Die Weiterentwicklung der dualen Ausbildung stand kürzlich beim Austausch der Tiroler Fachberufsschulen an der TFBS für Holztechnik Absam im Mittelpunkt. Bildungslandesrätin Cornelia Hagele tauschte sich mit den DirektorInnen der Tiroler Fachberufsschulen und VertreterInnen der Bildungsdirektion für Tirol über Zukunftsperspektiven an den Fachberufsschulen aus. Thematisiert wurde insbesondere der Masterplan für Berufsschulen und Landesberufsschülerheime, mit dem das Land Tirol bis 2035 rund 200 Millionen Euro in die bestehende Infrastruktur investieren will. „Die Lehre verbindet wie kein anderer Ausbildungsweg Praxis und Schule. Mit unserem dichten Netz an Fachberufsschulen schaffen wir die Grundlage für den beruflichen Erfolg der nächsten Generationen“, betonte LRin Hagele anlässlich des Treffens.
Mit dem neuen Masterplan sollen die Ausbildungs-, Lern- und Lebensbedingungen für Lehrlinge nachhaltig verbessert werden. Geplant sind die Modernisierung bestehender Schulgebäude und SchülerInnenheime sowie gezielte Erweiterungen an ausgewählten Standorten. Insgesamt werden rund 750 Heimplätze modernisiert und 20 zusätzliche Plätze geschaffen. Bereits im Schuljahr 2027/2028 entstehen Kompetenzzentren im Einzelhandel mit den Schwerpunkten Textilhandel an der TFBS Landeck und Sportartikelhandel an der TFBS Kitzbühel. Das umfassend sanierte und erweiterte Schulgebäude der TFBS Kitzbühel wurde erst kürzlich feierlich eröffnet (s. Pressemeldung vom 21. Oktober 2026). Die Umsetzung des Masterplans soll von einem neu eingerichteten Berufsschulbeirat begleitet werden, in dem neben dem Land Tirol und der Bildungsdirektion für Tirol auch Sozialpartner und Gemeindevertretungen eingebunden sind.
Der Austausch unter den DirektorInnen bot zudem die Gelegenheit, zentrale Themen des Berufsschulalltags zu behandeln – darunter dienst- und besoldungsrechtliche Fragen, rechtliche Rahmenbedingungen, neue Lehrpläne und Lehrlingswettbewerbe. „Damit die duale Ausbildung für junge Menschen weiterhin attraktiv bleibt, braucht es zeitgemäße Möglichkeiten und eine enge Verbindung zur Praxis. Unser Anspruch ist ein hochwertiges Ausbildungsmodell, das den Anforderungen der Arbeitswelt gerecht wird. Nur so können wir unseren Jugendlichen vielfältige Perspektiven für ihren beruflichen Weg eröffnen“, so LRin Hagele abschließend.
