- Ausweiserstellung: Digitalisierung bringt Zeitersparnis von zwei bis drei Minuten pro Antrag
- Projekt der BH Schwaz als zentrale Maßnahme des Tirol Konvents
- Wöchentliches Update „Vereinfachung & Entbürokratisierung“: Digitale Amtstafel erleichtert Zugang zu Kundmachungen
Ob Amtswege, digitale Ausweise oder zahlreiche weitere Services – mit der ID Austria lassen sich viele Leistungen einfach, sicher und unabhängig von Öffnungszeiten nutzen. Wie die digitale Identität in der Praxis funktioniert und welche Möglichkeiten sie bietet, zeigt derzeit die ID Austria Servicetour des Bundeskanzleramts – initiiert von Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll – direkt vor Ort. Beim Tourstopp in Schwaz machten sich StS Pröll und Digitalisierungslandesrat Mario Gerber ein Bild vom Angebot. Zudem besuchten sie die Bezirkshauptmannschaft Schwaz, wo sich der Digitalisierungsstaatssekretär vom mit dem Österreichischen Verwaltungspreis 2025 ausgezeichneten Digitalisierungsprojekt „Bürgerservice 2.0“ überzeugte. Dabei wurde der Prozess der Ausweiserstellung – von der Aufnahme und Verarbeitung des biometrischen Passfotos bis zur Erstellung des Dokuments – durchgängig digitalisiert.
„Die ID Austria ist ein wichtiger Baustein für eine moderne und bürgernahe Verwaltung. Mit der Servicetour bringen wir das Amt direkt zu den Menschen und zeigen, wie einfach und sicher digitale Services im Alltag genutzt werden können. Gleichzeitig wollen wir Hemmschwellen abbauen und möglichst viele Menschen für die Vorteile digitaler Amtswege gewinnen“, betont StS Pröll.
„Die ID Austria wird von der Tiroler Bevölkerung bereits gut angenommen. Nichtsdestotrotz wollen wir noch mehr Menschen für die Vorteile digitaler Amtswege gewinnen. Angebote wie die Servicetour leisten dabei einen wichtigen Beitrag“, erklärt LR Gerber.
Vorzeigeprojekt: Ausweiserstellung in Tirol bereits durchgängig digital
Wie Digitalisierung auch innerhalb der Verwaltung für schnellere und einfachere Abläufe sorgt, zeigt das Projekt „Bürgerservice 2.0“ der BH Schwaz. Der Prozess der Ausweiserstellung wurde dabei vollständig digitalisiert – Schere, Klebstoff und mehrfaches Ausdrucken und neuerliches Einscannen von Anträgen gehören der Vergangenheit an. Das Projekt wurde mittlerweile auf alle Tiroler Bezirkshauptmannschaften ausgeweitet – siehe Pressemeldung vom 29. April 2026. Interesse gab es darüber hinaus bereits auch über die Landesgrenzen hinweg. Das Projekt ist eine zentrale Maßnahme des Tirol Konvents, um die Digitalisierung und Entbürokratisierung der Landesverwaltung weiter voranzutreiben.
Staatssekretär Pröll hebt den Vorbildcharakter des Projekts hervor: „Die BH Schwaz zeigt eindrucksvoll, wie Verwaltung vorausschauend und innovativ gestaltet werden kann. Künftige europäische Vorgaben zur Sicherheit biometrischer Fotos werden bereits heute berücksichtigt, die Lösung wurde vollständig mit eigenem Know-how entwickelt. Barrierefreiheit und Mehrsprachigkeit sowie die Übertragbarkeit auf weitere Anwendungen machen das Projekt zu einem zukunftsweisenden Beispiel – weit über Tirol hinaus. Ich bin beeindruckt, mit welchem Innovationsgeist und welcher Konsequenz dieses Projekt umgesetzt wurde und gratuliere allen Beteiligten zu dieser herausragenden Leistung.“
Über 330 Stunden Zeitersparnis bei rund 10.000 Reisepässen
„Unser Ziel war es, den Ausweiserstellungsprozess sowohl für die Bürgerinnen und Bürger als auch für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu vereinfachen. Durch die Digitalisierung können wir Medienbrüche vermeiden und gleichzeitig Zeit gewinnen. Was früher mehrere einzelne Arbeitsschritte erforderte, läuft heute digitalisiert ab“, erklärt Bezirkshauptmann Michael Brandl und betont: „Die Auszeichnung mit dem Österreichischen Verwaltungspreis 2025 war für uns eine wichtige Anerkennung. Noch wichtiger ist aber, dass sich die Verbesserungen im täglichen Betrieb bemerkbar machen. Wir können unsere Ressourcen gezielter einsetzen und gleichzeitig den Bürgerservice weiter verbessern.“ Allein bei fast 10.000 Reisepässen, die im Jahr 2026 im Bezirk Schwaz neu ausgestellt werden, ergibt sich durch die Digitalisierung eine Zeitersparnis von über 330 Stunden beziehungsweise rund acht Arbeitswochen. Pro Antrag werden durchschnittlich zwei bis drei Minuten eingespart.
„Moderne Verwaltung bedeutet, bestehende Prozesse zu überdenken. Dass aus einer Innovation in einer Bezirkshauptmannschaft im Sinne des Tirol Konvents ein landesweit eingesetzter Prozess geworden ist, zeigt, welches Potenzial in guten Ideen aus der Verwaltung steckt“, so LR Gerber abschließend.
Digitale Amtstafel erleichtert Zugang zu Kundmachungen – wöchentliches Update „Vereinfachung & Entbürokratisierung“: Wer sich über aktuelle Kundmachungen der BH Kufstein informieren möchte, kann dafür seit Kurzem auch den digitalen Weg nutzen: Ein QR-Code führt direkt zur Website mit sämtlichen aktuellen Kundmachungen. Die neue „digitale Amtstafel“ ergänzt damit die bestehenden Kundmachungen in Papierform, die auch weiterhin öffentlich ausgehängt werden. „Der Tirol Konvent setzt auf konkrete Maßnahmen, die die Verwaltung einfacher und bürgerfreundlicher machen. Die digitale Amtstafel der BH Kufstein zeigt, wie Digitalisierung mit überschaubarem Aufwand einen zusätzlichen Zugang zu wichtigen Informationen schaffen kann“, betont LH Anton Mattle. „Gerade bei Kundmachungen ist es wichtig, dass Informationen möglichst einfach auffindbar sind. Mit dem QR-Code können Bürgerinnen und Bürger jederzeit und unabhängig von den Öffnungszeiten auf die aktuellen Kundmachungen zugreifen. Das ist eine kleine Maßnahme, die im Alltag einen konkreten Nutzen bringt“, so Digitalisierungslandesrat Mario Gerber.

