- Einheitliche Ausbildung für RangerInnen als Qualitätsgarant für die fünf Tiroler Naturparke
- Feierlicher Abschluss des ersten Ausbildungslehrgangs in Innsbruck
Synergien nutzen und die Schutzgebietsbetreuung auf höchstem Niveau gewährleisten. Dieses Ziel verfolgen die fünf Tiroler Naturparke mit der Einführung einer einheitlichen Ausbildung für RangerInnen. Im Rahmen eines EU-geförderten Projekts wurde die Ausbildung konzipiert und umgesetzt – diese Woche durfte sich der erste Jahrgang, bestehend aus 14 TeilnehmerInnen, über den Abschluss freuen. Naturschutzlandesrat René Zumtobel gratuliert den AbsolventInnen: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Tiroler Naturparken verfügen alle über umfassende Fachexpertise und kennen das Gelände und die dort vorkommenden Tier- und Pflanzenarten wie ‚ihre Westentasche‘. Gleichzeitig sind sie für die Anziehungskraft der Tiroler Naturparke und das damit einhergehende Konfliktpotenzial zwischen Mensch und Natur sensibilisiert. Das Potenzial, Wissen weiter auszubauen und vor allem einheitliche Qualitätsstandards einzuführen, wird mit dieser Ausbildung genutzt. Davon werden künftig die neuen Rangerinnen und Ranger bei ihrer Arbeit profitieren, aber auch unsere Schutzgebiete und letztendlich unsere Naturschätze.“
Die bei der Zertifikatsverleihung anwesende Landesrätin Eva Pawlata betont: „Die Rangerinnen und Ranger in den Naturparken sind mehr als Naturschutzexpertinnen und -experten. Sie sind wichtige Ansprechpersonen für die Gäste vor Ort und tragen dazu bei, dass ein Besuch in den Tiroler Schutzgebieten auch mit Information und Sensibilisierung einhergeht. Ich gratuliere allen Absolventinnen und Absolventen!“
Auch die Projektverantwortlichen sehen in der Ausbildung einen wichtigen Meilenstein. Anton Heufelder, Geschäftsführer des Naturpark Karwendel, sagt: „Mit der gemeinsamen Ranger-Ausbildung schaffen die Tiroler Naturparke einen einheitlichen Qualitätsstandard für die Besucherlenkung und den Naturschutz. Unsere Rangerinnen und Ranger sind Botschafterinnen und Botschafter für die Natur und wichtige Ansprechpersonen vor Ort. Sie helfen mit, Naturschutz verständlich zu vermitteln und Konflikte frühzeitig zu vermeiden.“
Für die Natur begeistern und Konflikte entschärfen
Die Ausbildung wurde von den fünf Tiroler Naturparken Kaunergrat, Karwendel, Ötztal, Tiroler Lech und Zillertaler Alpen gemeinsam entwickelt und durchgeführt. Ziel war es, Menschen auszubilden, die BesucherInnen für die Natur begeistern, Konflikte zu entschärfen und gleichzeitig einen aktiven Beitrag zum Naturschutz zu leisten. Insgesamt umfasste die Ausbildung mehrere Pflichtmodule, ein Praktikum sowie eine schriftliche und mündliche Abschlussprüfung. Inhaltlich standen Kommunikation und Konfliktmanagement, rechtliche Grundlagen, Biodiversität, praktische Naturschutzarbeit sowie moderne BesucherInnenlenkung im Mittelpunkt. Auch digitale BesucherInnenlenkung, Monitoring und Öffentlichkeitsarbeit waren Teil des Lehrplans.
Für den Lehrgang 2027 sind noch Plätze frei: Interessierte finden Detailinformationen zur Ausbildung auf der Website der Tiroler Naturparke.
RangerInnen als AnsprechpartnerInnen und MultiplikatorInnen
Die frisch zertifizierten RangerInnen werden künftig in den Tiroler Naturparken sowie als MultiplikatorInnen in ihren Regionen tätig sein. Sie übernehmen dabei eine wichtige Rolle als AnsprechpartnerInnen im Gelände, vermitteln Wissen über Natur und Landschaft und tragen dazu bei, BesucherInnenströme naturverträglich zu lenken. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag, um sensible Lebensräume zu schützen und gleichzeitig hochwertige Naturerlebnisse zu ermöglichen.
Weiterentwicklung unter dem Dach der Tiroler Naturparke-Akademie
Der Naturpark Karwendel übernahm federführend die Koordination des LEADER-Projekts, das gemeinsam von den fünf Tiroler Naturparken getragen und mit Mitteln von Land, Bund und der Europäischen Union finanziert wurde. Langfristig soll die Ausbildung unter dem Dach einer Tiroler Naturparke-Akademie weiterentwickelt werden. Ziel ist es, das Berufsbild des Naturpark-Rangers/der Naturpark-Rangerin nachhaltig zu etablieren und den steigenden Anforderungen in den Bereichen Naturschutz, BesucherInnenlenkung und Naturvermittlung gerecht zu werden.







