Seniorenenquete
27. Seniorenenquete des Landes Tirol 2026
"Sicherheit im eigenen Haushalt"
| Wann: | 13. November 2026 |
| Ort: | MESSE Innsbruck |
Allgemeine Beschreibung
Das eigene Zuhause steht für Sicherheit, Geborgenheit und Selbstständigkeit – besonders für ältere Generationen. Gleichzeitig können mit zunehmendem Alter alltägliche Situationen schneller zu Gefahrenquellen werden, etwa durch eingeschränkte Mobilität, Sehfähigkeit oder Reaktionsgeschwindigkeit. Stürze, Stolperfallen oder Unachtsamkeiten im Haushalt zählen dabei zu den häufigsten Unfallursachen. Um älteren Menschen ein möglichst langes und selbständiges Leben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen, ist es wichtig, den Haushalt frühzeitig sicher, altersgerecht und möglichst barrierefrei zu gestalten.
Auf Grundlage dieser Erkenntnisse wird sich die 27. Seniorenenquete des Landes Tirol dem Thema „Sicherheit im eigenen Haushalt“ annehmen und die damit einhergehenden Aspekte näher behandeln. Ziel dabei ist insbesondere, für potenzielle Gefahren im häuslichen Umfeld zu sensibilisieren und das Bewusstsein für die Bedeutung von Prävention zu stärken. Bereits einfache Maßnahmen können wesentlich dazu beitragen, Unfälle zu vermeiden und die Sicherheit sowie Selbstständigkeit älterer Menschen langfristig zu erhalten. Im Rahmen eines Fachvortrages werden entsprechende Datenbilder präsentiert, um die Faktoren für ein sicheres Bewegen im Alltag zu veranschaulichen und deren Bedeutung hervorzuheben.
Im Anschluss an den Fachvortrag präsentieren die VertreterInnen der diesjährigen Tiroler Beispiele ihre Tätigkeitsbereiche und diskutieren am Podium praktische Aspekte und Erfahrungen.
Fachvortrag
Sicherheit im Alter beginnt oft dort, wo Menschen sich am sichersten fühlen: im eigenen Zuhause. Gerade die alltäglichsten Wege in den eigenen vier Wänden entscheiden wesentlich darüber, ob ältere Menschen selbstständig, mobil und aktiv bleiben können. Unfälle im Alter sind daher nicht nur zufällige Einzelereignisse, sondern entstehen häufig im Zusammenspiel von Bewegung, Gesundheit, Gewohnheiten und räumlicher Gestaltung.
Der Fachvortrag soll auf Basis aktueller Daten aufzeigen, wo und wodurch sich ältere Menschen im Alltag verletzen und warum Sturzprävention weit vor dem eigentlichen Sturz beginnt. Im Mittelpunkt steht der eigene Haushalt als zentraler Bewegungsraum des Alters. Dabei geht es nicht um Angst vor Bewegung, sondern um die Frage, wie sichere Bewegung im Alltag ermöglicht werden kann. Neben datenbasierten Einblicken werden konkrete Präventionsansätze vorgestellt und es wird veranschaulicht, dass Sicherheit im eigenen Haushalt nicht Einschränkung bedeutet, sondern Freiheit, Bewegung und Selbstständigkeit ermöglicht. Denn sicheres Gestalten von Räumlichkeiten schafft eine wichtige Grundlage für Lebensqualität im Alter. Die Vortragende Dr.in Tabea Fian ist Forscherin im Bereich Sport- und Freizeitsicherheit am Kuratorium für Verkehrssicherheit. Als Raumplanerin beschäftigt sie sich mit der Frage, wie räumliche Bedingungen, Alltagsverhalten und Prävention zusammenspielen. Ihr Schwerpunkt liegt auf datenbasierten Analysen von Unfallrisiken sowie auf der Entwicklung evidenzbasierter Ansätze für sichere Lebens- und Bewegungsräume.
Tiroler Beispiele
ExpertInnen verschiedener Fachgebiete stellen ihren Tätigkeitsbereich vor, diskutieren gemeinsam über Aspekte rund um „Sicherheit im eigenen Haushalt“ und gehen dabei näher auf entsprechende Bedürfnisse von SeniorInnen sowie auf praktische Erfahrungen ein.
Generationengespräche
Im Anschluss an den Vortrag und die Diskussionsrunde finden die Generationengespräche statt. In kleinen Gruppen treffen die Generationen aufeinander, um sich in konstruktiven Gesprächen kennenzulernen, Wissen auszutauschen und sich gemeinsam auf neue Perspektiven und Denkweisen einzulassen.
Die Veranstaltung wird in Kooperation mit dem Klimabündnis Tirol als GREEN EVENT basic ausgerichtet. BesucherInnen sind angehalten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln umweltfreundlich anzureisen.