, schneller und serviceorientierter zu gestalten. Die Empfehlungen des BürgerInnen-Rats fließen dabei laufend in die Weiterentwicklung des Reformprozesses ein.
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Digitale Berg- und Wanderweg: Land Tirol setzt weiterhin auf Projekt
Zu den aktuellen digitalen Fortschritten zählt auch das Projekt Digiway, das kürzlich vorgestellt wurde (siehe dazu Pressemitteilung vom 25. Juni 2026). Von den bereitgestellten Daten profitieren alpine Vereine, Tourismusorganisationen, digitale Karten- und Tourenplattform und allen voran die Bevölkerung und Gäste selbst. Digiway ist ein INTERREG-Projekt, das nach dreijähriger Projektlaufzeit Ende 2026 seinen offiziellen Abschluss findet. Tirol hält jedoch an der Fortsetzung dieses Projekts fest: „Digitalisierung ist ein Kernelement des Tirol Konvents – auf verschiedensten Ebenen und in vielen Bereichen. Das Projekt ist nachhaltig wichtig und verbessert durch den Datenaustausch, die Datenbereitstellung und die Ausgesetztheitskarte die Sicherheit und Besucherlenkung – und das in der gesamten Euregio. Auch nach offiziellem Projektabschluss wird das Projekt vonseiten des Landes über das Programm ‚Bergwelt Tirol – Miteinander erleben‘ betreut und genutzt, um die harmonisierten Wegedatenbanken langfristig zu erhalten“, erklärt LH Anton Mattle. So habe Digiway erstmals die Grundlage für eine grenzüberschreitend vergleichbare Beschreibung und Bewertung von Wander- und Bergwegen im Alpenraum geschaffen.
Tirol Konvent als langfristiger Reformprozess
Grundsätzlich wurde der Tirol Konvent ins Leben gerufen, um die Tiroler Landesverwaltung langfristig weiterzuentwickeln und fit für die Herausforderungen der Zukunft zu machen. Im Mittelpunkt stehen konkrete Verbesserungen, die den Menschen den Kontakt mit der Verwaltung erleichtern, Verfahren vereinfachen und MitarbeiterInnen mehr Zeit für ihre eigentlichen Aufgaben verschaffen. Digitalisierung, moderne Technologien und der gezielte Abbau unnötiger Bürokratie sind dabei ebenso wesentliche Bestandteile wie die laufende Überprüfung bestehender Abläufe und gesetzlicher Regelungen.
„Die Modernisierung der Landesverwaltung und Entbürokratisierung dürfen keine Eintagsfliege sein. Der Tirol Konvent ist deshalb kein kurzfristiges Projekt, sondern ein langfristiger Reformprozess, bei dem das Ganze mehr ist als die Summe seiner Teile. Während andere große Würfe versprechen, die in der Umsetzung stecken bleiben, setzen wir konsequent jede Woche eine konkrete Maßnahme. Entscheidend ist, dass Verbesserungen dort ankommen, wo Menschen mit der Verwaltung in Kontakt kommen. Deshalb vereinfachen und beschleunigen wir Verfahren, bauen Bürokratie ab und nützen die Möglichkeiten der Digitalisierung dort, wo sie den Menschen einen echten Mehrwert bringt“, betont LH Mattle und hält fest, dass die Umsetzung weiterer Maßnahmen konsequent vorangetrieben wird: „Viele Maßnahmen sind bereits umgesetzt oder gestartet, zahlreiche weitere befinden sich in Vorbereitung. Einzelne Verbesserungen mögen auf den ersten Blick für sich klein erscheinen – in Summe entsteht daraus aber eine moderne Verwaltung, die einfacher, schneller und bürgernäher arbeitet. Gleichzeitig entwickeln wir den Tirol Konvent gemeinsam mit den Menschen weiter. Die Empfehlungen des BürgerInnen-Rats liefern wertvolle Impulse, die wir Schritt für Schritt aufgreifen und in den Reformprozess einfließen lassen.“
Auszüge „Vereinfachung & Entbürokratisierung“ im ersten Halbjahr 2026
- Ausweiserstellung: Der vollständig digitale Prozess der Ausweiserstellung wurde auf ganz Tirol ausgerollt. Die von der BH Schwaz entwickelte Foto-Self-Service-Station ist nun in allen Tiroler Bezirkshauptmannschaften im Einsatz.
- Barrierefreiheit: Im Rahmen des Tirol Konvents wurden bereits knapp 170 MitarbeiterInnen an den Tiroler Bezirkshauptmannschaften zur digitalen Barrierefreiheit geschult, um digitale Angebote des Landes noch zugänglicher zu machen.
- Betriebsanlagenverfahren: Der neue WIFI-Lehrgang „Zertifizierte Fachkundige für die Betriebsanlageneinreichung“ bietet die Chance, einen der häufigsten Gründe für Verzögerungen in Betriebsanlagenverfahren gezielt anzugehen und die Verfahren dadurch effizienter zu gestalten.
- Firmenbuchabfrage: Die automatisierte Abfrage aus dem Firmenbuchregister entlastet AntragstellerInnen durch weniger erforderliche Unterlagen und vermeidet zeitaufwändige händische Abfragen durch die SachbearbeiterInnen.
- Förderwesen – Förder-Referenzmodell: Förderformulare des Landes werden weiter standardisiert, digitalisiert und vereinfacht. Automatisierte Prozesse vereinfachen die Antragstellung und verkürzen die Bearbeitungszeiten.
- Forst: Vereinfachungen bei Waldwirtschaftsplänen sowie verstärkter Einsatz digitaler Technologien und Künstlicher Intelligenz.
- Energieausweisdatenbank: Neue Datenbank unterstützt EigentümerInnen und Betriebe bei der Umsetzung europäischer Vorgaben.
- Heizkostenzuschuss: Der Tirol Konvent bringt eine vereinfachte Antragstellung für die BürgerInnen und eine effizientere Abwicklung für die Verwaltung.
- ID Austria: Zusätzliche ID Austria-Registrierungsstellen in Tirol und Ausbau digitaler Verwaltungsservices.
- Jagd: Für angehende JägerInnen entfällt der Gang zur Gemeinde grundsätzlich. Ergänzend zur Teilnahmebestätigung am Ausbildungslehrgang ist lediglich ein amtlicher Lichtbildausweis (Pass, Personalausweis, Führerschein) vorzulegen – die Geburtsurkunde muss nicht mehr extra beantragt und vorgelegt werden. Mit der Applikation des Landes „Tiroler Jagd“ können JägerInnen erlegtes Kahlwild wie Rot- oder Rehwild nunmehr einfach und unkompliziert per Smartphone dokumentieren und an die Behörde melden.
- KI-Strategie und Chatbots: Mit der KI-Strategie des Landes wurden die Grundlagen für den verantwortungsvollen Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Landesverwaltung geschaffen. Zwei neue KI-gestützte Chatbots in den Bereichen „Digitale Services“ und „Heizungs- und Klimaanlagendatenbank des Landes Tirol“ unterstützen BürgerInnen und Unternehmen bei häufigen Fragen und entlasten die MitarbeiterInnen der Landesverwaltung bei Standardfragen.
- Musikschulwesen: Neue digitale Informations- und Serviceangebote erleichtern Anmeldung und Organisation.
- Stellplatzverordnungen: Stellplatzverordnungen bilden das Regelwerk für Abstellmöglichkeiten von Kraftfahrzeugen auf Grundstücken von Neubauten, Umbauten oder Nutzungsänderungen von Gebäuden. Ein neuer Leitfaden unterstützt Gemeinden bei der Erstellung der dazugehörigen Verordnungen.
- Vereine – digitale Förderplattform und E-Government: Förderinformationen werden künftig zentral gebündelt und Anträge automatisch an die zuständige Stelle weitergeleitet. Vereine können den USP-Einstieg ins Digital Service Tirol nutzen und damit viele Behördenwege noch einfacher digital erledigen.
Alle Informationen zum Tirol Konvent sowie zu den bereits umgesetzten Maßnahmen finden sich unter www.tirol.gv.at/tirolkonvent.