Sperre der Kaunertaler Gletscherstraße nach Murenabgängen

Update: Abtransport abgeschlossen

Update: Montag, 29. Juni 2026, 13.05 Uhr:

Der Abtransport der Personen aus dem Gepatschhaus sowie dem Gletscherrestaurant im Kaunertal konnte mittlerweile abgeschlossen werden. Es waren vier Hubschrauber des Österreichischen Bundesheers und der Polizei im Einsatz. Damit konnten alle rund 250 Gäste ausgeflogen werden, bevor eine mögliche Wetterveränderung am Nachmittag weitere Flüge erschwert hätte. Vulnerable Personen konnten bereits gestern, Sonntag, ausgeflogen werden. Verletzt wurde niemand. Es gab auch keine Hinweise auf vermisste Personen. Zudem fand heute, Montagvormittag, eine Beurteilung der Kaunertaler Gletscherstraße durch die Landesgeologie sowie die Wildbach- und Lawinenverbauung statt. Auf Grundlage der Beurteilung kann heute mit den ersten Beräumungsarbeiten der Straße begonnen werden. Inwieweit die Arbeiten abgeschlossen werden können, ist unter anderem vom Wetter abhängig. Ein Ende der Sperre ist entsprechend noch nicht abschätzbar. 


Originalmeldung: Sonntag, 28. Juni 2026, 20.40 Uhr

  • Bereich der Gletscherstraße hinter den Muren ab der Mautstelle nicht erreichbar – eingeschlossene Tagesausflugsgäste wurden bzw. werden ausgeflogen
  • Starkregen: Mehrere Muren gingen auf Kaunertaler Gletscherstraße ab
  • Nach Begutachtung durch Landesgeologie: Straße bleibt bis auf Weiteres gesperrt 

Nach den Starkregenfällen heute, Sonntag, gingen drei Muren auf die private Kaunertaler Gletscherstraße im Gemeindegebiet von Kaunertal ab. Ab dem Ortsteil Feichten ist die Kaunertaler Gletscherstraße beschädigt und derzeit nicht befahrbar. Die Landesgeologie war bereits zur Begutachtung vor Ort. Die Straße bleibt bis auf Weiteres gesperrt. Rund 200 Tagesausflugsgäste hielten sich zum Zeitpunkt der Murenabgänge im nun abgeschlossenen Talbereich auf.

„Nach ersten Erkundungs- und Versorgungsflügen wurden vulnerable Personen durch die Libelle Tirol bereits ausgeflogen. Die restlichen Personen verbringen die Nacht im Gepatschhaus sowie im Gletscherrestaurant. Das Landes-Warn- und Lagezentrum des Landes Tirol organisiert den Transport der weiteren Personen mit Hubschraubern des österreichischen Bundesheers und der Polizei am morgigen Montag“, berichtet Elmar Rizzoli, Leiter des Tiroler Zentrums für Krisen- und Katastrophenmanagement des Landes Tirol.